Hört man den Begriff weißer Tee denkt man gleich an die bekanntesten Sorten wie Jasmintee oder Pai Mu Tan. Der Snow Buds ist ein weißer Tee aus China, dessen Name übersetzt "Schneeknospe" bedeutet und bei genauerem Blick auf diese Spezialität, wird auch schnell klar, warum. Sowohl die Blattspitzen, als auch die noch verschlossenen Knospen sind von einem starken Flaum aus feinen Härchen überzogen. Eine Art silbrig, weißen Schimmer verleiht diesem Tee einen zarten Glanz, der an frischen Pulverschnee im Sonnenschein erinnert. Sein Name wird oft mit dem Grüntee China Lung Ching verwechselt weswegen auch des öfteren darüber diskutiert wird zu welcher Teesorte er nun wirklich gehört, da er auch geschmacklich dem Grüntee sehr ähnelt.

Inhaltsstoffe

Der China Snow Buds überzeugt mit den gewohnten gesundheitsfördernden Inhaltsstoffen, die man bei weißem Tee erwartet. Er ist ziemlich aromatisiert was ihn zu einem richtigen Aromatee macht. Zwar schmeckt er einerseits wie Grüntee leicht bitter, andererseits verzaubert er aber bereits vor dem ersten Schluck mit einem angenehm fruchtigen Duft. Selbst der Nachgeschmack enthält noch eine süße Birnennote, einige glauben sogar die Königin der Birnen, die Williams Christ, zu erkennen. Das Hauptaroma kommt jedoch eher dem von Maronen und getrockneten Kräutern gleich. Des weiteren ist er mit seinem Koffeeingehalt ein gesunder Kaffee Ersatz.

Anbaugebiete

Hauptsächlich werden weiße Tees nicht wie der Grüntee in Japan sondern in China angebaut und sind dort eine art Tradition. Bis heute liegen die Teegärten, aus denen der unverkennbare China Snow Buds stammt, auf etwa 1.000 Höhenmetern in den Gebirgen im Südosten Chinas. Diese Region wird nicht selten von Teekennern als wahre Schatzkammer Chinas bezeichnet und wer schon einmal einen Tee aus diesem Gebiet probiert hat, weiß warum. Selbst wenn man das Herstellungsverfahren eins zu eins kopiert, niemals schmeckt der Tee genauso, wie das Original aus dem Hochgebirge. Die klimatischen Bedingungen dort mitsamt den Böden dort, schaffen ein absolut einzigartiges spezial Produkt, dass weltweit seines gleichen sucht.

Herstellung

Es ist absolut selbstverständlich, dass jede einzelne Knospe für den China Snow Buds wie nach Tradition von Hand gepflückt wird. Dabei wird nach dem Prinzip "two leafes and a bud", also zwei Blätter mit einer Knospe, geerntet. Solch eine Sorgfalt könnte keine Maschine der Welt leisten und das Ergebnis dieses Aufwands schmeckt man später auch im Endprodukt. Beim "Special Grade", einer besonders hochwertigen Version des Snow Buds, werden sogar ausschließlich geschlossene Knospen verwendet. Im Gegensatz zu den meisten anderen Sorten weißen Tees, werden die Blätter und Knospen für den Snow Buds nur ganz leicht Anfermentiert. Die Teehersteller sagen, dass so "die grüne Seele" des Tees erhalten bleibt. Und in der Tat erinnert seine Art immer wieder mal fast mehr an einen Grüntee, als an einen weißen Tee. So ist beispielsweise die Färbung des Aufgusses überraschend kräftig.

Fazit

Man hört und liest immer wieder von den unterschiedlichsten Tees und sammelt Info darüber das man genau diesen unbedingt einmal probieren sollte. Und schnell bekommt man dabei den Eindruck, dass heutzutage wohl fast schon jeder Tee aus Japan oder China als "etwas ganz besonderes" angepriesen wird. Ein guter Tee ist wie ein guter Wein, je mehr Zeit investiert wird umso besonderer ist er. Letzen Endes liegt die Entscheidung darüber aber immer bei jedem einzelnen selbst, den diese Tees zu vergleichen ist fast schon unmöglich. Ob man doch lieber einen Sencha, einen Früchte oder Schwarztee oder eine einfache Kräutertee Mischung trinken möchte, jeder Tee hat seine eigene Wirkung. Jedoch muss gesagt werden das Teeliebhaber, die den China Snow Buds bereits kennen, froh darüber sind und eine sehr positive Bewertung gegenüber diesem Tee haben. Zu bedenken ist aber das ein aromatisierter weißer Tee deutlich über den normalen Preis eines "normalen" Grüntees liegt. Bildnachweis: China Snow Buds © lily - Fotolia.com

Die edelste Teesorte der Welt

China Snow Buds — weißer Tee gilt als die edelste und am wenigsten verarbeitete Teesorte der Welt. Nur die jüngsten Knospen und Blätter der Teepflanze werden für die Herstellung verwendet. Die feinen, silbrig-weißen Härchen auf den Knospen geben dieser Teesorte ihren Namen.

Die bekanntesten Sorten weißen Tees sind Silver Needle (Bai Hao Yin Zhen), der ausschließlich aus Knospen besteht, und White Peony (Bai Mu Dan), der aus Knospen und den obersten beiden Blättern hergestellt wird. Das Hauptanbaugebiet ist die Provinz Fujian im Südosten Chinas, wo weißer Tee seit der Song-Dynastie (960–1279) produziert wird.

Herstellung und Verarbeitung

Die Herstellung von weißem Tee zeichnet sich durch ihre Einfachheit und Natürlichkeit aus. Nach dem sorgfältigen Pflücken werden die Blätter lediglich gewelkt und an der Luft getrocknet — ohne Rollen, ohne kontrollierte Oxidation, ohne Röstung. Dieser minimalistische Prozess bewahrt die natürlichen Inhaltsstoffe bestmöglich.

Die Qualität des weißen Tees hängt maßgeblich vom Erntezeitpunkt ab. Die erste Pflückung im Frühjahr (um das Qingming-Fest Anfang April) liefert die hochwertigsten Blätter. An einem einzigen Tag kann ein erfahrener Pflücker nur wenige hundert Gramm der wertvollen Knospen sammeln — was den hohen Preis von Premium-Weißtee erklärt.

Inhaltsstoffe und Antioxidantien

Weißer Tee enthält die höchste Konzentration an Antioxidantien unter allen Teesorten. Durch die minimale Verarbeitung bleiben Catechine, Polyphenole und andere bioaktive Verbindungen nahezu unverändert erhalten. Studien zeigen, dass weißer Tee bis zu dreimal mehr Antioxidantien enthalten kann als grüner Tee.

Der Koffeingehalt von weißem Tee variiert stark je nach Sorte und Zubereitung. Silver Needle enthält weniger Koffein als oft angenommen (15–30 mg pro Tasse), da nur Knospen verwendet werden. White Peony kann aufgrund der zusätzlichen Blätter etwas mehr Koffein enthalten.

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Zubereitung Schritt für Schritt

Die perfekte Tasse beginnt mit der Wahl des richtigen Wassers. Verwenden Sie nach Möglichkeit gefiltertes Leitungswasser oder stilles Mineralwasser mit einem niedrigen Kalkgehalt. Hartes Wasser kann den Geschmack von Tee erheblich beeinträchtigen und einen unangenehmen Film auf der Oberfläche bilden. Die optimale Wasserhärte für Tee liegt zwischen 4 und 8 Grad deutscher Härte.

Wärmen Sie Ihre Teekanne und Tassen vor, indem Sie sie kurz mit heißem Wasser ausspülen. Dieser einfache Schritt sorgt dafür, dass das Aufgusswasser seine optimale Temperatur behält und der Tee gleichmäßig extrahiert wird. Messen Sie die Teemenge sorgfältig ab: Pro 200 ml Wasser empfehlen sich je nach Teesorte 2 bis 5 Gramm Teeblätter. Eine Küchenwaage liefert dabei genauere Ergebnisse als das Augenmaß.

Gießen Sie das Wasser langsam über die Teeblätter und lassen Sie den Aufguss in Ruhe ziehen. Widerstehen Sie der Versuchung, den Teebeutel oder das Teesieb ständig zu bewegen — dies kann unerwünschte Bitterstoffe lösen. Nach der optimalen Ziehzeit entfernen Sie die Teeblätter sofort, um ein Überziehen zu vermeiden. Die Ziehzeit ist der wichtigste Faktor für den Geschmack — schon 30 Sekunden zu viel können einen milden Tee herb und bitter machen.

Kulturelle Bedeutung und Tradition

China Snow Buds steht in einer langen Tradition, die verschiedene Kulturen und Epochen miteinander verbindet. Tee ist seit Jahrtausenden nicht nur ein Getränk, sondern ein Kulturgut, das Menschen zusammenbringt und zum Innehalten einlädt. In einer Zeit, die von Hektik und Schnelllebigkeit geprägt ist, bietet die Teekultur einen wertvollen Gegenpol.

In der traditionellen chinesischen Kultur steht Tee für die Harmonie zwischen Mensch und Natur. Die japanische Teezeremonie erhebt die Teezubereitung zur meditativen Kunstform. In Großbritannien ist der Afternoon Tea ein gesellschaftliches Ritual, und in Ostfriesland gehört die Teetied zum kulturellen Erbe. Auch in der arabischen Welt ist die Teezubereitung ein Akt der Gastfreundschaft und des Respekts.

Moderne Teekultur verbindet diese Traditionen mit zeitgenössischen Trends. Tee-Sommeliers, spezialisierte Teehäuser und die wachsende Bewegung für bewussten Konsum machen Tee zu einem Thema, das Menschen unterschiedlichster Hintergründe begeistert. Die Beschäftigung mit Tee fördert Achtsamkeit, Geduld und die Wertschätzung für Qualität — Eigenschaften, die in unserer schnelllebigen Zeit wichtiger denn je sind.

Qualität erkennen und richtig einkaufen

Die Qualität von Tee zu beurteilen, erfordert etwas Übung und Wissen. Ein wichtiger erster Anhaltspunkt ist das Erscheinungsbild der trockenen Blätter: Hochwertige Tees bestehen aus ganzen oder großen Blattstücken mit einheitlicher Farbe und Form. Gebrochene, staubige oder ungleichmäßige Blätter deuten auf niedrigere Qualität hin.

Der Duft der trockenen Blätter sollte frisch, klar und einladend sein — niemals muffig, staubig oder künstlich. Beim Aufguss achten Sie auf eine klare, leuchtende Tassenfarbe. Trüber oder matter Tee kann auf Qualitätsmängel oder falsche Lagerung hindeuten. Der Geschmack sollte vielschichtig sein und verschiedene Noten offenbaren — Tiefe und Komplexität sind Zeichen hoher Qualität.

Kaufen Sie Tee vorzugsweise im Fachhandel, wo Sie kompetent beraten werden und die Möglichkeit haben, verschiedene Sorten zu probieren. Online-Teeshops bieten oft eine größere Auswahl und detaillierte Beschreibungen. Achten Sie auf Bio-Zertifizierungen und Fair-Trade-Siegel, die Qualitätsstandards und nachhaltige Produktion gewährleisten. Kaufen Sie lieber kleine Mengen und verbrauchen Sie den Tee innerhalb weniger Monate — Frische ist bei Tee entscheidend.

Richtige Lagerung für optimales Aroma

Die richtige Lagerung ist entscheidend dafür, dass Ihr Tee sein volles Aroma bewahrt. Die vier größten Feinde des Tees sind Licht, Luft, Feuchtigkeit und Fremdgerüche. Bewahren Sie Tee daher stets in luftdichten, lichtundurchlässigen Behältern auf — ideal sind Dosen aus Zinn, Keramik oder dunklem Glas.

Vermeiden Sie die Aufbewahrung in der Nähe von stark riechenden Lebensmitteln wie Gewürzen, Kaffee oder Knoblauch, da Tee fremde Gerüche leicht aufnimmt. Ein kühler, trockener Ort mit konstanter Temperatur — etwa ein Küchenschrank abseits von Herd und Spüle — ist der ideale Lagerplatz. Im Kühlschrank sollte Tee nur in absolut luftdichten Behältern gelagert werden, um Kondenswasser zu vermeiden.

Die Haltbarkeit variiert je nach Teesorte: Grüner und weißer Tee sollten innerhalb von 6 bis 12 Monaten verbraucht werden, da sie empfindlicher auf Oxidation reagieren. Schwarzer Tee und Oolong halten bei richtiger Lagerung 1 bis 2 Jahre. Pu-Erh Tee ist eine Ausnahme — er kann wie guter Wein über Jahre oder sogar Jahrzehnte reifen und an Komplexität gewinnen. Kräuter- und Früchtetee bleiben bei sachgemäßer Lagerung 12 bis 24 Monate aromatisch.