Inhaltsstoffe
Die Inhaltsstoffe und Wirkung des Jiaogulan ist nahezu mit der von Ginseng identisch, die Unterschiede jedoch machen das Jiaogulan-Kraut für uns noch wertvoller. In erster Linie wird der Haushalt der Steroidhormone beeinflusst und so indirekt zahlreiche Körperfunktionen reguliert. So werden nicht nur in inneren Organe besser mit Nährstoffen versorgt, selbst die Herzleistung steigt durch dieses Heilkraut. Auf Stress kann der Körper besser reagieren, unter anderem, weil sowohl die Blutfettwerte, als auch der Blutdruck gesenkt werden. Immun- und Nervensystem werden ebenso gestärkt wie Herz, Leber und Niere. Obwohl Jiaogulan nicht einmal eine Spur von Koffein enthält, wirkt der Tee vitalisierend und anregend auf den Stoffwechsel und den gesamten menschlichen Organismus. Kaum zu Glauben, dass einem solchen geballten Paket an positivem Einfluss auf unsere Gesundheit auch noch ein eindeutiger Anti-Aging-Effekt folgt.Anbaugebiete
Die Heimat des Jiaogulan erstreckt sich über den gesamten asiatischen Raum, wobei der Tee überwiegend aus China stammt. Dort gibt es neben den Wildbeständen längst auch Kulturen, um die Kraft des Tausendkrauts gezielt verarbeiten und nutzen zu können. Vor allem die Provinz Guizhou hat sich mit dem Jiaogulan Tee inzwischen einen Namen gemacht. Und der überdurchschnittlich hohe Anteil an Bewohnern, die bereits 100 Jahre oder älter sind, ist die beste Werbung für die Fähigkeiten dieses einmaligen Tees. Aber auch weitere Provinzen, wie etwa Anhui, Hunan,Sechuan und Jiansu spielen als Jiaogulan-Produzenten eine bedeutende Rolle. Voraussetzung für eine gute Ausgangsqualität sind Hochebenen in feuchtem Klima mit gesunder Luft.Herstellung
Wie für einen Kräutertee üblich, ist die Herstellung auch im Falle des Jiaogulan nicht sehr aufwändig. Die Blätter werden geerntet, getrocknet und anschließend meist zerkleinert. Alternativ findet man auch Tee, für den die Blätter vor dem Trocknen zu kleinen Kugeln gerollt wurden. Dies ermöglicht ein besonders einfaches Dosieren bei der Zubereitung. Auch ungeübte können so stets sicher sein, eine ausreichend große Konzentration der gesundheitsfördernden Substanzen zu sich zu nehmen.Fazit
Wohl bereits seit Bestehen der Menschheit gibt es zwei beherrschende Themen: ewiges Leben und ewige Jugend. Ganze Industriezweige beschäftigen sich mit der Forschung und Entwicklung von Produkten, die uns möglichst lange möglichst gesund aussehen lassen sollen. Jährlich geben Menschen Unsummen an Geld aus um sich mit Botox eines der stärksten, bekannten Gifte injizieren zu lassen. Ganz gezielt lassen sie sich Muskeln und Nerven lähmen, um so die Spuren einiger weniger Jahre für eine gewisse Zeit verschwinden zu lassen. Dass die Gesichtszüge dadurch immer unnatürlicher werden ist gemeinhin bekannt, die Angst vor Falten scheint dennoch um einiges größer. Dabei hat die Natur mit Jiaogulan längst eine Alternative dazu gefunden. Heilpflanzen sind oft potent und reich an Wirkstoffen, sie sind eben die Medizin aus der Natur. In der asiatischen, genauer chinesischen Medizin ist das Tausendkraut nicht wegzudenken.Weitere Informationen
Die wahrscheinlich komplexeste Abhandlung mit sämtlichen Informationen über den Jiaogulan Tee finden Sie auf jiaogulan-tee.org. Bildnachweis: Jiaogulan Tee © Marina Lohrbach - Fotolia.comHerkunft und Geschichte
Jiaogulan Tee hat eine lange Tradition in der Naturheilkunde. Bereits in der Antike wussten Heiler um die besonderen Eigenschaften dieser Pflanze. In vielen Kulturen weltweit wird Jiaogulan Tee seit Jahrhunderten als Heilmittel und Genussmittel geschätzt. Die Pflanze stammt ursprünglich aus gemäßigten Klimazonen und wird heute in zahlreichen Ländern kultiviert.
Die Geschichte des Kräutertees reicht weit zurück. Schon die alten Ägypter, Griechen und Römer nutzten Kräuteraufgüsse zu therapeutischen Zwecken. Im Mittelalter waren es vor allem Klostergärten, in denen Heilkräuter systematisch angebaut und ihre Wirkungen dokumentiert wurden. Hildegard von Bingen und Paracelsus gehören zu den bekanntesten Vertretern der Kräuterheilkunde jener Zeit.
Inhaltsstoffe und Wirkung
Die Inhaltsstoffe von Jiaogulan Tee sind vielfältig und wissenschaftlich gut erforscht. Ätherische Öle, Flavonoide, Gerbstoffe und Bitterstoffe bilden das komplexe Wirkstoffprofil dieser Teepflanze. Diese sekundären Pflanzenstoffe entfalten ihre Wirkung sowohl einzeln als auch in Kombination miteinander — man spricht hier vom sogenannten Entourage-Effekt.
Flavonoide sind besonders wertvolle Antioxidantien, die freie Radikale im Körper neutralisieren können. Gerbstoffe (Tannine) wirken zusammenziehend auf die Schleimhäute und können bei Magen-Darm-Beschwerden lindernd wirken. Die ätherischen Öle tragen nicht nur zum charakteristischen Aroma bei, sondern besitzen auch antimikrobielle Eigenschaften.
Zubereitung und Dosierung
Für die optimale Zubereitung von Jiaogulan Tee empfiehlt sich frisches, weiches Wasser, das auf etwa 100 °C erhitzt wird. Pro Tasse (250 ml) verwenden Sie einen gehäuften Teelöffel getrockneter Kräuter oder einen Esslöffel frischer Kräuter. Die ideale Ziehzeit beträgt zwischen fünf und zehn Minuten — je nach gewünschter Intensität.
Ein häufiger Fehler bei der Zubereitung von Kräutertee ist eine zu kurze Ziehzeit. Im Gegensatz zu grünem oder schwarzem Tee sollten Kräutertees ausreichend lange ziehen, damit sich die wertvollen Inhaltsstoffe vollständig lösen können. Decken Sie die Tasse während des Ziehens ab, damit die flüchtigen ätherischen Öle nicht entweichen.
Kräutertees können sowohl heiß als auch kalt genossen werden. Als Eistee-Variante bereiten Sie den Aufguss doppelt so stark zu und gießen ihn über Eiswürfel. So erhalten Sie ein erfrischendes und gesundes Sommergetränk.
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Zubereitung Schritt für Schritt
Die perfekte Tasse beginnt mit der Wahl des richtigen Wassers. Verwenden Sie nach Möglichkeit gefiltertes Leitungswasser oder stilles Mineralwasser mit einem niedrigen Kalkgehalt. Hartes Wasser kann den Geschmack von Tee erheblich beeinträchtigen und einen unangenehmen Film auf der Oberfläche bilden. Die optimale Wasserhärte für Tee liegt zwischen 4 und 8 Grad deutscher Härte.
Wärmen Sie Ihre Teekanne und Tassen vor, indem Sie sie kurz mit heißem Wasser ausspülen. Dieser einfache Schritt sorgt dafür, dass das Aufgusswasser seine optimale Temperatur behält und der Tee gleichmäßig extrahiert wird. Messen Sie die Teemenge sorgfältig ab: Pro 200 ml Wasser empfehlen sich je nach Teesorte 2 bis 5 Gramm Teeblätter. Eine Küchenwaage liefert dabei genauere Ergebnisse als das Augenmaß.
Gießen Sie das Wasser langsam über die Teeblätter und lassen Sie den Aufguss in Ruhe ziehen. Widerstehen Sie der Versuchung, den Teebeutel oder das Teesieb ständig zu bewegen — dies kann unerwünschte Bitterstoffe lösen. Nach der optimalen Ziehzeit entfernen Sie die Teeblätter sofort, um ein Überziehen zu vermeiden. Die Ziehzeit ist der wichtigste Faktor für den Geschmack — schon 30 Sekunden zu viel können einen milden Tee herb und bitter machen.
Kulturelle Bedeutung und Tradition
Jiaogulan steht in einer langen Tradition, die verschiedene Kulturen und Epochen miteinander verbindet. Tee ist seit Jahrtausenden nicht nur ein Getränk, sondern ein Kulturgut, das Menschen zusammenbringt und zum Innehalten einlädt. In einer Zeit, die von Hektik und Schnelllebigkeit geprägt ist, bietet die Teekultur einen wertvollen Gegenpol.
In der traditionellen chinesischen Kultur steht Tee für die Harmonie zwischen Mensch und Natur. Die japanische Teezeremonie erhebt die Teezubereitung zur meditativen Kunstform. In Großbritannien ist der Afternoon Tea ein gesellschaftliches Ritual, und in Ostfriesland gehört die Teetied zum kulturellen Erbe. Auch in der arabischen Welt ist die Teezubereitung ein Akt der Gastfreundschaft und des Respekts.
Moderne Teekultur verbindet diese Traditionen mit zeitgenössischen Trends. Tee-Sommeliers, spezialisierte Teehäuser und die wachsende Bewegung für bewussten Konsum machen Tee zu einem Thema, das Menschen unterschiedlichster Hintergründe begeistert. Die Beschäftigung mit Tee fördert Achtsamkeit, Geduld und die Wertschätzung für Qualität — Eigenschaften, die in unserer schnelllebigen Zeit wichtiger denn je sind.
Qualität erkennen und richtig einkaufen
Die Qualität von Tee zu beurteilen, erfordert etwas Übung und Wissen. Ein wichtiger erster Anhaltspunkt ist das Erscheinungsbild der trockenen Blätter: Hochwertige Tees bestehen aus ganzen oder großen Blattstücken mit einheitlicher Farbe und Form. Gebrochene, staubige oder ungleichmäßige Blätter deuten auf niedrigere Qualität hin.
Der Duft der trockenen Blätter sollte frisch, klar und einladend sein — niemals muffig, staubig oder künstlich. Beim Aufguss achten Sie auf eine klare, leuchtende Tassenfarbe. Trüber oder matter Tee kann auf Qualitätsmängel oder falsche Lagerung hindeuten. Der Geschmack sollte vielschichtig sein und verschiedene Noten offenbaren — Tiefe und Komplexität sind Zeichen hoher Qualität.
Kaufen Sie Tee vorzugsweise im Fachhandel, wo Sie kompetent beraten werden und die Möglichkeit haben, verschiedene Sorten zu probieren. Online-Teeshops bieten oft eine größere Auswahl und detaillierte Beschreibungen. Achten Sie auf Bio-Zertifizierungen und Fair-Trade-Siegel, die Qualitätsstandards und nachhaltige Produktion gewährleisten. Kaufen Sie lieber kleine Mengen und verbrauchen Sie den Tee innerhalb weniger Monate — Frische ist bei Tee entscheidend.
Richtige Lagerung für optimales Aroma
Die richtige Lagerung ist entscheidend dafür, dass Ihr Tee sein volles Aroma bewahrt. Die vier größten Feinde des Tees sind Licht, Luft, Feuchtigkeit und Fremdgerüche. Bewahren Sie Tee daher stets in luftdichten, lichtundurchlässigen Behältern auf — ideal sind Dosen aus Zinn, Keramik oder dunklem Glas.
Vermeiden Sie die Aufbewahrung in der Nähe von stark riechenden Lebensmitteln wie Gewürzen, Kaffee oder Knoblauch, da Tee fremde Gerüche leicht aufnimmt. Ein kühler, trockener Ort mit konstanter Temperatur — etwa ein Küchenschrank abseits von Herd und Spüle — ist der ideale Lagerplatz. Im Kühlschrank sollte Tee nur in absolut luftdichten Behältern gelagert werden, um Kondenswasser zu vermeiden.
Die Haltbarkeit variiert je nach Teesorte: Grüner und weißer Tee sollten innerhalb von 6 bis 12 Monaten verbraucht werden, da sie empfindlicher auf Oxidation reagieren. Schwarzer Tee und Oolong halten bei richtiger Lagerung 1 bis 2 Jahre. Pu-Erh Tee ist eine Ausnahme — er kann wie guter Wein über Jahre oder sogar Jahrzehnte reifen und an Komplexität gewinnen. Kräuter- und Früchtetee bleiben bei sachgemäßer Lagerung 12 bis 24 Monate aromatisch.