Grüner Tee aus China ist schon seit einer gewissen Zeit bei uns weit verbreitet und in nahezu jedem Supermarkt zum Teil auch recht günstig zu haben. In mehr oder weniger regelmäßigen Abständen erscheinen Artikel, Pressemeldungen oder ähnliches, die über neueste Erkenntnisse berichten, welch positiven Einflüsse der Genuss von grünem Tee auf unsere Gesundheit hat. Kein Wunder also, dass es neben der Gruppe der Teeliebhaber, die grünen Tee bereits seit Jahren lieben, schätzen und vor allem auch kennen, immer wieder Menschen gibt, die diese Teeart zum ersten Mal probieren. Gerade aus diesem Personenkreis hört man immer wieder, dass grüner Tee sehr bitter sei. Nahezu ebenso häufig wird das dann von anderen "Grüntee Neulingen" mit dem Tipp beantwortet, man solle den ersten Aufguss verwerfen. Begründet wird dies damit, dass sich beim ersten Aufguss überwiegend die Bitterstoffe lösen und erst bei weiteren Aufgüssen die übrigen Inhaltsstoffe des Tees zum Zuge kämen.

Legende oder Wahrheit

Teekennern und vor allem jahrelangen Anhänger der zahlreichen verschiedenen grünen Tees dürfte angesichts solcher Aussagen und Ratschläge ein kalter Schauer über den Rücken laufen. Und das gleich aus mehrfachem Grund. Es stimmt, dass die Bitterstoffe zu denjenigen gehören, die sich besonders leicht und schnell im Wasser lösen. Allerdings sind auch bereits im ersten Aufguss zahlreiche der gesundheitlich wertvollsten und durchaus auch der schmackhaftesten Inhaltsstoffe des Tees zu finden. Diesen ersten Aufguss zu verwerfen, käme also fast schon einem Frevel gleich. Davon abgesehen lässt sich die Löslichkeit der Bitterstoffe durchaus bis zu einem gewissen Grad durch die entsprechende Zubereitung steuern. Meist wird nämlich schlicht und einfach viel zu heißes Wasser verwendet. Bereits wenige Grad Temperaturunterschied führen dazu, dass überwiegend die Bitterstoffe aus den Teeblättern gewaschen werden und einen eigentlich schmackhaften Tee damit leider ungenießbar machen. Ein weiterer, leider ebenso allzu häufiger Fehler ist die Ziehdauer. Wenn man bisher meist eher ein klassischer Früchtetee-Trinker war und Ziehzeiten von 10 Minuten und mehr gewohnt ist, scheint es schwer vorstellbar, dass bereits nach zwei, drei Minuten tatsächlich nicht nur etwas Farbe, sondern auch ausreichend Geschmack im Teewasser enthalten sein soll. Doch je länger man solch einen grünen Tee ziehen lässt, umso bitterer wird er. Des Weiteren ist es auch absolut Sortenabhängig, wie hoch der maximale Gehalt an Bitterstoffen in grünem Tee ist. Es gibt den Matcha, Bancha, Gyokuro, Sencha und viele andere Arten vom grünen Tee. Mit etwas guter Beratung und Fachkenntnis lassen sich durchaus einige grüne Tees finden, die überaus mild im Geschmack sind und selbst Einsteigern in Sachen grünen Tee Lust auf mehr machen. Empfehlenswert wäre hier beispielsweise ein White Monkey Pekoe oder ein Snow Bud. An Sorten wie etwa Cun Mee dagegen oder auch einen Gunpowder, sollte man sich besser erst heranwagen, wenn man etwas mehr Erfahrungen in Sachen grüner Tee hat und den charakteristischen Geschmack schon etwas gewöhnt ist.

Fazit

Sicher ist es wohl etwas günstiger, wenn man sich einfach "mal eben" beim Einkauf im Supermarkt auch noch ein Päckchen grünen Tee mitnimmt. Vor allem diejenigen, die damit in erster Linie ihrer Gesundheit etwas Gutes tun möchten, ansonsten aber noch nicht allzu viel über diese Teeart wissen, werden das ganz selbstverständlich so machen. Doch gerade als Neuling sollte man in diesem Falle nicht die Mühen scheuen und einen Teeladen aufsuchen. Dort sollte man sich ausführlich beraten lassen. Ein guter Teehändler wird dann nicht nur einen Gesundheitsfördernden Tee auswählen, sondern auch Sorten vorschlagen, die im Geschmack möglichst mild sind. Vielleicht führt er sogar einen grünen Tee, dessen Geschmack und Aroma den bisher gerne getrunkenen Tees ähnlich ist. Möglicherweise bietet er sogar eine Verkostung einiger Sorten an. Die Gruppe der grünen Tees hat eine unbeschreibliche Vielfalt zu bieten, die Aromen decken dabei von mild und blumig über süß und fruchtig bis hin zu frisch und würzig alle nur vorstellbaren Nuancen ab. So gesehen gibt es eigentlich für jeden einen grünen Tee, der der absolute Lieblingstee werden könnte. Diesen wird man allerdings nur dann finden, wenn man sich zumindest ein kleinwenig auf diese Teeart einlässt. bereit ist zu lernen und nicht einfach nur eine Packung mit der Aufschrift "Grüner Tee" kauft. Dabei muss die Supermarktware nicht automatisch von schlechter Qualität sein, als Einsteiger wird man allerdings die überwältigende Bandbreite der Geschmackserlebnisse nur dann kennenlernen, wenn man auch nach der ersten Tasse noch Lust auf mehr hat. Bei bitterem Geschmack allerdings schwer vorstellbar. Am besten eignet sich loser Tee, den man online oder in Teehäusern kaufen kann. Grüner Tee regt auch den Stoffwechsel an, hält fit und wird oft als ein essentieller Teil seiner täglichen Ernährung gesehen. Nach der Studie von Stiftung Warentest schneiden die meisten Grüntee Sorten mit guten Ergebnissen ab. Nach dem Skandal über Giftstoffe im Tee, hat sich herausgestellt das es bestimmte Stoffe in der Pflanze gibt die zu unangenehmen Nachwirkungen führen können. Trotzdem sollte man nicht vergessen das Tee dem Körper gut tut und Vitamin enthält. Deswegen sollte man auf die Qualität und die tägliche Verzehrmenge des Tees achten. Bildnachweis: Grüner Tee © slavson - Fotolia.com

Historischer Hintergrund

Die Geschichte rund um Grüner Tee extrem ist eng mit der jahrtausendealten Kulturgeschichte des Tees verwoben. Tee ist mehr als nur ein Getränk — er ist ein Spiegel der Gesellschaften, die ihn kultiviert haben. Von den Nebelbergen Chinas über die Tempelgärten Japans bis zu den kolonialen Teeplantagen Indiens hat jede Epoche ihre eigenen Geschichten hervorgebracht.

Viele der heute bekannten Tee-Mythen haben ihren Ursprung in mündlichen Überlieferungen, die über Generationen weitergegeben wurden. Sie verbinden historische Fakten mit symbolischen Elementen und bieten so einen einzigartigen Einblick in die Denkweise und Werte vergangener Kulturen.

Die Legende im Detail

Diese Erzählung gehört zu den faszinierendsten Geschichten der Teekultur. Wie bei vielen Legenden gibt es verschiedene Versionen, die je nach Region und Erzähltradition variieren. Allen gemeinsam ist die tiefe Wertschätzung für den Tee als Geschenk der Natur und als Bindeglied zwischen Menschen und ihrer Umwelt.

Legenden wie diese erinnern uns daran, dass Tee seit jeher mehr war als ein einfaches Getränk. Er diente als Medium für Meditation, als Zeichen der Gastfreundschaft und als Katalysator für philosophische Gespräche. In vielen asiatischen Kulturen gilt der Tee als Brücke zwischen der materiellen und der spirituellen Welt.

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Zubereitung Schritt für Schritt

Die perfekte Tasse beginnt mit der Wahl des richtigen Wassers. Verwenden Sie nach Möglichkeit gefiltertes Leitungswasser oder stilles Mineralwasser mit einem niedrigen Kalkgehalt. Hartes Wasser kann den Geschmack von Tee erheblich beeinträchtigen und einen unangenehmen Film auf der Oberfläche bilden. Die optimale Wasserhärte für Tee liegt zwischen 4 und 8 Grad deutscher Härte.

Wärmen Sie Ihre Teekanne und Tassen vor, indem Sie sie kurz mit heißem Wasser ausspülen. Dieser einfache Schritt sorgt dafür, dass das Aufgusswasser seine optimale Temperatur behält und der Tee gleichmäßig extrahiert wird. Messen Sie die Teemenge sorgfältig ab: Pro 200 ml Wasser empfehlen sich je nach Teesorte 2 bis 5 Gramm Teeblätter. Eine Küchenwaage liefert dabei genauere Ergebnisse als das Augenmaß.

Gießen Sie das Wasser langsam über die Teeblätter und lassen Sie den Aufguss in Ruhe ziehen. Widerstehen Sie der Versuchung, den Teebeutel oder das Teesieb ständig zu bewegen — dies kann unerwünschte Bitterstoffe lösen. Nach der optimalen Ziehzeit entfernen Sie die Teeblätter sofort, um ein Überziehen zu vermeiden. Die Ziehzeit ist der wichtigste Faktor für den Geschmack — schon 30 Sekunden zu viel können einen milden Tee herb und bitter machen.

Kulturelle Bedeutung und Tradition

Grüner extrem bitter steht in einer langen Tradition, die verschiedene Kulturen und Epochen miteinander verbindet. Tee ist seit Jahrtausenden nicht nur ein Getränk, sondern ein Kulturgut, das Menschen zusammenbringt und zum Innehalten einlädt. In einer Zeit, die von Hektik und Schnelllebigkeit geprägt ist, bietet die Teekultur einen wertvollen Gegenpol.

In der traditionellen chinesischen Kultur steht Tee für die Harmonie zwischen Mensch und Natur. Die japanische Teezeremonie erhebt die Teezubereitung zur meditativen Kunstform. In Großbritannien ist der Afternoon Tea ein gesellschaftliches Ritual, und in Ostfriesland gehört die Teetied zum kulturellen Erbe. Auch in der arabischen Welt ist die Teezubereitung ein Akt der Gastfreundschaft und des Respekts.

Moderne Teekultur verbindet diese Traditionen mit zeitgenössischen Trends. Tee-Sommeliers, spezialisierte Teehäuser und die wachsende Bewegung für bewussten Konsum machen Tee zu einem Thema, das Menschen unterschiedlichster Hintergründe begeistert. Die Beschäftigung mit Tee fördert Achtsamkeit, Geduld und die Wertschätzung für Qualität — Eigenschaften, die in unserer schnelllebigen Zeit wichtiger denn je sind.

Qualität erkennen und richtig einkaufen

Die Qualität von Tee zu beurteilen, erfordert etwas Übung und Wissen. Ein wichtiger erster Anhaltspunkt ist das Erscheinungsbild der trockenen Blätter: Hochwertige Tees bestehen aus ganzen oder großen Blattstücken mit einheitlicher Farbe und Form. Gebrochene, staubige oder ungleichmäßige Blätter deuten auf niedrigere Qualität hin.

Der Duft der trockenen Blätter sollte frisch, klar und einladend sein — niemals muffig, staubig oder künstlich. Beim Aufguss achten Sie auf eine klare, leuchtende Tassenfarbe. Trüber oder matter Tee kann auf Qualitätsmängel oder falsche Lagerung hindeuten. Der Geschmack sollte vielschichtig sein und verschiedene Noten offenbaren — Tiefe und Komplexität sind Zeichen hoher Qualität.

Kaufen Sie Tee vorzugsweise im Fachhandel, wo Sie kompetent beraten werden und die Möglichkeit haben, verschiedene Sorten zu probieren. Online-Teeshops bieten oft eine größere Auswahl und detaillierte Beschreibungen. Achten Sie auf Bio-Zertifizierungen und Fair-Trade-Siegel, die Qualitätsstandards und nachhaltige Produktion gewährleisten. Kaufen Sie lieber kleine Mengen und verbrauchen Sie den Tee innerhalb weniger Monate — Frische ist bei Tee entscheidend.