Inhaltsstoffe
Wirft man einen Blick auf die Inhaltsstoffe, fällt wohl als erstes auf, dass sehr viele Säuren enthalten sind. Angefangen von Fettsäuren, über Gerb- bis hin zu Linolen- und Linolsäure. Ebenfalls von großer Bedeutung sind Vertreter der Alkaloide, nämlich das Nuciferin, ebenso wie des Pro- und das Nornuciferin. Beim Heilfasten spielt diese Wirkstoffgruppe eine wichtige Rolle. Zwar gehören die Alkaloide mit zu den stärksten bekannten Giften, lediglich in Spuren eingesetzt, haben sie allerdings eine stark heilende Wirkung.So stärkt der Lotus sowohl das Herz, als auch die Nieren, den Magen und insgesamt die Verdauung. Auch Bluthochdruck ist ein geeignetes Verwendungsgebiet. Fieber, Schlaflosigkeit und Menstruationsbeschwerden können ebenso behandelt werden. Auch Blutungen werden in Asien häufig mit Lotus behandelt. Einige setzten Lotus sogar bei Krebs ein und früher glaubte man, sich mit dem Samen des Lotus gegen Liebeszauber zur Wehr setzten zu können.Anbaugebiete
Auch, wenn der Name offiziell „Indischer Lotus“ heißt, bedeutet dies nicht, dass diese Pflanze ausschließlich in Indien vorkommt. Sie wächst natürlicher Weise in ganz Asien, beispielsweise in Nepal ebenso, wie in Japan, Korea, China und Pakistan. Das ursprüngliche Gebiet des Lotus erstreckt sich nach Westen sogar bis zum Kaspischen Meer und zum Aralsee. Auch im Südosten Nordamerikas findet man den Lotus mittlerweile an Seen, Sümpfen oder kleinen Teichen. Dort wurde er allerdings gezielt angepflanzt. Beachtet man, dass der Lotus absolut keinen Frost verträgt und eine geeignete Wasserstelle, also ein Teich oder ähnliches mind. 60 cm tief sein sollte und viel Sonne bekommt, dann wächst der Lotus auch bei uns.Herstellung
Vom Lotus können alle Pflanzenteile verwendet werden. Die Blätter sammelt man am Besten im Sommer, die Wurzeln dagegen im Herbst oder Winter. In Asien werden die Wurzeln beispielsweise gerne in Sojasauce eingelegt und dann zu Salat gegessen. Man kann aber auch aus allen Pflanzenteilen Tee herstellen. Die Wurzeln helfen gut bei Blutungen und Menstruationsbeschwerden, die Wurzeln eines erst keimenden Lotus‘ dagegen sind bei Bluthochdruck ideal. So hat jedes Pflanzenteil sein ganz eigenes ideales Einsatzgebiet.Fazit
Lotustee zu trinken ist in unseren Breitengraden sicher noch etwas exotisch, auf einen Versuch sollte man es aber durchaus einmal ankommen lassen. Denn in Asien ist längst bekannt, dass der Lotus weit mehr kann, als einfach nur schön aussehen. Bildnachweis: Lotus Tee ©Thinkstock: iStockphotoVerwandte Artikel
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