Legende oder Wahrheit?
Bei Beduinenvölkern, die nicht nur ab und zu mal durch die Wüsten ziehen, sondern wirklich ihr ganzes Leben in den heißesten Regionen unseres Planeten verbringen, fällt bei den Trinkgewohnheiten schnell etwas auf. Hier wird tatsächlich in erster Linie warmer Tee getrunken, zudem grundsätzlich stark gezuckerter Tee. Der Zucker erleichtert dem Körper die Aufnahme der Flüssigkeit, der Tee selbst ist in der Regel aus Pfefferminze, also ein Kräutertee mit kühlender Wirkung. Dagegen wird man wohl nie ein Mitglied eines Beduinenstammes mit einem Glas mit Eiswürfeln im Getränk beobachten. Und auch hierzulande kommt es hin und wieder zu einem regelrechten Kreislaufkollaps, weil überhitzte Menschen ihren Organismus mit im wahrsten Sinne des Wortes eiskalten Getränken regelrecht geschockt haben. Haben wir erst einmal stundenlang vor uns hin geschwitzt und trinken dann hastig große Mengen viel zu kalter Getränke, überfordern wir unseren Kreislauf damit schlicht und einfach. Sicher muss man zugeben, dass die Lebensbedingungen und das Wetter in der Zone von Wüstenbeduinen ganz anders ist, als bei uns. Und wenn wir einmal ganz bewusst über unser Trinkverhalten nachdenken, müssen einige von uns ehrlich zugeben, dass sie meistens zu wenig trinken. Im Sommer, bei heißen Temperaturen rächt sich dies dann aber recht schnell. Irgendwann sind wir regelrecht ausgetrocknet und kippen viel zu schnell zu große Mengen Flüssigkeit in uns hinein. Schon das alleine belastet den Organismus schwer. Trinkt man ca. zwei Liter über den ganzen Tag verteilt, ist das wesentlich besser, als die gleiche Menge innerhalb nur weniger Stunden.Fazit
Die Temperaturen in den Wüsten sind sicher noch einmal etwas ganz anderes, als bei uns, selbst in den Sommermonaten. Schon allein die Grundtemperaturen liegen bei uns um einiges niedriger. Nachvollziehbar, dass viele bei uns sich nicht wohlfühlen, wenn sie im Sommer warmen Tee trinken sollen. Kalt oder warm, wie man Flüssigkeit zu sich nimmt, entscheidet über den Kühleffekt. Es spricht prinzipiell auch nichts dagegen, leicht gekühlte Getränke zu genießen. Man sollte dabei aber unbedingt darauf achten, dass sie nicht zu stark gekühlt sind und das man wirklich regelmäßig trinkt. leicht warmes Wasser oder warmer Tee eignen sich bestens zum nachhaltigem Erfrischen. Dazu sollte man vielleicht wissen, dass Durst bereist ein Symptom für Flüssigkeitsmangel für den Körpers ist, der aus mangelnder Ernährung einhergeht. Am besten trinkt man also schon längst bevor Durst überhaupt entsteht. Und wer meint, er könne gar nicht so viel trinken, wie empfohlen oder hätte gar nicht die Zeit dazu, dem soll gesagt sein, dass man sich das mit etwas gutem Willen durchaus antrainieren kann. Als "Anfänger" stellt man sich dazu einfach die tägliche Trinkmenge auf einmal bereit und nimmt sich vor, dass diese bis zum Abend leergetrunken ist. Kleinere Mengen davon stellt man sich idealer Weise in Sicht- und Reichweite. Zusätzliche Erinnerungsstützen baut man sich, indem man sich mit Merkzetteln und Klebenotizen ans Trinken erinnert. Schon bald geht das Trinken von ganz alleine, ohne dass man sich bewusst daran erinnern muss und man kann sich fast nicht mehr vorstellen, wie es vorher war.Bildnachweis: warmer Tee © Jenny Sturm - Fotolia.comVerwandte Artikel
Entdecken Sie weitere interessante Beiträge zu diesem Thema: