Eigentlich sollten sie uns in der kalten Jahreszeit mit ihrem herrlich fruchtigen Duft zu einem gemütlichen Plätzchen locken und uns den Bauch und den ganzen Körper wärmen - Tees. Im Sommer sollten sie uns kalt genossen wunderbar erfrischen und so viel mehr als nur simpler Durstlöscher, wie etwa Wasser, sein. Doch man hört immer wieder von einigen Menschen, dass sie absolut keine Früchtetees trinken können, weil er ihnen zu sauer ist und sie sogar Sodbrennen davon bekommen. Aber kann das wirklich sein? Doch die Betroffenen werden sich ihr Unwohlsein und die körperlichen Beschwerden nach dem Genuss von Früchtetee wohl kaum einbilden? Oder liegt es vielleicht gar nicht am Früchtetee selbst, sondern an irgendetwas, das zeitgleich oder kurz davor oder danach zu sich genommen wird? Allerdings wäre es auch ein sehr sonderbarer Zufall, wenn so viele sich völlig fremde Menschen in Bezug auf Früchtetee die gleiche Angewohnheit hätten, die bei ihnen dann das Sodbrennen auslöst.

Legende oder Wahrheit

Frägt einmal bei Fachleuten, wie etwa Lebensmittelchemiker oder auch ganz einfach bei Herstellern von Früchtetee nach, erhält man sehr schnell die Antwort auf dieses Problem. Dass Früchtetee teilweise sehr sauer ist und damit sogar Sodbrennen verursachen kann, ist nämlich keineswegs nur ein einfacher Mythos, der sich extrem hartnäckig hält und sogar zu eingebildeten Symptomen führt. Die meisten Früchtetees enthalten bekannter Masen relativ große Mengen an Hibiskus. Teilweise sogar mehr als die eigentlich namensgebende Frucht. Die Hibiskusstückchen runden nicht nur das Aroma und den Geschmack des Tees ab, sie verleihen ihm auch noch einen angenehmen Farbton. Etwas, was die meisten Früchte pur als Tee genossen, nicht bieten könnten. Deshalb übernimmt die Malve, wie Hibiskus noch genannt wird, quasi eine Art "Füll-Funktion" und verbessert damit die Qualität des gesamten Tees. Allerdings enthält Hibiskus-Frucht auch recht große Mengen an Säuren. Es dauert zwar eine Weile, bis sich diese im heißen Wasser lösen, nach etwa 5 Minuten allerdings geschieht dies recht schnell und intensiv. Da es wohl kaum einen Früchtetee gibt, den man, auch nach Packungsanweisung, weniger als 10 Minuten ziehen lässt, holen wir damit gleichzeitig sozusagen das Maximum an Säure aus dem Hibiskus. Damit wäre gleichzeitig auch schon die erste Lösungsmöglichkeit vorgezeigt. Lässt man ab sofort seinen Früchtetee nicht mehr länger als 5 Minuten ziehen, wird er wesentlich milder und damit auch magenfreundlicher sein. Doch ist er damit nicht auch weniger intensiv im Geschmack? Unterschiede wird man sicher feststellen, doch das muss ja auch nicht immer unbedingt von Nachteil sein. Besser als Sodbrennen ist ein schwächerer Tee allemal. Doch es gibt auch noch eine weitere Möglichkeit. Die Teehersteller haben sich dieses Problems ebenfalls angenommen und haben Früchtetees entwickelt, die mit wesentlich weniger, oder sogar völlig ohne Hibiskus auskommen. Solche einen Tee kann man dann sogar nicht nur 10, sondern gut und gerne auch 20 bis 30 Minuten ziehen lassen, da die Früchte und ihre Aromen nicht so empfindlich sind. Ideal also, für hektische Tage, an denen man in Mitten des Chaos gerne auch mal schnell vergisst, dass man sich ja eigentlich einen Tee machen wollte und dieser nun schon eine ganze Weile "vor sich hin zieht".

Fazit

Das Gefühl, nach dem Genuss von Früchtetee Sodbrennen zu bekommen, ist also keine Einbildung. Es wäre jedoch schade, wenn man deshalb völlig auf diese leckeren Tees verzichten würde. Am besten macht man sich auf die Suche, nach einem der neuen, milderen Varianten. Diese sind meist auf Dattel-, Bananen-, Birnen- oder Apfelbasis. Ein gut informierter und sortierter Teehändler kann bei diesem Problem sicher nicht nur weiterhelfen, sondern hat garantiert auch gleich mehrere dieser Tees zur Auswahl. Eine weitere Alternative könnte es auch noch sein, sich seinen Früchtetee einfach selbst zu machen. Die gewünschten Früchte können gleich frisch mit heißem Wasser übergossen, oder gründlich getrocknet werden. Auf diesem Weg kann man sogar seiner Fantasie freien Lauf lassen und mit seinen eigenen Früchten Mischungen herstellen. Es gibt also wirklich keinen absoluten Grund, weshalb man auf Früchtetee verzichten müsste. Selbst für den empfindlichsten Magen mit der stärksten Neigung zu Sodbrennen gibt es gleich mehrere Möglichkeiten, Früchtetee schon bald wieder richtig genießen zu können. Und wenn doch, gibt es ja noch Kräutertee, schwarzen oder grünen Tee. Bildnachweis: Früchtetee © alex - Fotolia.com

Historischer Hintergrund

Die Geschichte rund um Früchtetee verursacht Sodbrennen ist eng mit der jahrtausendealten Kulturgeschichte des Tees verwoben. Tee ist mehr als nur ein Getränk — er ist ein Spiegel der Gesellschaften, die ihn kultiviert haben. Von den Nebelbergen Chinas über die Tempelgärten Japans bis zu den kolonialen Teeplantagen Indiens hat jede Epoche ihre eigenen Geschichten hervorgebracht.

Viele der heute bekannten Tee-Mythen haben ihren Ursprung in mündlichen Überlieferungen, die über Generationen weitergegeben wurden. Sie verbinden historische Fakten mit symbolischen Elementen und bieten so einen einzigartigen Einblick in die Denkweise und Werte vergangener Kulturen.

Die Legende im Detail

Diese Erzählung gehört zu den faszinierendsten Geschichten der Teekultur. Wie bei vielen Legenden gibt es verschiedene Versionen, die je nach Region und Erzähltradition variieren. Allen gemeinsam ist die tiefe Wertschätzung für den Tee als Geschenk der Natur und als Bindeglied zwischen Menschen und ihrer Umwelt.

Legenden wie diese erinnern uns daran, dass Tee seit jeher mehr war als ein einfaches Getränk. Er diente als Medium für Meditation, als Zeichen der Gastfreundschaft und als Katalysator für philosophische Gespräche. In vielen asiatischen Kulturen gilt der Tee als Brücke zwischen der materiellen und der spirituellen Welt.

Kulturelle Bedeutung

Die kulturelle Bedeutung von Tee lässt sich kaum überschätzen. In China symbolisiert er Harmonie, Respekt, Reinheit und Stille — die vier Grundpfeiler der Teezeremonie nach dem Philosophen Lu Yu. In Japan wurde die Teezeremonie (Chado, „Weg des Tees") zu einer eigenen Kunstform entwickelt, die buddhistische Prinzipien verkörpert.

In Großbritannien wurde der Nachmittagstee zu einem gesellschaftlichen Ritual, das Klassen überbrückte. In Marokko ist die aufwendige Zubereitung des Minztees ein Akt der Gastfreundschaft. In Russland steht der Samowar für Gemeinschaft und Wärme. Jede Kultur hat ihre eigene Beziehung zum Tee entwickelt, und Geschichten wie diese sind Ausdruck dieser vielschichtigen Verbindung.

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Zubereitung Schritt für Schritt

Die perfekte Tasse beginnt mit der Wahl des richtigen Wassers. Verwenden Sie nach Möglichkeit gefiltertes Leitungswasser oder stilles Mineralwasser mit einem niedrigen Kalkgehalt. Hartes Wasser kann den Geschmack von Tee erheblich beeinträchtigen und einen unangenehmen Film auf der Oberfläche bilden. Die optimale Wasserhärte für Tee liegt zwischen 4 und 8 Grad deutscher Härte.

Wärmen Sie Ihre Teekanne und Tassen vor, indem Sie sie kurz mit heißem Wasser ausspülen. Dieser einfache Schritt sorgt dafür, dass das Aufgusswasser seine optimale Temperatur behält und der Tee gleichmäßig extrahiert wird. Messen Sie die Teemenge sorgfältig ab: Pro 200 ml Wasser empfehlen sich je nach Teesorte 2 bis 5 Gramm Teeblätter. Eine Küchenwaage liefert dabei genauere Ergebnisse als das Augenmaß.

Gießen Sie das Wasser langsam über die Teeblätter und lassen Sie den Aufguss in Ruhe ziehen. Widerstehen Sie der Versuchung, den Teebeutel oder das Teesieb ständig zu bewegen — dies kann unerwünschte Bitterstoffe lösen. Nach der optimalen Ziehzeit entfernen Sie die Teeblätter sofort, um ein Überziehen zu vermeiden. Die Ziehzeit ist der wichtigste Faktor für den Geschmack — schon 30 Sekunden zu viel können einen milden Tee herb und bitter machen.

Kulturelle Bedeutung und Tradition

Früchtetee verursacht Sodbrennen steht in einer langen Tradition, die verschiedene Kulturen und Epochen miteinander verbindet. Tee ist seit Jahrtausenden nicht nur ein Getränk, sondern ein Kulturgut, das Menschen zusammenbringt und zum Innehalten einlädt. In einer Zeit, die von Hektik und Schnelllebigkeit geprägt ist, bietet die Teekultur einen wertvollen Gegenpol.

In der traditionellen chinesischen Kultur steht Tee für die Harmonie zwischen Mensch und Natur. Die japanische Teezeremonie erhebt die Teezubereitung zur meditativen Kunstform. In Großbritannien ist der Afternoon Tea ein gesellschaftliches Ritual, und in Ostfriesland gehört die Teetied zum kulturellen Erbe. Auch in der arabischen Welt ist die Teezubereitung ein Akt der Gastfreundschaft und des Respekts.

Moderne Teekultur verbindet diese Traditionen mit zeitgenössischen Trends. Tee-Sommeliers, spezialisierte Teehäuser und die wachsende Bewegung für bewussten Konsum machen Tee zu einem Thema, das Menschen unterschiedlichster Hintergründe begeistert. Die Beschäftigung mit Tee fördert Achtsamkeit, Geduld und die Wertschätzung für Qualität — Eigenschaften, die in unserer schnelllebigen Zeit wichtiger denn je sind.

Qualität erkennen und richtig einkaufen

Die Qualität von Tee zu beurteilen, erfordert etwas Übung und Wissen. Ein wichtiger erster Anhaltspunkt ist das Erscheinungsbild der trockenen Blätter: Hochwertige Tees bestehen aus ganzen oder großen Blattstücken mit einheitlicher Farbe und Form. Gebrochene, staubige oder ungleichmäßige Blätter deuten auf niedrigere Qualität hin.

Der Duft der trockenen Blätter sollte frisch, klar und einladend sein — niemals muffig, staubig oder künstlich. Beim Aufguss achten Sie auf eine klare, leuchtende Tassenfarbe. Trüber oder matter Tee kann auf Qualitätsmängel oder falsche Lagerung hindeuten. Der Geschmack sollte vielschichtig sein und verschiedene Noten offenbaren — Tiefe und Komplexität sind Zeichen hoher Qualität.

Kaufen Sie Tee vorzugsweise im Fachhandel, wo Sie kompetent beraten werden und die Möglichkeit haben, verschiedene Sorten zu probieren. Online-Teeshops bieten oft eine größere Auswahl und detaillierte Beschreibungen. Achten Sie auf Bio-Zertifizierungen und Fair-Trade-Siegel, die Qualitätsstandards und nachhaltige Produktion gewährleisten. Kaufen Sie lieber kleine Mengen und verbrauchen Sie den Tee innerhalb weniger Monate — Frische ist bei Tee entscheidend.