Majoran ist ein beliebtes Gewürz und daher auch in zahlreichen heimischen Kräutergärten zu finden. Zusammen mit dem mit ihm verwandten Oregano bildet er eine herrlich würzige Note, die zudem unserem Magen hilft, schwere, fettige Speisen leichter zu verdauen. Aber auch als Tee kann Majoran bei bestimmten Einsatzgebieten hilfreich sein.

Inhaltsstoffe

Vieles, was sich auf der Liste der Inhaltsstoffe des Majorans findet, ist für diejenigen, die sich etwas mit Kräutertees und ihren Wirksubstanzen befassen, recht bekannt. Ätherische Öle finden sich ebenso, wie Gerbstoff und -säure. Bitterstoffe, Geraniol, Saponine und Limonen liest man ebenso häufiger in solche Listen, wie Menthol. Vitamin C und Zink sind dabei quasi noch eine Art Bonus oben drauf.So wirkt Majoran nicht nur antibakteriell, sondern auch harn- und schweißtreibend. Schleim wird ebenso gelöst, wie Krämpfe und zu guter Letzt hat dieser Lippenblütler auch noch eine beruhigende Wirkung auf uns. Die Anwendung bei Erkältungen, Schnupfen und Husten sind ebenso beliebte wie geeignete Einsatzgebiete. Aber auch bei Beschwerden von Verdauungsschwächen, Magenkrämpfe, ja sogar Magen- und Darmkoliken können mit Majoran bestens behandelt werden. Reizmagen, Appetitlosigkeit, Verstopfung und Durchfall gehören dabei schon fast obligatorisch mit ins Programm. Kurz gesagt, bei sämtlichen Erkrankungen, die die Verdauung betreffen, ist das Kraut Majoran das Mittel der Wahl. Selbst Patienten mit Rheuma, Gicht, Kopfschmerzen oder Seekrankheit können ihre Symptome mit Majoran lindern. Und auch die Menstruation wird gestärkt.

Anbaugebiete

Ursprünglich stammt Majoran aus Kleinasien, wurde aber schon vor langer Zeit auch im Mittelmeerraum angesiedelt. Bis heute wächst er außerhalb seiner biologischen Heimat nicht wild, in Kulturen oder einfach nur als Einzelpflanze in einem Kräutergarten, fühlt er sich heutzutage selbst in Mittel- und Osteuropa wohl. Voraussetzung für ein gutes Wachstum dieser einjährigen Pflanze ist allerdings ein relativ warmes und möglichst mediterranes Klima.

Herstellung

In der Küche findet Majoran, wie viele Kräuter, Verwendung, egal ob zum Würzen oder als Tee, meist nur als ganzes Kraut. Das heißt, die einzelnen kleinen Blätter müssen nicht zwangsweise vom Stiel entfernt werden, Wurzeln sollten aber keinesfalls dabei sein. Gesammelt werden kann der Majoran etwa fünf Monate lang, von Juni bis Oktober. Er kann sofort frisch weiterverarbeitet werden, werden sie sorgfältig getrocknet, sind die Blätter aber auch lange haltbar und lagerfähig. So kann man sich gut mit Majoran aus dem eigenen Garten einen ausreichenden Vorrat für die Erkältungszeit anlegen. Den höchsten Gehalt an ätherischen Ölen haben die Blätter übrigens kurz vor der Blütezeit. Nach dem Trocknen kann man sie relativ einfach von den Stängeln rebeln und in einem dicht verschlossenen Gefäß mit möglichst geringen Verlusten an wertvollen Inhaltsstoffen aufbewahren.

Fazit

Wer bisher schon immer seine deftigen Speisen gerne mit Majoran gewürzt hat, hat damit schon instinktiv alles richtig gemacht. Und selbstverständlich nehmen wir schon in Form von Gewürz einiges an Majoran auf. Wer aber in der langen Erkältungszeit irgendwann keine Lust mehr hat, ständig denselben Hustentee zu trinken, der kann gerne einmal variieren und auch Majorantee ausprobieren.Bildnachweis: Majoran Tee ©Thinkstock: Zoonar

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