Sicher kann man mit Tee auch lecker Cocktails mixen, völlig egal, ob mit oder ohne Alkohol. Eine recht einfache Variante beispielsweise ist grüner Tee mit Whiskey, was in Asien recht gerne getrunken wird. Einer der bekanntesten Vertreter allerdings, der den Tee sogar in seinem Namen trägt, sieht nicht mal ein einziges Teeblatt, geschweige denn, dass er tatsächlich Tee enthalten würde: der Long Island Iced Tea heißt zwar so, hat aber mit Eistee oder "geeistem Tee", wie es wörtlich übersetzt heißt, so rein gar nichts zu tun. Aber warum heißt er dann so? Einen original Long Island Iced Tea mixt man zu gleichen Teilen aus Wodka, Gin, Rum, Tequila und Triple Sec Curacao. Jedes dieser fünf Getränke ist jedoch absolut klar. Mit Cola aufgefüllt allerdings, erreicht man tatsächlich eine Farbe, die an Eistee erinnert. Der Name scheint also damit zu tun zu haben. Zumindest was diesen Faktor betrifft, scheinen sich die Quellen einig zu sein. Geht es jedoch darum, wann und wo genau der Long Island Iced Tea in dieser Form entstanden ist, gibt es gleich mehrere Mythen. Während eine davon ausgeht, dass es zur Zeit der Alkoholprohibition in den USA von 1919 - 1932 darum ging, den verbotenen Alkohol erfolgreich zu tarnen, vermuten andere dagegen eher gelangweilte Hausfrauen bzw. frühreife Teenager, die ihren Alkoholkonsum tarnen wollten. Damit der Hausherr nichts davon mitbekam, nahmen sie sich nur kleine Mengen aus den Flaschen, dafür allerdings aus fünf verschiedenen. Durch das Cola entstand dann der perfekte Eindruck, man würde ganz brav einen erfrischenden Eistee trinken. Sind sich die Anhänger dieser zweiten Version zwar nicht einige, ob nun eine Hausfrau mit Alkoholproblem oder aufmüpfige Jugendliche die Erfinder dieses Cocktails waren, so sind jedoch alle davon überzeugt, dass es jemand aus Long Island im Bundesstaat New York gewesen sein muss. Dieser Herkunft zusammen mit der charakteristischen Färbung dieses Longdrinks ergibt die perfekte Begründung für dessen Namen. Es gibt allerdings auch einige Quellen, die ganz eindeutig zu belegen scheinen, dass der Long Island Iced Tea in seiner heutigen Form das erste Mal Ende der 1970er Jahre in der Öffentlichkeit aufgetaucht ist. Dabei wird häufig Robert C. Butt, ein Barkeeper in den noblen Hampton Bays, als Erfinder genannt. Eine weitere Gruppe allerdings schein sich dagegen sicher zu sein, dass der beliebte Cocktail bereits 1976 von einer ganzen Gruppe von Barkeepern auf Hochzeiten serviert wurde, nachdem ihnen aufgefallen war, dass der Whiskey Sour, der sonst meist zu solchen Anlässen serviert wurde, vor allem beim jungen Publikum keinen allzu großen Anklang fand.

Legende oder Wahrheit?

Vollkommen sicher sind wohl nur die Rezeptur und die Tatsache, dass der Long Island Iced Tea aus den USA stammt. Dass der Namensteil "Iced Tea" von der Färbung her stammt, ist auch recht wahrscheinlich. Für alles andere gibt es aber fast so viele verschiedene Legenden und Geschichten, wie Leute, die diesen Longdrink gerne mal genießen. Plausibel klingt dabei, ehrlich gesagt, jede Version auf ihre Weise. Der Alkoholanteil dieses Cocktails wird gerne unterschätzt, angesehen wird er ihm keinesfalls auf den ersten Blick. Man muss schon einen Schluck probieren, um überhaupt zu merken, dass Alkohol im Glas ist. Und selbst von denen, die darüber bestens informiert sind, wird der Long Island Iced Tea wegen seinem süßen Geschmack, gerne einmal etwas zu schnell getrunken. Gut vorstellbar also, dass der oder die ursprünglichen Erfinder versuchten mit dieser Mixtur den Alkohol zu verstecken. Aber es gab und gibt auch immer wieder kreative Barkeeper, die ihr Angebot erweitern um ihre Kunden mit einem interessanten Angebot zu binden oder neue Kunden zu gewinnen. Kommt so ein neuer Cocktail gut an, macht er sicher mit der Zeit seinen Weg über den ganzen Globus.

Fazit

Wie bei vielen Dingen wird wohl die absolute Wahrheit über den Long Island Iced Tea nicht mehr heraus zu finden sein. Aber vielleicht sind all diese verschiedenen Versionen eine Anregung für kreative Köpfe der heutigen Zeit. Und wer weiß, vielleicht gibt es schon in ein paar Jahren einen neuen In-Cocktail, der nicht nur im Namen, sondern tatsächlich auch in der Zutatenliste Tee enthält. Solch ein Drink hätte, neben einem zweifelsfrei leckeren Geschmack, auch den Vorteil, dass zumindest ein kleiner Teil davon, aus gesunden Inhaltsstoffen bestehen würde. Einen ebenso hohen Gesundheitswert, wie purer Tee, hätte er aber selbstverständlich noch lange nicht.   Bildnachweis: Long Island Iced Tea © Boris Ryzhkov - Fotolia.com

Historischer Hintergrund

Die Geschichte rund um Iced Tea ganz ist eng mit der jahrtausendealten Kulturgeschichte des Tees verwoben. Tee ist mehr als nur ein Getränk — er ist ein Spiegel der Gesellschaften, die ihn kultiviert haben. Von den Nebelbergen Chinas über die Tempelgärten Japans bis zu den kolonialen Teeplantagen Indiens hat jede Epoche ihre eigenen Geschichten hervorgebracht.

Viele der heute bekannten Tee-Mythen haben ihren Ursprung in mündlichen Überlieferungen, die über Generationen weitergegeben wurden. Sie verbinden historische Fakten mit symbolischen Elementen und bieten so einen einzigartigen Einblick in die Denkweise und Werte vergangener Kulturen.

Die Legende im Detail

Diese Erzählung gehört zu den faszinierendsten Geschichten der Teekultur. Wie bei vielen Legenden gibt es verschiedene Versionen, die je nach Region und Erzähltradition variieren. Allen gemeinsam ist die tiefe Wertschätzung für den Tee als Geschenk der Natur und als Bindeglied zwischen Menschen und ihrer Umwelt.

Legenden wie diese erinnern uns daran, dass Tee seit jeher mehr war als ein einfaches Getränk. Er diente als Medium für Meditation, als Zeichen der Gastfreundschaft und als Katalysator für philosophische Gespräche. In vielen asiatischen Kulturen gilt der Tee als Brücke zwischen der materiellen und der spirituellen Welt.

Kulturelle Bedeutung

Die kulturelle Bedeutung von Tee lässt sich kaum überschätzen. In China symbolisiert er Harmonie, Respekt, Reinheit und Stille — die vier Grundpfeiler der Teezeremonie nach dem Philosophen Lu Yu. In Japan wurde die Teezeremonie (Chado, „Weg des Tees") zu einer eigenen Kunstform entwickelt, die buddhistische Prinzipien verkörpert.

In Großbritannien wurde der Nachmittagstee zu einem gesellschaftlichen Ritual, das Klassen überbrückte. In Marokko ist die aufwendige Zubereitung des Minztees ein Akt der Gastfreundschaft. In Russland steht der Samowar für Gemeinschaft und Wärme. Jede Kultur hat ihre eigene Beziehung zum Tee entwickelt, und Geschichten wie diese sind Ausdruck dieser vielschichtigen Verbindung.

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Zubereitung Schritt für Schritt

Die perfekte Tasse beginnt mit der Wahl des richtigen Wassers. Verwenden Sie nach Möglichkeit gefiltertes Leitungswasser oder stilles Mineralwasser mit einem niedrigen Kalkgehalt. Hartes Wasser kann den Geschmack von Tee erheblich beeinträchtigen und einen unangenehmen Film auf der Oberfläche bilden. Die optimale Wasserhärte für Tee liegt zwischen 4 und 8 Grad deutscher Härte.

Wärmen Sie Ihre Teekanne und Tassen vor, indem Sie sie kurz mit heißem Wasser ausspülen. Dieser einfache Schritt sorgt dafür, dass das Aufgusswasser seine optimale Temperatur behält und der Tee gleichmäßig extrahiert wird. Messen Sie die Teemenge sorgfältig ab: Pro 200 ml Wasser empfehlen sich je nach Teesorte 2 bis 5 Gramm Teeblätter. Eine Küchenwaage liefert dabei genauere Ergebnisse als das Augenmaß.

Gießen Sie das Wasser langsam über die Teeblätter und lassen Sie den Aufguss in Ruhe ziehen. Widerstehen Sie der Versuchung, den Teebeutel oder das Teesieb ständig zu bewegen — dies kann unerwünschte Bitterstoffe lösen. Nach der optimalen Ziehzeit entfernen Sie die Teeblätter sofort, um ein Überziehen zu vermeiden. Die Ziehzeit ist der wichtigste Faktor für den Geschmack — schon 30 Sekunden zu viel können einen milden Tee herb und bitter machen.

Kulturelle Bedeutung und Tradition

Iced Tea ganz steht in einer langen Tradition, die verschiedene Kulturen und Epochen miteinander verbindet. Tee ist seit Jahrtausenden nicht nur ein Getränk, sondern ein Kulturgut, das Menschen zusammenbringt und zum Innehalten einlädt. In einer Zeit, die von Hektik und Schnelllebigkeit geprägt ist, bietet die Teekultur einen wertvollen Gegenpol.

In der traditionellen chinesischen Kultur steht Tee für die Harmonie zwischen Mensch und Natur. Die japanische Teezeremonie erhebt die Teezubereitung zur meditativen Kunstform. In Großbritannien ist der Afternoon Tea ein gesellschaftliches Ritual, und in Ostfriesland gehört die Teetied zum kulturellen Erbe. Auch in der arabischen Welt ist die Teezubereitung ein Akt der Gastfreundschaft und des Respekts.

Moderne Teekultur verbindet diese Traditionen mit zeitgenössischen Trends. Tee-Sommeliers, spezialisierte Teehäuser und die wachsende Bewegung für bewussten Konsum machen Tee zu einem Thema, das Menschen unterschiedlichster Hintergründe begeistert. Die Beschäftigung mit Tee fördert Achtsamkeit, Geduld und die Wertschätzung für Qualität — Eigenschaften, die in unserer schnelllebigen Zeit wichtiger denn je sind.

Qualität erkennen und richtig einkaufen

Die Qualität von Tee zu beurteilen, erfordert etwas Übung und Wissen. Ein wichtiger erster Anhaltspunkt ist das Erscheinungsbild der trockenen Blätter: Hochwertige Tees bestehen aus ganzen oder großen Blattstücken mit einheitlicher Farbe und Form. Gebrochene, staubige oder ungleichmäßige Blätter deuten auf niedrigere Qualität hin.

Der Duft der trockenen Blätter sollte frisch, klar und einladend sein — niemals muffig, staubig oder künstlich. Beim Aufguss achten Sie auf eine klare, leuchtende Tassenfarbe. Trüber oder matter Tee kann auf Qualitätsmängel oder falsche Lagerung hindeuten. Der Geschmack sollte vielschichtig sein und verschiedene Noten offenbaren — Tiefe und Komplexität sind Zeichen hoher Qualität.

Kaufen Sie Tee vorzugsweise im Fachhandel, wo Sie kompetent beraten werden und die Möglichkeit haben, verschiedene Sorten zu probieren. Online-Teeshops bieten oft eine größere Auswahl und detaillierte Beschreibungen. Achten Sie auf Bio-Zertifizierungen und Fair-Trade-Siegel, die Qualitätsstandards und nachhaltige Produktion gewährleisten. Kaufen Sie lieber kleine Mengen und verbrauchen Sie den Tee innerhalb weniger Monate — Frische ist bei Tee entscheidend.