Inhaltsstoffe
Bei einem Blick auf die Inhaltsstoffe der Passionsblume stößt man zunächst auf alte Bekannte, die Flavonoide. Dabei handelt es sich um eine Gruppe der sogenannten sekundären Pflanzenstoffe, die als Farbstoff nahezu überall vorkommen und denen zudem antioxidative Eigenschaften zugeschrieben werden. Das war es dann aber auch schon, mit vertrauten Namen. Denn der Rest der Liste, liest sich in etwa so: Cumarin, Maltol, Passiflorine, Vitexin, Luteolin, Kaempferol, Umbelliferon, Harmin, Stigmasterol und Sistosterol. Wenn man nicht gerade Chemiker, Apotheker oder ähnliches ist, kann man mit diesen Begriffen wohl eher weniger anfangen.Muss man auch gar nicht. Denn eigentlich ist es schon völlig ausreichend zu wissen, dass die Passionsblume bei Schlafstörungen ebenso helfen kann, wie bei Ängsten und Stress. Auch Bluthochdruck, Herzrhythmusstörungen, Herzrasen, Nervosität und Reizmagen sind typische Indikationen für die Passionsblume. Kurz gesagt, ein Passionsblumentee wirkt nicht nur einfach entspannend, sondern auch krampf- und angstlösend.Anbaugebiete
Das größte zusammenhängende Gebiet der ursprünglichen Heimat der Passionsblume liegt in Süd- und Mittelamerika und schließt auch noch die wärmeren Regionen Nordamerikas mit ein. Aber auch in Australien, Asien, auf den Galapagos-Inseln und Madagaskar finden sich kleinere, natürliche Bestände. Da sie keinen Frost verträgt, kann man sie bei uns allenfalls in einem großen Pflanzkübel während der Sommermonate draußen halten, muss sie dann aber unbedingt zum Überwintern nach drinnen holen.Herstellung
Für den Passionsblumentee wird das oberirdische Kraut der Pflanze verwendet. Dieses wird gründlich getrocknet und zerkleinert. Etwa ein bis zwei Teelöffel ergeben eine Tasse Tee. Mit kochendem Wasser übergossen, ist der Tee nach 10 Minuten fertig. Die Pflanzenteile können abgeseiht und der Passionsblumen-Tee in kleinen Schlucken genossen werden. Man kann ein bis drei Tassen pro Tag trinken. Sollten die Beschwerden allerdings nach sechs Wochen immer noch nicht ganz abgeklungen sein, empfiehlt es sich trotzdem dringend, eine Pause einzulegen. In dieser Zeit kann man einen Tee mit ähnlicher Wirkung trinken, ehe man wieder mit der Passionsblume beginnt.Fazit
Schlafstörungen sind mittlerweile fast schon eine Volkskrankheit. Immer mehr Menschen leiden, zumindest zeitweise, an Ein- oder auch Durchschlafstörungen. Verständlich dennoch, dass viele der Gedanke daran, nun regelmäßig Schlaftabletten zu schlucken, abschreckt. Da scheint ein Kräutertee eine gute und vernünftige Alternative. Ist es auch. Dennoch sollte man keinesfalls den Fehler begehen und das Ganze mit einem saloppen "Ist doch nur Tee!" zu verharmlosen. Auch oder gerade beim Konsum von Heilkräutern gilt es Nebenwirkungen und Gewöhnungseffekte zu beachten, ganz ähnlich, wie bei herkömmlichen Medikamenten. es ist immer sinnvoll einen Homöopathen oder einen Arzt zu fragen. Bildnachweis: Passionsblumen © StefanRiedmüller - Fotolia.comVerwandte Artikel
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