Grüner Tee ist gesund. Daran dürfte wohl so langsam niemand mehr ernsthafte Zweifel haben. Olivenöl ist ebenfalls gesund. Auch das hat sich inzwischen in den Kreisen von Hobbyköchen und gesundheitsbewussten Hausfrauen herumgesprochen. Und wissenschaftliche Studien die sich mit unserer Ernährung und Gesundheit befassen, kommen immer wieder zu dem Ergebnis, dass sich, die Wirkungen auf unseren Körper betrachtet, Olivenöl und grüner Tee eigentlich ideal ergänzen. Dort, wo das Öl nicht greift, wirkt der Tee und umgekehrt. Und in einigen Punkten unterstützen sie sich sogar perfekt und verstärken ihren positiven Effekt oft um ein Vielfaches. So weit, so gut. Doch mal ehrlich, wie oft nehmen wir grünen Tee und Olivenöl gleichzeitig zu uns? In Asien ist es durchaus üblich, zum Essen Tee zu trinken. Bei uns jedoch, ist das eher die Ausnahme. Tee wird bei uns meist zum Frühstück getrunken, ansonsten gilt er mehr als „Zwischendurch-Getränk“, zum dem bestenfalls etwas Gebäck oder was Süßes gegessen wird.

Die grüne Revolution in der Küche

Doch in die Kochszene kommt Bewegung, eine „grüne Revolution“ tut sich auf. Was in Asien längst schon mehr oder weniger Alltag ist, nämlich Tee ganz bewusst und mindestens ebenso selbstverständlich als Gewürz bei der Speisenzubereitung zu verwenden, findet jetzt auch bei uns immer mehr Anhänger. Nicht nur Teeseiten im Internet, auch immer mehr Kochblogs geben Tipps und Tricks und verraten, wie man mit ganz raffinierten Rezepten und grünem Tee als „Geheimzutat“ ganz wunderbare Gericht zaubern kann. Und das tolle dabei ist, dass es überhaupt keine Rolle spielt, ob süß oder sauer, Dessert oder deftig, selbst Suppen erhalten mit grünem Tee eine ganz besondere Note. Den größten Bekanntheitsgrad in Sachen Grüntee-Gewürz dürfte derzeit das sogenannte „Matcha Salz“ genießen. Man kann es bereits in gut sortierten Lebensmittelläden kaufen, es spricht aber auch nichts dagegen, sich sein Salz täglich ganz nach Bedarf frisch mit Matcha anzumischen. Das man dabei Wert auf eine entsprechende Qualität des Tees legen sollte, versteht sich von selbst.

Das neue Dreamteam in der Küche

Aber auch Olivenöl muss nicht immer nur nach Oliven schmecken. Längst kennen wir das beliebte Öl beispielsweise auch mit einer zarten Zitronennote oder mit einer scharfen Chili Komponente. Und auch grüner Tee harmoniert bestens. Alles, was man dazu braucht, ist ein qualitativ hochwertiges Olivenöl mit einem kräftigen Eigengeschmack. Anderenfalls würde man im Endprodukt von den Oliven nicht mehr viel schmecken. Nun sucht man sich einen leckeren grünen Tee, zerstößt einfach ein paar Blätter davon und vermischt diese mit dem Öl. Am besten verwendet man dazu einen Mörser und nimmt erst einmal nicht zu viele Blätter. Wer den Teegeschmack lieber intensiver mag, kann immer noch etwas mehr dazu geben. Andersherum wird es dagegen schwer. Wer möchte, verleiht dem Tee-Öl-Gemisch mit etwas abgeriebener Zitronenschale eine erfrischende Note. Und die ganz experimentierfreudigen mischen noch weiter Kräuter dazu. So kann man auf ganz einfache und simple Weise sein ganz eigenes und individuelles Lieblings-Öl anmischen. Jetzt einfach ein leckeres Steak oder ein zartes Fischfilet darin anbraten, garantiert haut jeder Hobby-Koch seine Gäste damit von den Stühlen. So eine Gewürzmischung ist garantiert einmalig und den grünen Tee wird kaum jemand als Zutat erraten.

Fazit

Zum einen bieten grüner Tee und Olivenöl ein wunderbares Geschmackserlebnis. Ob Sencha,Shincha oder Bancha als Grüntee Sorte, alle haben etwas besonderes an sich. Zum anderen einen enormen Vorteil für unsere Gesundheit. Nicht nur, dass die beiden gegenseitig ihre Aromen verstärken und diese kombiniert intensiver schmecken. Auch der positive Effekt, beispielsweise was unsere Blutfettwerte betrifft, vervielfachen sich dank dieser Kombination. Es gibt sogar bereits eine wissenschaftliche Studie, die eindrucksvoll belegt, dass ein Grüntee-Olivenöl-Gemisch im Vergleich zum reinen Olivenöl bei den Probanden signifikant bessere Ergebnisse liefert. Und der gute Geschmack sollte auch noch erwähnt werden. Mehr gute Gründe für etwas Neues in der Küche kann man kaum finden. Grüntee außerhalb der Teetasse bringt Abwechslung, weckt die Experimentierfreude, schmeckt und ist zudem gesund. Bildnachweis: Grüntee  © Thinkstock: iStockphoto

Hintergrund und Geschichte

Grüntee und Olivenöl - das neue Dreamteam — dieses Thema gehört zu den vielfältigen Aspekten der Teewelt, die es zu entdecken gibt. Tee ist weit mehr als ein alltägliches Getränk: Er verbindet Tradition und Moderne, Wissenschaft und Kultur, Genuss und Gesundheit in einzigartiger Weise.

Die Auseinandersetzung mit verschiedenen Facetten des Tees bereichert nicht nur das Wissen, sondern vertieft auch den Genuss. Wer versteht, was in seiner Tasse steckt, trinkt bewusster und genussvoller. In diesem Sinne laden wir Sie ein, sich mit uns auf eine Entdeckungsreise durch die Welt des Tees zu begeben.

Eigenschaften und Besonderheiten

Jede Teesorte und jede Zubereitungsart hat ihre eigenen charakteristischen Eigenschaften. Diese reichen von offensichtlichen Merkmalen wie Farbe, Geschmack und Aroma bis hin zu subtileren Aspekten wie Mundgefühl, Nachhall und Vielschichtigkeit. Ein geschulter Gaumen kann hunderte verschiedener Nuancen unterscheiden.

Die Qualität von Tee wird durch zahlreiche Faktoren bestimmt: Anbaugebiet, Höhenlage, Klima, Bodenbeschaffenheit, Pflückstandard, Verarbeitung und Lagerung. All diese Faktoren ergeben zusammen das einzigartige Profil eines Tees — ähnlich dem Terroir-Konzept beim Wein. Hochwertiger Tee erzählt eine Geschichte von seinem Ursprungsort.

Zubereitung und Genuss

Die richtige Zubereitung ist der Schlüssel zum perfekten Teegenuss. Grundsätzlich gilt: Verwenden Sie frisches, weiches Wasser und achten Sie auf die richtige Temperatur und Ziehzeit. Diese Parameter variieren je nach Teesorte erheblich und haben einen enormen Einfluss auf das Geschmacksergebnis.

Ein guter Tee verdient auch das passende Geschirr. Porzellan, Glas und Keramik sind die besten Materialien für Teekannen und Tassen. Vorwärmen der Kanne verbessert die Temperaturstabilität beim Aufguss. Und vergessen Sie nicht: Tee trinken sollte Freude bereiten — experimentieren Sie mit verschiedenen Zubereitungsmethoden und finden Sie Ihren persönlichen Favoriten.

Verwandte Artikel

Entdecken Sie weitere interessante Beiträge zu diesem Thema:

Zubereitung Schritt für Schritt

Die perfekte Tasse beginnt mit der Wahl des richtigen Wassers. Verwenden Sie nach Möglichkeit gefiltertes Leitungswasser oder stilles Mineralwasser mit einem niedrigen Kalkgehalt. Hartes Wasser kann den Geschmack von Tee erheblich beeinträchtigen und einen unangenehmen Film auf der Oberfläche bilden. Die optimale Wasserhärte für Tee liegt zwischen 4 und 8 Grad deutscher Härte.

Wärmen Sie Ihre Teekanne und Tassen vor, indem Sie sie kurz mit heißem Wasser ausspülen. Dieser einfache Schritt sorgt dafür, dass das Aufgusswasser seine optimale Temperatur behält und der Tee gleichmäßig extrahiert wird. Messen Sie die Teemenge sorgfältig ab: Pro 200 ml Wasser empfehlen sich je nach Teesorte 2 bis 5 Gramm Teeblätter. Eine Küchenwaage liefert dabei genauere Ergebnisse als das Augenmaß.

Gießen Sie das Wasser langsam über die Teeblätter und lassen Sie den Aufguss in Ruhe ziehen. Widerstehen Sie der Versuchung, den Teebeutel oder das Teesieb ständig zu bewegen — dies kann unerwünschte Bitterstoffe lösen. Nach der optimalen Ziehzeit entfernen Sie die Teeblätter sofort, um ein Überziehen zu vermeiden. Die Ziehzeit ist der wichtigste Faktor für den Geschmack — schon 30 Sekunden zu viel können einen milden Tee herb und bitter machen.

Kulturelle Bedeutung und Tradition

Grüntee Olivenöl neue steht in einer langen Tradition, die verschiedene Kulturen und Epochen miteinander verbindet. Tee ist seit Jahrtausenden nicht nur ein Getränk, sondern ein Kulturgut, das Menschen zusammenbringt und zum Innehalten einlädt. In einer Zeit, die von Hektik und Schnelllebigkeit geprägt ist, bietet die Teekultur einen wertvollen Gegenpol.

In der traditionellen chinesischen Kultur steht Tee für die Harmonie zwischen Mensch und Natur. Die japanische Teezeremonie erhebt die Teezubereitung zur meditativen Kunstform. In Großbritannien ist der Afternoon Tea ein gesellschaftliches Ritual, und in Ostfriesland gehört die Teetied zum kulturellen Erbe. Auch in der arabischen Welt ist die Teezubereitung ein Akt der Gastfreundschaft und des Respekts.

Moderne Teekultur verbindet diese Traditionen mit zeitgenössischen Trends. Tee-Sommeliers, spezialisierte Teehäuser und die wachsende Bewegung für bewussten Konsum machen Tee zu einem Thema, das Menschen unterschiedlichster Hintergründe begeistert. Die Beschäftigung mit Tee fördert Achtsamkeit, Geduld und die Wertschätzung für Qualität — Eigenschaften, die in unserer schnelllebigen Zeit wichtiger denn je sind.

Qualität erkennen und richtig einkaufen

Die Qualität von Tee zu beurteilen, erfordert etwas Übung und Wissen. Ein wichtiger erster Anhaltspunkt ist das Erscheinungsbild der trockenen Blätter: Hochwertige Tees bestehen aus ganzen oder großen Blattstücken mit einheitlicher Farbe und Form. Gebrochene, staubige oder ungleichmäßige Blätter deuten auf niedrigere Qualität hin.

Der Duft der trockenen Blätter sollte frisch, klar und einladend sein — niemals muffig, staubig oder künstlich. Beim Aufguss achten Sie auf eine klare, leuchtende Tassenfarbe. Trüber oder matter Tee kann auf Qualitätsmängel oder falsche Lagerung hindeuten. Der Geschmack sollte vielschichtig sein und verschiedene Noten offenbaren — Tiefe und Komplexität sind Zeichen hoher Qualität.

Kaufen Sie Tee vorzugsweise im Fachhandel, wo Sie kompetent beraten werden und die Möglichkeit haben, verschiedene Sorten zu probieren. Online-Teeshops bieten oft eine größere Auswahl und detaillierte Beschreibungen. Achten Sie auf Bio-Zertifizierungen und Fair-Trade-Siegel, die Qualitätsstandards und nachhaltige Produktion gewährleisten. Kaufen Sie lieber kleine Mengen und verbrauchen Sie den Tee innerhalb weniger Monate — Frische ist bei Tee entscheidend.

Richtige Lagerung für optimales Aroma

Die richtige Lagerung ist entscheidend dafür, dass Ihr Tee sein volles Aroma bewahrt. Die vier größten Feinde des Tees sind Licht, Luft, Feuchtigkeit und Fremdgerüche. Bewahren Sie Tee daher stets in luftdichten, lichtundurchlässigen Behältern auf — ideal sind Dosen aus Zinn, Keramik oder dunklem Glas.

Vermeiden Sie die Aufbewahrung in der Nähe von stark riechenden Lebensmitteln wie Gewürzen, Kaffee oder Knoblauch, da Tee fremde Gerüche leicht aufnimmt. Ein kühler, trockener Ort mit konstanter Temperatur — etwa ein Küchenschrank abseits von Herd und Spüle — ist der ideale Lagerplatz. Im Kühlschrank sollte Tee nur in absolut luftdichten Behältern gelagert werden, um Kondenswasser zu vermeiden.

Die Haltbarkeit variiert je nach Teesorte: Grüner und weißer Tee sollten innerhalb von 6 bis 12 Monaten verbraucht werden, da sie empfindlicher auf Oxidation reagieren. Schwarzer Tee und Oolong halten bei richtiger Lagerung 1 bis 2 Jahre. Pu-Erh Tee ist eine Ausnahme — er kann wie guter Wein über Jahre oder sogar Jahrzehnte reifen und an Komplexität gewinnen. Kräuter- und Früchtetee bleiben bei sachgemäßer Lagerung 12 bis 24 Monate aromatisch.