Grüner Tee ist ein wahres Wundermittel. Im wird nachgesagt erschütze das Herz, helfe den Alterungsprozess zu verlangsamen und stärke auch noch die Immunabwehr. Rund um die Uhr könnte dieser Tee getrunken werden, wäre da nicht der enthaltende Wirkstoff Koffein, den viele Menschen nicht vertragen. Zürcher Forscher entwickelten nun erstmals ein schonendes Verfahren, um das Koffein im Tee herauszufiltern. Die wertvollen Inhalte bleiben dennoch im Tee erhalten. Forscher der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften und dem Teehersteller Infré SA ist eine kleine Sensation gelungen. Sie haben ein neues Verfahren entwickelt, welches das Koffein aus Tee filtert ohne den Verlust von wertvollen Inhaltsstoffen in Kauf zu nehmen. Dies gelingt auf rein natürliche Weise ohne die Hilfe von chemischen Zusätzen wie Lösungsmitteln. Als neues Produkt für seine Teekapseln hat der Hersteller gourmesso.de bereits Interesse an diesem Verfahren gezeigt. Es ist daher nicht unwahrscheinlich, dass auch andere Hersteller dieses Verfahren im Auge behalten werden. Der erste Hersteller, der auf diese Weise entkoffeinierten Tee auf den Markt bringen wird, könnte jedoch der Teehersteller Infré sein, der direkt mit den Forschern zusammenarbeitet. Wie läuft dieses Verfahren ab? Bis vor kurzem gelang es noch nicht dem Tee das Koffein auf natürliche Weise zu entziehen, ohne die Teequalität zu beeinträchtigen. Zahlreiche Methoden wie der Einsatz von Kohlendioxid oder dem natürlichen Lösungsmittel Ethylacetat, erreichten nicht den gewünschten Erfolg. Erst ein mehrstufiges Verfahren auf rein wässriger Basis sowie einem natürlichen Adsorptionsmittel, welches das Koffein im Tee herausfiltert, brachte ein positives Ergebnis. Dafür wurde in der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) eine spezielle Aktivkohle gefunden, die in der Prototyp-Anlage der Hochschule das neue Entkoffeinierungsverfahren möglich machte. Die Teequalität bleibt dabei dieselbe und wertvolle Inhaltsstoffe bleiben erhalten. Bis dieses Verfahren skalierbar und marktreif wird, kann es jedoch noch einige Zeit dauern. Koffein: zu hohe Dosis ist schädlich Koffein aufzunehmen ist in einem gewissen Maß nicht schädlich. Allerdings sollte die Höchstmenge von etwa 5,7 Milligramm Koffein pro Kilogramm Körpergewicht über den Tag verteilt nicht überschritten werden. Der Richtwert einer Einzeldosis liegt bei drei Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht. Die Aufnahme dieses Wirkstoffs erfolgt neben Tee auch über Kaffee, zahlreichen Energydrinks und  Schokolade. Die anregende Wirkung von Koffein hilft ein Leistungstief zu überwinden und wirkt sich auch stimulierend auf die Psyche aus - die Müdigkeit verfliegt und die Konzentrationsfähigkeit wird gesteigert. Koffein kann sogar die Speicherfähigkeit im Gehirn erhöhen. Diese positiven Eigenschaften entfalten sich 15 bis 30 Minuten nach dem Verzehr und halten über einige Stunden an. Sie unterliegen jedoch Schwankungen, da die Wirkung abhängig ist von Alter, Gewicht und individuellen Empfindlichkeiten. Der übermäßige Konsum von Koffein kann der Gesundheit schaden. Laut der EFSA reichen die Folgen von erhöhter Nervosität und Erregbarkeit über Schlaflosigkeit, Schweißausbrüchen bis hin zu Herzrasen. Der permanent erhöhte Verzehr führt zu Herzkreislaufproblemen.

Grüner Tee, ein wahres Wundermittel

Grüner Tee ist eine wohlschmeckende Teevariante, die zugleich noch die Gesundheit fördert. Er beugt gegen zahlreiche, auch sehr ernsthafte Krankheiten vor. Mitunter schützt er vor Herzkrankheiten und Schlaganfällen, indem er den Cholesterin- und Fettstoffwechsel günstig beeinflusst. Durch die Vielzahl an Antioxidantien hilft er das Krebsrisiko zu reduzieren. In Anti-Aging-Produkten ist Grüner Tee ein wichtiger Bestandteil, um den Alterungsprozess zu verlangsamen. Indem er die Haut vor freien Radikalen, welche Falten und Hautalterung verursachen, schützt. Grüner Tee enthält zahlreiche gesundheitsfördernde wertvolle Inhaltsstoffe wie Catechine, die wichtigsten Vertreter sind Epicatechin (EC), Epicatechingallat (ECG), Epigallocatechin (EGC) und Epigallocatechingallat (EGCG). Aminosäuren sind für den besonderen Geschmack verantwortlich, allen voran das Theanin. Die enthaltenen Gerbstoffen lassen den Tee herber schmecken und wirken sich positiv auf den Magen-Darm-Trakt aus. Zu den weiteren Inhaltsstoffen zählen Vitamin A, Vitamin B, Vitamin B2, Calcium, Kalium, Phosphorsäure, Magnesium, Kupfer, Zink, Nickel, Carotine und Fluorid. Es ist daher nicht verwunderlich, dass ein hoher Forschungsaufwand betrieben wird, um diese positiven Eigenschaften des grünen Tees voll ausnutzen zu können und dabei die potentiellen Risiken des Koffeins zu reduzieren.

Hintergrund und Geschichte

Grüner Tee ohne Koffein: ein neues Verfahren macht es möglich — dieses Thema gehört zu den vielfältigen Aspekten der Teewelt, die es zu entdecken gibt. Tee ist weit mehr als ein alltägliches Getränk: Er verbindet Tradition und Moderne, Wissenschaft und Kultur, Genuss und Gesundheit in einzigartiger Weise.

Die Auseinandersetzung mit verschiedenen Facetten des Tees bereichert nicht nur das Wissen, sondern vertieft auch den Genuss. Wer versteht, was in seiner Tasse steckt, trinkt bewusster und genussvoller. In diesem Sinne laden wir Sie ein, sich mit uns auf eine Entdeckungsreise durch die Welt des Tees zu begeben.

Eigenschaften und Besonderheiten

Jede Teesorte und jede Zubereitungsart hat ihre eigenen charakteristischen Eigenschaften. Diese reichen von offensichtlichen Merkmalen wie Farbe, Geschmack und Aroma bis hin zu subtileren Aspekten wie Mundgefühl, Nachhall und Vielschichtigkeit. Ein geschulter Gaumen kann hunderte verschiedener Nuancen unterscheiden.

Die Qualität von Tee wird durch zahlreiche Faktoren bestimmt: Anbaugebiet, Höhenlage, Klima, Bodenbeschaffenheit, Pflückstandard, Verarbeitung und Lagerung. All diese Faktoren ergeben zusammen das einzigartige Profil eines Tees — ähnlich dem Terroir-Konzept beim Wein. Hochwertiger Tee erzählt eine Geschichte von seinem Ursprungsort.

Zubereitung und Genuss

Die richtige Zubereitung ist der Schlüssel zum perfekten Teegenuss. Grundsätzlich gilt: Verwenden Sie frisches, weiches Wasser und achten Sie auf die richtige Temperatur und Ziehzeit. Diese Parameter variieren je nach Teesorte erheblich und haben einen enormen Einfluss auf das Geschmacksergebnis.

Ein guter Tee verdient auch das passende Geschirr. Porzellan, Glas und Keramik sind die besten Materialien für Teekannen und Tassen. Vorwärmen der Kanne verbessert die Temperaturstabilität beim Aufguss. Und vergessen Sie nicht: Tee trinken sollte Freude bereiten — experimentieren Sie mit verschiedenen Zubereitungsmethoden und finden Sie Ihren persönlichen Favoriten.

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Zubereitung Schritt für Schritt

Die perfekte Tasse beginnt mit der Wahl des richtigen Wassers. Verwenden Sie nach Möglichkeit gefiltertes Leitungswasser oder stilles Mineralwasser mit einem niedrigen Kalkgehalt. Hartes Wasser kann den Geschmack von Tee erheblich beeinträchtigen und einen unangenehmen Film auf der Oberfläche bilden. Die optimale Wasserhärte für Tee liegt zwischen 4 und 8 Grad deutscher Härte.

Wärmen Sie Ihre Teekanne und Tassen vor, indem Sie sie kurz mit heißem Wasser ausspülen. Dieser einfache Schritt sorgt dafür, dass das Aufgusswasser seine optimale Temperatur behält und der Tee gleichmäßig extrahiert wird. Messen Sie die Teemenge sorgfältig ab: Pro 200 ml Wasser empfehlen sich je nach Teesorte 2 bis 5 Gramm Teeblätter. Eine Küchenwaage liefert dabei genauere Ergebnisse als das Augenmaß.

Gießen Sie das Wasser langsam über die Teeblätter und lassen Sie den Aufguss in Ruhe ziehen. Widerstehen Sie der Versuchung, den Teebeutel oder das Teesieb ständig zu bewegen — dies kann unerwünschte Bitterstoffe lösen. Nach der optimalen Ziehzeit entfernen Sie die Teeblätter sofort, um ein Überziehen zu vermeiden. Die Ziehzeit ist der wichtigste Faktor für den Geschmack — schon 30 Sekunden zu viel können einen milden Tee herb und bitter machen.

Kulturelle Bedeutung und Tradition

Grüner ohne Koffein steht in einer langen Tradition, die verschiedene Kulturen und Epochen miteinander verbindet. Tee ist seit Jahrtausenden nicht nur ein Getränk, sondern ein Kulturgut, das Menschen zusammenbringt und zum Innehalten einlädt. In einer Zeit, die von Hektik und Schnelllebigkeit geprägt ist, bietet die Teekultur einen wertvollen Gegenpol.

In der traditionellen chinesischen Kultur steht Tee für die Harmonie zwischen Mensch und Natur. Die japanische Teezeremonie erhebt die Teezubereitung zur meditativen Kunstform. In Großbritannien ist der Afternoon Tea ein gesellschaftliches Ritual, und in Ostfriesland gehört die Teetied zum kulturellen Erbe. Auch in der arabischen Welt ist die Teezubereitung ein Akt der Gastfreundschaft und des Respekts.

Moderne Teekultur verbindet diese Traditionen mit zeitgenössischen Trends. Tee-Sommeliers, spezialisierte Teehäuser und die wachsende Bewegung für bewussten Konsum machen Tee zu einem Thema, das Menschen unterschiedlichster Hintergründe begeistert. Die Beschäftigung mit Tee fördert Achtsamkeit, Geduld und die Wertschätzung für Qualität — Eigenschaften, die in unserer schnelllebigen Zeit wichtiger denn je sind.

Qualität erkennen und richtig einkaufen

Die Qualität von Tee zu beurteilen, erfordert etwas Übung und Wissen. Ein wichtiger erster Anhaltspunkt ist das Erscheinungsbild der trockenen Blätter: Hochwertige Tees bestehen aus ganzen oder großen Blattstücken mit einheitlicher Farbe und Form. Gebrochene, staubige oder ungleichmäßige Blätter deuten auf niedrigere Qualität hin.

Der Duft der trockenen Blätter sollte frisch, klar und einladend sein — niemals muffig, staubig oder künstlich. Beim Aufguss achten Sie auf eine klare, leuchtende Tassenfarbe. Trüber oder matter Tee kann auf Qualitätsmängel oder falsche Lagerung hindeuten. Der Geschmack sollte vielschichtig sein und verschiedene Noten offenbaren — Tiefe und Komplexität sind Zeichen hoher Qualität.

Kaufen Sie Tee vorzugsweise im Fachhandel, wo Sie kompetent beraten werden und die Möglichkeit haben, verschiedene Sorten zu probieren. Online-Teeshops bieten oft eine größere Auswahl und detaillierte Beschreibungen. Achten Sie auf Bio-Zertifizierungen und Fair-Trade-Siegel, die Qualitätsstandards und nachhaltige Produktion gewährleisten. Kaufen Sie lieber kleine Mengen und verbrauchen Sie den Tee innerhalb weniger Monate — Frische ist bei Tee entscheidend.

Richtige Lagerung für optimales Aroma

Die richtige Lagerung ist entscheidend dafür, dass Ihr Tee sein volles Aroma bewahrt. Die vier größten Feinde des Tees sind Licht, Luft, Feuchtigkeit und Fremdgerüche. Bewahren Sie Tee daher stets in luftdichten, lichtundurchlässigen Behältern auf — ideal sind Dosen aus Zinn, Keramik oder dunklem Glas.

Vermeiden Sie die Aufbewahrung in der Nähe von stark riechenden Lebensmitteln wie Gewürzen, Kaffee oder Knoblauch, da Tee fremde Gerüche leicht aufnimmt. Ein kühler, trockener Ort mit konstanter Temperatur — etwa ein Küchenschrank abseits von Herd und Spüle — ist der ideale Lagerplatz. Im Kühlschrank sollte Tee nur in absolut luftdichten Behältern gelagert werden, um Kondenswasser zu vermeiden.

Die Haltbarkeit variiert je nach Teesorte: Grüner und weißer Tee sollten innerhalb von 6 bis 12 Monaten verbraucht werden, da sie empfindlicher auf Oxidation reagieren. Schwarzer Tee und Oolong halten bei richtiger Lagerung 1 bis 2 Jahre. Pu-Erh Tee ist eine Ausnahme — er kann wie guter Wein über Jahre oder sogar Jahrzehnte reifen und an Komplexität gewinnen. Kräuter- und Früchtetee bleiben bei sachgemäßer Lagerung 12 bis 24 Monate aromatisch.