Inhaltsstoffe
Hōjicha hebt sich, was die Inhaltsstoffe betrifft, vor allem durch seinen äußerst geringen Gehalt an Koffein, von anderen Sorten ab. Deshalb kann dieser Tee auch spät abends noch ohne Probleme getrunken werden und auch Menschen mit Magenproblemen können ohne weiteres größere Mengen davon trinken, da ihn die geringe Konzentration an Koffein sehr bekömmlich macht. Ansonsten gibt es keine nennenswerten Unterschiede. Auch bei Hōjicha profitiert man also von Pflanzenstoffen, die sowohl Immun-, als auch Verdauungssystem stärken.Anbaugebiete
Wie viele der anderen Grünteesorten auch, spielt Hōjicha eigentlich nur in Japan eine Rolle. Da er in Kyoto erfunden wurde, wird er auch hauptsächlich in der Region um diese japanische Großstadt produziert. Als Ausgangsstoff wird häufig Bancha verwendet. Es gibt aber auch Hōjicha Tee, der etwa aus Sencha hergestellt wurde. Prinzipiell ist es also möglich, dass diese Besonderheit überall dort hergestellt wird, wo es auch anderen Grüntee gibt. Ob Oolong, Grüntee, Matcha oder andere Sorten, jeder dieser Sorten hat seinen eigenen charakteristischen Geschmack.Herstellung
Ausgangsmaterial für den Hōjicha sind entweder Bancha- bzw. Sencha-Blätter, die von minderer Qualität sind und deshalb nach der Ernte aussortiert werden. Dies trifft beispielsweise auf besonders große Blätter zu. Aber auch die Teeblätter, zu einem sehr späten Zeitpunkt im Jahr geerntet werden, werden gerne zu Hōjicha weiterverarbeitet. Das Herstellungsverfahren ist zunächst mit dem anderer Grünteesorten identisch. Allerdings werden die Blätter für den Hōjicha nach dem Rollen bei recht hohen Temperaturen geröstet, bis sie eine gleichmäßige braune Farbe angenommen und ein leicht nussiges Aroma entwickelt haben.Fazit
Dank seines verschwindend geringen Koffeingehalts eignet sich Hōjicha als perfektes Alltagsgetränk. Egal ob noch ein Säugling, oder bereits ein älterer Mensch, der seinen Magen schonen muss, Hōjicha kann bedenkenlos von allen getrunken werden, selbst abends. Aus diesem Grund wird Hōjicha meist in japanischen Restaurants serviert, im Sommer gerne auch extra gekühlt. Auch, wenn der Geschmack absolut nicht typisch ist für einen grünen Tee, mit Hōjicha zeigt diese Teeart einmal mehr, wie unbeschreiblich groß die Vielfalt und Möglichkeiten in Sachen Aroma und Geschmack sind.Bildnachweis: Hōjicha - © sahua d - Fotolia.comVerwandte Artikel
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