Der Aufbau der Studie
Untersucht wurden insgesamt 36 Frauen im Alter zwischen 20 bis 40 Jahren. Mit einem BMI (Body Mass Index) von 23 bis 35 waren alle zumindest übergewichtig, zum Teil sogar adipös. Verabreicht wurde den Frauen, je nachdem, welcher Gruppe sie zugeteilt worden waren, entweder ein sogenanntes Placebo- oder Scheingetränk ohne Grüntee, oder ein Grüntee-Mischgetränk. Dabei handelte es sich um Grünen Tee dem zusätzlich eine Vitamin- und Mineralstoffmischung zugesetzt worden war. Alle vier Gruppen erhielten während des Beobachtungszeitraums von insgesamt 12 Wochen zweimal täglich ein Getränk. Jeweils um 10 und um 16 Uhr bekamen die Frauen entweder Grüntee mit Vitaminen und Mineralien, oder ausschließlich die Vitamin-Mineralstoff-Kombination. Gruppe 1 und 2 beschränkte sich auf die Getränke, Gruppe 3 und 4 absolvierte zusätzlich dreimal wöchentlich ein Krafttraining. Dabei wurde Wert darauf gelegt, dass sämtliche großen Muskelgruppen beansprucht wurden. Vor Beginn des Tests wurden die Teilnehmerinnen nicht nur gewogen, selbstverständlich wurden auch die Anteile von Körperfett und Muskelmasse am Gesamtkörpergewicht ermittelt. Keine machte eine Diät, alle waren schlank und ernährten sich gesund. Zusätzlich wurden auch die Blutwerte der Probandinnen überprüft. Ebenso interessierten sich die Forscher für den sogenannten Grundumsatz, also den täglichen Kalorienverbrauch in Ruhe.Die beeindruckenden Ergebnisse
Der erste Teil der Ergebnisse war zu erwarten. In den Gruppen, die Grüntee getrunken hatten, haben sich die Blut-, allen voran die Triglyceridwerte, verbessert. Zudem hatte sich bei den Frauen der beiden Gruppen mit Krafttraining der Grundumsatz erhöht. Dieser Effekt ist ganz einfach zu erklären. Muskeln verbrauchen relativ viel Energie, selbst im Ruhezustand noch. Durch das Krafttraining hatte die Muskelmasse, erst einmal unabhängig von den Getränken zugenommen. Mehr Muskeln bedeuten damit automatisch mehr Energiebedarf, oder in anderen Worten, einen erhöhten Grundumsatz. Allerdings stieg der Grundumsatz in der Sportgruppe mit Grünem Tee deutlich mehr an. Der Zuwachs belief sich im Schnitt auf stolzen 561 kcal/Tag, statt 503 kcal/Tag ohne Grüntee. In den beiden Sportfreien Gruppen dagegen, war der Grundumsatz nach den 12 Wochen erniedrigt. Muskeln haben eine relativ kurze Lebensdauer, wenn sie nicht beansprucht werden. Man muss beim Training gar nicht besonderen Wert auf einen Muskelzuwachs legen, allein für die Erhaltung ist aber auch regelmäßige Belastung notwendig.Fazit
Das Ergebnis aus Sao Paulo zeigt ganz eindeutig, dass bereits zwei Tassen Grüner Tee pro Tag ausreichen, um den Trainingseffekt deutlich zu verbessern. Die Inhaltsstoffe des Tees beeinflussen den Stoffwechsel auf eine ganz spezielle Art und Weise, die es dem Körper leichter macht, Fettdepots abzubauen und stattdessen in aktive Muskelmasse zu investieren. Auch hier bleibt wieder zu bedenken, dass das Sprichwort "Ohne Fleiß kein Preis!" seine Berechtigung und Gültigkeit hat. Vom Teetrinken allein wird weder Körperfett weniger, noch nehmen Muskeln zu. Ist man allerdings bereit, seinen Beitrat zu leisten, kann man sich mit zwei einfachen Tassen Grüntee die ein oder andere Schweißperle sparen. Der zugesetzte Vitamin- und Mineralstoffmix aus der Studie hat übrigens keinen Einfluss. Die Konzentration war so niedrig, das sie vernachlässigt werden kann. Zudem bestehen Muskeln aus Eiweiß. Wenn also überhaupt, dann hätten Eiweißpräparate den tatsächlichen Effekt des Tees verfälscht. Bildnachweis: Grüner Tee ©Thinkstock:HemeraWissenschaftlicher Hintergrund
Fett schmilzt, Muskeln wachsen - alles Dank Grünem Tee — die Beziehung zwischen Tee und Gesundheit ist eines der am intensivsten erforschten Gebiete der Ernährungswissenschaft. Tausende von Studien weltweit untersuchen die Wirkungen verschiedener Teeinhaltsstoffe auf den menschlichen Körper. Dabei zeigt sich immer deutlicher, dass regelmäßiger Teegenuss Teil einer gesunden Lebensweise sein kann.
Es ist jedoch wichtig, zwischen nachgewiesenen Effekten und übertriebenen Gesundheitsversprechen zu unterscheiden. Tee ist kein Wundermittel und kein Ersatz für eine ausgewogene Ernährung, ausreichend Bewegung und ärztliche Versorgung. Er kann aber einen wertvollen Beitrag zur allgemeinen Gesundheit und zum Wohlbefinden leisten.
Inhaltsstoffe und ihre Wirkung
Die gesundheitlich relevanten Inhaltsstoffe des Tees lassen sich in mehrere Gruppen einteilen. Polyphenole — darunter Catechine, Theaflavine und Flavonole — sind die wichtigste Gruppe. Sie wirken als Antioxidantien und können oxidativen Stress im Körper reduzieren, der mit zahlreichen chronischen Erkrankungen in Verbindung gebracht wird.
L-Theanin, eine Aminosäure, die fast ausschließlich in der Teepflanze vorkommt, hat eine beruhigende Wirkung, ohne müde zu machen. In Kombination mit Koffein fördert es einen Zustand entspannter Wachheit. Darüber hinaus enthält Tee Mineralstoffe wie Fluorid (für die Zahngesundheit), Mangan (für den Knochenstoffwechsel) und Kalium (für die Herzfunktion).
Studien und Forschungsergebnisse
Epidemiologische Studien aus Asien zeigen konsistente Zusammenhänge zwischen regelmäßigem Teekonsum und verschiedenen Gesundheitsparametern. Eine große japanische Studie mit über 40.000 Teilnehmern beobachtete, dass Personen, die mindestens fünf Tassen grünen Tee pro Tag tranken, ein deutlich reduziertes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen aufwiesen.
Allerdings ist bei der Interpretation solcher Studien Vorsicht geboten. Korrelation bedeutet nicht Kausalität — Teetrinker pflegen möglicherweise insgesamt einen gesünderen Lebensstil. Randomisierte kontrollierte Studien liefern belastbarere Ergebnisse, sind aber aufgrund der langen Studiendauer und der Kosten seltener.
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Zubereitung Schritt für Schritt
Die perfekte Tasse beginnt mit der Wahl des richtigen Wassers. Verwenden Sie nach Möglichkeit gefiltertes Leitungswasser oder stilles Mineralwasser mit einem niedrigen Kalkgehalt. Hartes Wasser kann den Geschmack von Tee erheblich beeinträchtigen und einen unangenehmen Film auf der Oberfläche bilden. Die optimale Wasserhärte für Tee liegt zwischen 4 und 8 Grad deutscher Härte.
Wärmen Sie Ihre Teekanne und Tassen vor, indem Sie sie kurz mit heißem Wasser ausspülen. Dieser einfache Schritt sorgt dafür, dass das Aufgusswasser seine optimale Temperatur behält und der Tee gleichmäßig extrahiert wird. Messen Sie die Teemenge sorgfältig ab: Pro 200 ml Wasser empfehlen sich je nach Teesorte 2 bis 5 Gramm Teeblätter. Eine Küchenwaage liefert dabei genauere Ergebnisse als das Augenmaß.
Gießen Sie das Wasser langsam über die Teeblätter und lassen Sie den Aufguss in Ruhe ziehen. Widerstehen Sie der Versuchung, den Teebeutel oder das Teesieb ständig zu bewegen — dies kann unerwünschte Bitterstoffe lösen. Nach der optimalen Ziehzeit entfernen Sie die Teeblätter sofort, um ein Überziehen zu vermeiden. Die Ziehzeit ist der wichtigste Faktor für den Geschmack — schon 30 Sekunden zu viel können einen milden Tee herb und bitter machen.
Kulturelle Bedeutung und Tradition
Fett schmilzt Muskeln steht in einer langen Tradition, die verschiedene Kulturen und Epochen miteinander verbindet. Tee ist seit Jahrtausenden nicht nur ein Getränk, sondern ein Kulturgut, das Menschen zusammenbringt und zum Innehalten einlädt. In einer Zeit, die von Hektik und Schnelllebigkeit geprägt ist, bietet die Teekultur einen wertvollen Gegenpol.
In der traditionellen chinesischen Kultur steht Tee für die Harmonie zwischen Mensch und Natur. Die japanische Teezeremonie erhebt die Teezubereitung zur meditativen Kunstform. In Großbritannien ist der Afternoon Tea ein gesellschaftliches Ritual, und in Ostfriesland gehört die Teetied zum kulturellen Erbe. Auch in der arabischen Welt ist die Teezubereitung ein Akt der Gastfreundschaft und des Respekts.
Moderne Teekultur verbindet diese Traditionen mit zeitgenössischen Trends. Tee-Sommeliers, spezialisierte Teehäuser und die wachsende Bewegung für bewussten Konsum machen Tee zu einem Thema, das Menschen unterschiedlichster Hintergründe begeistert. Die Beschäftigung mit Tee fördert Achtsamkeit, Geduld und die Wertschätzung für Qualität — Eigenschaften, die in unserer schnelllebigen Zeit wichtiger denn je sind.
Qualität erkennen und richtig einkaufen
Die Qualität von Tee zu beurteilen, erfordert etwas Übung und Wissen. Ein wichtiger erster Anhaltspunkt ist das Erscheinungsbild der trockenen Blätter: Hochwertige Tees bestehen aus ganzen oder großen Blattstücken mit einheitlicher Farbe und Form. Gebrochene, staubige oder ungleichmäßige Blätter deuten auf niedrigere Qualität hin.
Der Duft der trockenen Blätter sollte frisch, klar und einladend sein — niemals muffig, staubig oder künstlich. Beim Aufguss achten Sie auf eine klare, leuchtende Tassenfarbe. Trüber oder matter Tee kann auf Qualitätsmängel oder falsche Lagerung hindeuten. Der Geschmack sollte vielschichtig sein und verschiedene Noten offenbaren — Tiefe und Komplexität sind Zeichen hoher Qualität.
Kaufen Sie Tee vorzugsweise im Fachhandel, wo Sie kompetent beraten werden und die Möglichkeit haben, verschiedene Sorten zu probieren. Online-Teeshops bieten oft eine größere Auswahl und detaillierte Beschreibungen. Achten Sie auf Bio-Zertifizierungen und Fair-Trade-Siegel, die Qualitätsstandards und nachhaltige Produktion gewährleisten. Kaufen Sie lieber kleine Mengen und verbrauchen Sie den Tee innerhalb weniger Monate — Frische ist bei Tee entscheidend.
Richtige Lagerung für optimales Aroma
Die richtige Lagerung ist entscheidend dafür, dass Ihr Tee sein volles Aroma bewahrt. Die vier größten Feinde des Tees sind Licht, Luft, Feuchtigkeit und Fremdgerüche. Bewahren Sie Tee daher stets in luftdichten, lichtundurchlässigen Behältern auf — ideal sind Dosen aus Zinn, Keramik oder dunklem Glas.
Vermeiden Sie die Aufbewahrung in der Nähe von stark riechenden Lebensmitteln wie Gewürzen, Kaffee oder Knoblauch, da Tee fremde Gerüche leicht aufnimmt. Ein kühler, trockener Ort mit konstanter Temperatur — etwa ein Küchenschrank abseits von Herd und Spüle — ist der ideale Lagerplatz. Im Kühlschrank sollte Tee nur in absolut luftdichten Behältern gelagert werden, um Kondenswasser zu vermeiden.
Die Haltbarkeit variiert je nach Teesorte: Grüner und weißer Tee sollten innerhalb von 6 bis 12 Monaten verbraucht werden, da sie empfindlicher auf Oxidation reagieren. Schwarzer Tee und Oolong halten bei richtiger Lagerung 1 bis 2 Jahre. Pu-Erh Tee ist eine Ausnahme — er kann wie guter Wein über Jahre oder sogar Jahrzehnte reifen und an Komplexität gewinnen. Kräuter- und Früchtetee bleiben bei sachgemäßer Lagerung 12 bis 24 Monate aromatisch.