Man hört es immer wieder, man kennt sicher jemanden mit dieser Meinung oder ist sogar selbst der Überzeugung: Kaffee wirkt viel stärker als Tee! Angenommen, man fühlt sich müde und erschöpft, hat man schon jemals jemanden sagen hören "Ich brauche jetzt dringend eine Tasse Tee!"? Meist ist es der Kaffee nachdem in so einem Moment verlangt wird. Wenn es um solch eine konkrete Wirkung geht, dann muss dieser Mythos doch wahr sein, oder? Schließlich spürt doch jeder selbst, wie stark anregend Tee bzw. Kaffee auf den eigenen Körper wirken oder eben nicht.

Legende oder Wahrheit?

Tatsache ist jedoch, dass selbst die eigenen Sinneseindrücke trügen und ein falsches Bild erzeugen können. Was allein die Intensität betrifft, unterscheidet sich die anregende Wirkung von Kaffee und Tee nicht. Noch vor einigen Jahren, hieß es, im Kaffee sei Koffein, im Tee dagegen Teein enthalten, Heute ist längst bewiesen, dass es sich dabei um ein und die selbst Substanz handelt. Warum sollte Koffein also einmal stärker und einmal schwächer wirken, nur weil es aus einer anderen Pflanze stammt? Aber wie kommt es dann, dass so viele Menschen völlig unbeirrbar davon überzeugt sind, dass ihnen Tee beim Wachwerden nicht hilft? Die Gesamtintensität ist es also nicht. Die Erklärung für diesen Mythos liegt durchaus in den Unterschieden zwischen Tee- und Kaffeepflanze begründet. Im Kaffee ist das Koffein in der Regel frei gelöst. Deshalb entfaltet es seine Wirkung sofort. Man fühlt sich wacher, aufmerksamer und teilweise spürt man sogar einen beschleunigten Herzschlag. Im Tee allerdings ist das Koffein häufig an die Gerbstoffe gebunden. Von diesen wird es erst im Darm gelöst, gelangt dann allerdings sofort in die Blutbahn und beeinflusst von dort aus vor allem Gehirn und Nervensystem. Koffein im Tee wirkt also später, dafür aber auch nachhaltiger. Davon abgesehen schützen die Gerbstoffe die Schleimhäute des Verdauungstrakts. So klagen Teetrinker selbst bei größeren Mengen an konsumiertem Tee wesentlich seltener über Sodbrennen oder Magenschmerzen, wie die Kaffeetrinker dies tun. Wie viel Koffein in einem Tee enthalten ist, hängt sehr stark von der jeweiligen Teeart ab. Während eine Tasse weißer Tee etwa nur 6 - 25 mg Koffein enthält, sind es bei grünem Tee stolze 60 mg, bei Matcha sogar 64 mg. Auch Kaffee variiert bei dieser Konzentration stark, je nach Sorte und Herkunft. So kann man eher schwachen Kaffee mit 40 mg Koffein ebenso finden, wie Kaffee mit der dreifachen Konzentration, also 120 mg. Tee verfügt über ein großes Sortiment an Sorten wie z.B Rooibos Tee, Schwarzer Tee, Kräutertee, Früchtetee, Grüntee oder Matcha Tee.

Fazit

Um schnell wach zu werden, ist Tee also tatsächlich ungeeignet. In diesem Fall sollte man dem Kaffee den Vorzug geben. Möchte man jedoch lieber einen langanhaltenden Effekt um auch später noch leistungsfähig zu sein, dann ist Tee eindeutig die bessere Alternative. Häufig wird Kaffee bereits zum Frühstück getrunken. Irgendwann im Laufe des Vormittags, spätestens aber nach der Mittagspause kommt ein Leistungstief, dass häufig ebenfalls mit Kaffee aufgefangen wird. Geht es nachmittags dann wieder hoch her, droht der Tag lang zu werden, der Feierabend erst sehr spät zu kommen, trinken viele ganz leicht einmal fünf, sechs Tassen Kaffee am Tag oder mehr. Sinnvoller wäre es da durchaus und vor allem auch Magenfreundlicher, statt Kaffee wenigstens zwischendurch einmal Tee zu trinken. Durch die nachhaltigere Wirkung auf unsere Leistungsfähigkeit hat man länger etwas vom gewünschten Effekt und schont dabei zudem seinen Magen. Die meisten Tees kommen aus Japan, Indien oder China. Die Zubereitung ist meist die gleiche wie auch hier zulande. Man behauptet sogar das Tee beim abnehmen hilft! Vitamine liefert er sicher und unserem Herz schadet er auch nicht. Es muss ja nicht immer gleich eine regelrechte Glaubensfrage ausarten: Tee oder Kaffee? Man sollte sich einfach bewusst sein, dass es bei diesen beiden Getränken einige Gemeinsamkeiten, aber eben auch Unterschiede gibt. Wenn man dann auch noch weiß, wo diese liegen, kann man sich Gedanken machen, was für einen selbst um jeweiligen Moment die bessere Alternative ist. Davon abgesehen entscheiden zu guter Letzt ja auch immer noch der eigene Geschmack und die individuellen Vorlieben. Trotzdem sollte man nicht einfach pauschal das eine als das bessere oder schlechtere bezeichnen. Dies wäre eine allzu oberflächliche Beurteilung, die weder Tee noch Kaffee gerecht werden würde. Bildnachweis: Kaffee wirkt viel stärker als Tee © jedi-master - Fotolia.com

Historischer Hintergrund

Die Geschichte rund um Kaffee wirkt viel ist eng mit der jahrtausendealten Kulturgeschichte des Tees verwoben. Tee ist mehr als nur ein Getränk — er ist ein Spiegel der Gesellschaften, die ihn kultiviert haben. Von den Nebelbergen Chinas über die Tempelgärten Japans bis zu den kolonialen Teeplantagen Indiens hat jede Epoche ihre eigenen Geschichten hervorgebracht.

Viele der heute bekannten Tee-Mythen haben ihren Ursprung in mündlichen Überlieferungen, die über Generationen weitergegeben wurden. Sie verbinden historische Fakten mit symbolischen Elementen und bieten so einen einzigartigen Einblick in die Denkweise und Werte vergangener Kulturen.

Die Legende im Detail

Diese Erzählung gehört zu den faszinierendsten Geschichten der Teekultur. Wie bei vielen Legenden gibt es verschiedene Versionen, die je nach Region und Erzähltradition variieren. Allen gemeinsam ist die tiefe Wertschätzung für den Tee als Geschenk der Natur und als Bindeglied zwischen Menschen und ihrer Umwelt.

Legenden wie diese erinnern uns daran, dass Tee seit jeher mehr war als ein einfaches Getränk. Er diente als Medium für Meditation, als Zeichen der Gastfreundschaft und als Katalysator für philosophische Gespräche. In vielen asiatischen Kulturen gilt der Tee als Brücke zwischen der materiellen und der spirituellen Welt.

Kulturelle Bedeutung

Die kulturelle Bedeutung von Tee lässt sich kaum überschätzen. In China symbolisiert er Harmonie, Respekt, Reinheit und Stille — die vier Grundpfeiler der Teezeremonie nach dem Philosophen Lu Yu. In Japan wurde die Teezeremonie (Chado, „Weg des Tees") zu einer eigenen Kunstform entwickelt, die buddhistische Prinzipien verkörpert.

In Großbritannien wurde der Nachmittagstee zu einem gesellschaftlichen Ritual, das Klassen überbrückte. In Marokko ist die aufwendige Zubereitung des Minztees ein Akt der Gastfreundschaft. In Russland steht der Samowar für Gemeinschaft und Wärme. Jede Kultur hat ihre eigene Beziehung zum Tee entwickelt, und Geschichten wie diese sind Ausdruck dieser vielschichtigen Verbindung.

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Zubereitung Schritt für Schritt

Die perfekte Tasse beginnt mit der Wahl des richtigen Wassers. Verwenden Sie nach Möglichkeit gefiltertes Leitungswasser oder stilles Mineralwasser mit einem niedrigen Kalkgehalt. Hartes Wasser kann den Geschmack von Tee erheblich beeinträchtigen und einen unangenehmen Film auf der Oberfläche bilden. Die optimale Wasserhärte für Tee liegt zwischen 4 und 8 Grad deutscher Härte.

Wärmen Sie Ihre Teekanne und Tassen vor, indem Sie sie kurz mit heißem Wasser ausspülen. Dieser einfache Schritt sorgt dafür, dass das Aufgusswasser seine optimale Temperatur behält und der Tee gleichmäßig extrahiert wird. Messen Sie die Teemenge sorgfältig ab: Pro 200 ml Wasser empfehlen sich je nach Teesorte 2 bis 5 Gramm Teeblätter. Eine Küchenwaage liefert dabei genauere Ergebnisse als das Augenmaß.

Gießen Sie das Wasser langsam über die Teeblätter und lassen Sie den Aufguss in Ruhe ziehen. Widerstehen Sie der Versuchung, den Teebeutel oder das Teesieb ständig zu bewegen — dies kann unerwünschte Bitterstoffe lösen. Nach der optimalen Ziehzeit entfernen Sie die Teeblätter sofort, um ein Überziehen zu vermeiden. Die Ziehzeit ist der wichtigste Faktor für den Geschmack — schon 30 Sekunden zu viel können einen milden Tee herb und bitter machen.

Kulturelle Bedeutung und Tradition

Kaffee wirkt viel steht in einer langen Tradition, die verschiedene Kulturen und Epochen miteinander verbindet. Tee ist seit Jahrtausenden nicht nur ein Getränk, sondern ein Kulturgut, das Menschen zusammenbringt und zum Innehalten einlädt. In einer Zeit, die von Hektik und Schnelllebigkeit geprägt ist, bietet die Teekultur einen wertvollen Gegenpol.

In der traditionellen chinesischen Kultur steht Tee für die Harmonie zwischen Mensch und Natur. Die japanische Teezeremonie erhebt die Teezubereitung zur meditativen Kunstform. In Großbritannien ist der Afternoon Tea ein gesellschaftliches Ritual, und in Ostfriesland gehört die Teetied zum kulturellen Erbe. Auch in der arabischen Welt ist die Teezubereitung ein Akt der Gastfreundschaft und des Respekts.

Moderne Teekultur verbindet diese Traditionen mit zeitgenössischen Trends. Tee-Sommeliers, spezialisierte Teehäuser und die wachsende Bewegung für bewussten Konsum machen Tee zu einem Thema, das Menschen unterschiedlichster Hintergründe begeistert. Die Beschäftigung mit Tee fördert Achtsamkeit, Geduld und die Wertschätzung für Qualität — Eigenschaften, die in unserer schnelllebigen Zeit wichtiger denn je sind.

Qualität erkennen und richtig einkaufen

Die Qualität von Tee zu beurteilen, erfordert etwas Übung und Wissen. Ein wichtiger erster Anhaltspunkt ist das Erscheinungsbild der trockenen Blätter: Hochwertige Tees bestehen aus ganzen oder großen Blattstücken mit einheitlicher Farbe und Form. Gebrochene, staubige oder ungleichmäßige Blätter deuten auf niedrigere Qualität hin.

Der Duft der trockenen Blätter sollte frisch, klar und einladend sein — niemals muffig, staubig oder künstlich. Beim Aufguss achten Sie auf eine klare, leuchtende Tassenfarbe. Trüber oder matter Tee kann auf Qualitätsmängel oder falsche Lagerung hindeuten. Der Geschmack sollte vielschichtig sein und verschiedene Noten offenbaren — Tiefe und Komplexität sind Zeichen hoher Qualität.

Kaufen Sie Tee vorzugsweise im Fachhandel, wo Sie kompetent beraten werden und die Möglichkeit haben, verschiedene Sorten zu probieren. Online-Teeshops bieten oft eine größere Auswahl und detaillierte Beschreibungen. Achten Sie auf Bio-Zertifizierungen und Fair-Trade-Siegel, die Qualitätsstandards und nachhaltige Produktion gewährleisten. Kaufen Sie lieber kleine Mengen und verbrauchen Sie den Tee innerhalb weniger Monate — Frische ist bei Tee entscheidend.