Da Fang ist der Name eines chinesischen grünen Tees, der definitiv zu den Topsorten gehört. In besonders hoher Qualität taucht er meist unter dem Begriff Ding Gu Da Fang auf. Dies ist gleichzeitig eine exakte Herkunftsbezeichnung. In diesem Fall stammt der Tee vom Berg Laozhu, auch " Dafang country " genannt. Dieser liegt in der chinesischen Provinz Anhui und ist zudem der Ursprungsort des Da Fang. Längst wird er allerdings auch in angrenzenden Gebieten der Provinz Zhejiang hergestellt. Der Legende nach gab es den Namen Da Fang aber schon lange vor dem Tee. Er war ein buddhistischer Mönch zu Zeiten der Song-Dynastie. Er lebte also irgendwann zwischen 960 und 1279 in einem Kloster auf dem Laozhu. Wie viele Mönche widmete er sich nicht nur der Besinnung und der Meditation, sondern studierte auch die Natur, beobachtete die Pflanzen und Jahreszeiten in ihrem Lauf und kultivierte selbst einige Teesträucher. Er machte es sich zur Aufgabe, seine Teepflanzen so gut zu kennen, dass er genau wusste, was sie brauchen um ihm später möglichst guten Tee zu schenken. Selbstverständlich behandelte er auch die Teeblätter nach der Ernte mit höchstem Respekt, Demut und Dankbarkeit. Mit größter Sorgfalt stellte er seinen Tee her, den er dann später an die Pilger ausschenkte, die in seinen Tempel zum Beten und Meditieren kamen. Schon bald war Da Fang für seinen Tee so bekannt und geschätzt, dass Pilger aus dem ganzen Land extra in seinen Tempel gereist kamen, um seinen Tee trinken zu können. Irgendwann begann man dann damit, diesen Tee auch zu verkaufen und sogar an anderen Orten herzustellen. Doch die Qualität des Ursprungsortes vom Berg Laozhu hat er aber bis heute nicht erreicht.

Legende oder Wahrheit?

Den Tee Da Fang gibt es, ganz unbestritten. Und seine Heimat liegt wohl ebenfalls zweifelsfrei auf dem Berg Laozhu in der Provinz Anhui. Es finden sich auch zahlreiche Quellen, die übereinstimmend davon berichten, dass Da Fang ein Mönch war, der gleichzeitig der Schöpfer und Namensgeber dieses Tees gewesen sein soll. Doch einige besagen, Da Fang habe zu Zeiten der Song-Dynastie gelebt, während andere wiederum einen Zeitraum im 17. Jahrhundert nennen. Von diesen Unstimmigkeiten abgesehen, findet sich über die Person Da Fang nichts weiter, als der Bezug zum gleichnamigen Tee. Es findet sich kein Lebenslauf, keine Angaben zu seiner Familie, seiner Ausbildung oder sonstigen Punkten und Aspekten in seinem Leben, die erwähnenswert wären. Dies lässt sofort die Vermutung aufkommen, dass es Da Fang nicht wirklich gegeben hat und seine Person nur eine Legende ist. Warum sonst, sollten sich abgesehen von dem Tee, keine weiteren Hinweise oder Belege für seine Existenz finden? Nun, zum einen waren buddhistische Mönche schon allein wegen ihrer Lebensphilosophie sehr bescheiden und strebten ganz sicher nicht nach Ruhm und Ehre. Vielleicht fand Da Fang es bereits mehr als genug, dass der Tee auf ewig seinen Namen tragen würde und wollte nun nicht auch noch als Person Da Fang der Geschichte erhalten bleiben. Vielleicht erschien die Person Da Fang den Teeliebhabern seiner Zeit und den darauf folgenden Jahren auch einfach nicht wichtig genug. Es gab den Tee, seine Entstehungsgeschichte wurde weiter überliefert, aber was für ein Leben sein Schöpfer genau führte, hatte keine Relevanz. Weder für den Tee, noch für seine Anhänger. ein weiterer Grund könnte allerdings sein, dass es den einen Da Fang tatsächlich nicht gab. Der Tee entstand aber trotzdem, so viel ist sicher. Vielleicht gab es auf dem Berg Laozhu ein Kloster und es war einen ganze Gruppe von Mönchen, die den Tee kreierten. Dies wäre ein einleuchtender Grund, weshalb sich keine näheren Angaben zu einem einzelnen Mönch finden lassen.

Fazit

Wie oft trinken oder essen wir etwas, ohne uns Gedanken darüber zu machen, wie es überhaupt dazu kam, dass wir nun genau dieses genießen können. Vor allem bei Tee gibt es so viele Sorten, die nicht nur fantastisch schmecken, sondern auch noch ganz bezaubernde Namen haben, über deren Entstehung es mindestens ebenso viele wunderbare Geschichten gibt. Sicher macht es Spaß, eine Tasse Tee zu genießen und sich dabei Gedanken zu machen, wie genau diese Sorte entstand, und was der Name vielleicht bedeuten mag. Aber ist das tatsächlich wichtig? Herkunft und Ursprung verleihen zweifelsfrei wichtige, haltgebende Wurzeln und die zahlreichen Mythen und Legenden die es zum Thema Tee gibt sollten keinesfalls in Vergessenheit geraten. Doch manchmal sollte man sich vielleicht auch einfach nur damit zufrieden geben, dass es etwas gibt, ohne noch weitere Details zu kennen. Irgendwann gab es mindestens einen Menschen, der die Teesträucher auf dem Laozhu gut genug kannte, um aus ihren Blättern einen hervorragenden, wohlschmeckenden Tee zu machen, der sich seitdem einer stets wachsenden Fangemeinde erfreut. Der Tee würde nicht besser oder schlechter schmecken, wenn mehr über seine Herkunft und Entstehung bekannt wären. Im Gegenteil, manchmal sind es genau die Geheimnisse und Ungewissheiten, die einen ganz besonderen Reiz ausüben. Bildnachweis: Mönch © fragreg - Fotolia.com

Historischer Hintergrund

Die Geschichte rund um Mönch Fang sein ist eng mit der jahrtausendealten Kulturgeschichte des Tees verwoben. Tee ist mehr als nur ein Getränk — er ist ein Spiegel der Gesellschaften, die ihn kultiviert haben. Von den Nebelbergen Chinas über die Tempelgärten Japans bis zu den kolonialen Teeplantagen Indiens hat jede Epoche ihre eigenen Geschichten hervorgebracht.

Viele der heute bekannten Tee-Mythen haben ihren Ursprung in mündlichen Überlieferungen, die über Generationen weitergegeben wurden. Sie verbinden historische Fakten mit symbolischen Elementen und bieten so einen einzigartigen Einblick in die Denkweise und Werte vergangener Kulturen.

Die Legende im Detail

Diese Erzählung gehört zu den faszinierendsten Geschichten der Teekultur. Wie bei vielen Legenden gibt es verschiedene Versionen, die je nach Region und Erzähltradition variieren. Allen gemeinsam ist die tiefe Wertschätzung für den Tee als Geschenk der Natur und als Bindeglied zwischen Menschen und ihrer Umwelt.

Legenden wie diese erinnern uns daran, dass Tee seit jeher mehr war als ein einfaches Getränk. Er diente als Medium für Meditation, als Zeichen der Gastfreundschaft und als Katalysator für philosophische Gespräche. In vielen asiatischen Kulturen gilt der Tee als Brücke zwischen der materiellen und der spirituellen Welt.

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Zubereitung Schritt für Schritt

Die perfekte Tasse beginnt mit der Wahl des richtigen Wassers. Verwenden Sie nach Möglichkeit gefiltertes Leitungswasser oder stilles Mineralwasser mit einem niedrigen Kalkgehalt. Hartes Wasser kann den Geschmack von Tee erheblich beeinträchtigen und einen unangenehmen Film auf der Oberfläche bilden. Die optimale Wasserhärte für Tee liegt zwischen 4 und 8 Grad deutscher Härte.

Wärmen Sie Ihre Teekanne und Tassen vor, indem Sie sie kurz mit heißem Wasser ausspülen. Dieser einfache Schritt sorgt dafür, dass das Aufgusswasser seine optimale Temperatur behält und der Tee gleichmäßig extrahiert wird. Messen Sie die Teemenge sorgfältig ab: Pro 200 ml Wasser empfehlen sich je nach Teesorte 2 bis 5 Gramm Teeblätter. Eine Küchenwaage liefert dabei genauere Ergebnisse als das Augenmaß.

Gießen Sie das Wasser langsam über die Teeblätter und lassen Sie den Aufguss in Ruhe ziehen. Widerstehen Sie der Versuchung, den Teebeutel oder das Teesieb ständig zu bewegen — dies kann unerwünschte Bitterstoffe lösen. Nach der optimalen Ziehzeit entfernen Sie die Teeblätter sofort, um ein Überziehen zu vermeiden. Die Ziehzeit ist der wichtigste Faktor für den Geschmack — schon 30 Sekunden zu viel können einen milden Tee herb und bitter machen.

Kulturelle Bedeutung und Tradition

Mönch Fang sein steht in einer langen Tradition, die verschiedene Kulturen und Epochen miteinander verbindet. Tee ist seit Jahrtausenden nicht nur ein Getränk, sondern ein Kulturgut, das Menschen zusammenbringt und zum Innehalten einlädt. In einer Zeit, die von Hektik und Schnelllebigkeit geprägt ist, bietet die Teekultur einen wertvollen Gegenpol.

In der traditionellen chinesischen Kultur steht Tee für die Harmonie zwischen Mensch und Natur. Die japanische Teezeremonie erhebt die Teezubereitung zur meditativen Kunstform. In Großbritannien ist der Afternoon Tea ein gesellschaftliches Ritual, und in Ostfriesland gehört die Teetied zum kulturellen Erbe. Auch in der arabischen Welt ist die Teezubereitung ein Akt der Gastfreundschaft und des Respekts.

Moderne Teekultur verbindet diese Traditionen mit zeitgenössischen Trends. Tee-Sommeliers, spezialisierte Teehäuser und die wachsende Bewegung für bewussten Konsum machen Tee zu einem Thema, das Menschen unterschiedlichster Hintergründe begeistert. Die Beschäftigung mit Tee fördert Achtsamkeit, Geduld und die Wertschätzung für Qualität — Eigenschaften, die in unserer schnelllebigen Zeit wichtiger denn je sind.

Qualität erkennen und richtig einkaufen

Die Qualität von Tee zu beurteilen, erfordert etwas Übung und Wissen. Ein wichtiger erster Anhaltspunkt ist das Erscheinungsbild der trockenen Blätter: Hochwertige Tees bestehen aus ganzen oder großen Blattstücken mit einheitlicher Farbe und Form. Gebrochene, staubige oder ungleichmäßige Blätter deuten auf niedrigere Qualität hin.

Der Duft der trockenen Blätter sollte frisch, klar und einladend sein — niemals muffig, staubig oder künstlich. Beim Aufguss achten Sie auf eine klare, leuchtende Tassenfarbe. Trüber oder matter Tee kann auf Qualitätsmängel oder falsche Lagerung hindeuten. Der Geschmack sollte vielschichtig sein und verschiedene Noten offenbaren — Tiefe und Komplexität sind Zeichen hoher Qualität.

Kaufen Sie Tee vorzugsweise im Fachhandel, wo Sie kompetent beraten werden und die Möglichkeit haben, verschiedene Sorten zu probieren. Online-Teeshops bieten oft eine größere Auswahl und detaillierte Beschreibungen. Achten Sie auf Bio-Zertifizierungen und Fair-Trade-Siegel, die Qualitätsstandards und nachhaltige Produktion gewährleisten. Kaufen Sie lieber kleine Mengen und verbrauchen Sie den Tee innerhalb weniger Monate — Frische ist bei Tee entscheidend.