Eine Rose, ganz besonders, wenn sie langstielig und rot ist, ist das Symbol für Liebe schlechthin. Viele verschönern ihre Gärten mit Rosenstöcken und ein Blumenladen ohne die dornigen Blumen mit den prächtigsten Rosenblüten in den verschiedensten Farben und Sorten wäre undenkbar. In der Kosmetikindustrie gilt Rosenöl als Garant für edle Produkte, die die Haut pflegen und verwöhnen. Dass die Rose auch essbar ist, wissen die Kenner der orientalischen Küche. Die zartduftenden Blütenblätter verfeinern die leckersten Süßspeisen. Kaum bekannt ist dagegen die Tatsache, dass die Rose zu den Heilpflanzen zählt und viel mehr kann, als wunderschön aussehen und angenehm duften. In China zum Beispiel hat die Rose in der Medizin eine sehr lange Tradition und findet häufig Verwendung.

Inhaltsstoffe

Die Liste der Inhaltsstoffe wird wenig überraschend, von ätherischen Ölen angeführt. Aber auch Gerbstoffe und -säure sind enthalten, ebenso wie Geraniol und Saponine. Dank dieser Wirkstoffe hilft die Rose bei Heuschnupfen, ebenso bei leichten Herzerkrankungen, Kopfschmerz und Schwindel. In der Frauenheilkunde kann die Rose ebenfalls hilfreich sein. Die nervenstärkende Wirkung der Rose geht sogar so weit, dass selbst Melancholie mit ihr behandelt werden kann. Dabei sind die möglichen Einsatzgebiete für die Rose noch gar nicht vollständig genannt. Es kann sich also lohnen, bei einer Erkrankung oder unangenehmen Beschwerden einen Blick in ein altes Heilkundelexikon zu werfen und zu überprüfen, ob man die Symptome nicht mit einer zartduftenden Tasse Rosentee mildern könnte.

Anbaugebiete

Die Rose gehört wohl zu den ältesten Gewächsen auf unserer Erde. So wurden in den Rocky Mountains Fossilien von Rosenblättern gefunden, deren Alter mit 35 Mio. Jahren angegeben wird. Konfuzius berichtete bereits 500 v. Chr. von Rosenkulturen, doch ihr Ursprung wird in Persien vermutet. Nichts desto trotz gibt es nahezu auf der gesamten Nordhalbkugel Wildbestände, auf der Südhalbkugel wächst die Rose dagegen nur, wenn sie dort kultiviert wird. Da die Rose sowohl für Floristen, als auch für die Kosmetikindustrie eine so große Bedeutung hat, wird sie nahezu überall angebaut. Selbst das Holz der Rose wird gerne genutzt. Es gilt sogar als besonders edel und ist deshalb auch entsprechend teuer.

Herstellung

Von Juni bis August etwa kann man die Blütenblätter der Rosen sammeln, gut getrocknet etwas zerkleinern und in einem Baumwollbeutel aufbewahren. Pro Tasse sollte man einen Teelöffel dosieren, mit Wasser übergießen und nicht länger als fünf bis zehn Minuten ziehen lassen, um das kostbare Aroma zu halten. Wem die leicht adstringierende Facette des rosa gefärbten Tees nicht schmeckt, kann gerne mit etwas Honig nachsüßen. Man kann den Tee auch als Mundspülung verwenden oder äußerlich als Umschlag. Schlecht heilende Wunden können sich bessern, wenn sie regelmäßig mit etwas Rosentee gewaschen werden.

Fazit

Die Rose scheint schon fast zu perfekt um wahr zu sein. Sie sieht wunderschön aus, hat einen herrlichen Duft, verfeinert Desserts und hilft als Heilpflanze auch noch bei verschiedensten Erkrankungen. Wären da nicht ihre Dornen, gäbe es rein gar nichts, was man an dieser Pflanze als "negativ" empfinden könnte. Dabei sollte man dennoch erwähnen, dass sich auch zum reinen Genuss eine Tasse Tee aus den Blüten der Königin der Blumen empfiehlt. Bildnachweis: Rosen Tee ©Thinkstock: iStockphoto

Herkunft und Geschichte

Rosen Tee hat eine lange Tradition in der Naturheilkunde. Bereits in der Antike wussten Heiler um die besonderen Eigenschaften dieser Pflanze. In vielen Kulturen weltweit wird Rosen Tee seit Jahrhunderten als Heilmittel und Genussmittel geschätzt. Die Pflanze stammt ursprünglich aus gemäßigten Klimazonen und wird heute in zahlreichen Ländern kultiviert.

Die Geschichte des Kräutertees reicht weit zurück. Schon die alten Ägypter, Griechen und Römer nutzten Kräuteraufgüsse zu therapeutischen Zwecken. Im Mittelalter waren es vor allem Klostergärten, in denen Heilkräuter systematisch angebaut und ihre Wirkungen dokumentiert wurden. Hildegard von Bingen und Paracelsus gehören zu den bekanntesten Vertretern der Kräuterheilkunde jener Zeit.

Inhaltsstoffe und Wirkung

Die Inhaltsstoffe von Rosen Tee sind vielfältig und wissenschaftlich gut erforscht. Ätherische Öle, Flavonoide, Gerbstoffe und Bitterstoffe bilden das komplexe Wirkstoffprofil dieser Teepflanze. Diese sekundären Pflanzenstoffe entfalten ihre Wirkung sowohl einzeln als auch in Kombination miteinander — man spricht hier vom sogenannten Entourage-Effekt.

Flavonoide sind besonders wertvolle Antioxidantien, die freie Radikale im Körper neutralisieren können. Gerbstoffe (Tannine) wirken zusammenziehend auf die Schleimhäute und können bei Magen-Darm-Beschwerden lindernd wirken. Die ätherischen Öle tragen nicht nur zum charakteristischen Aroma bei, sondern besitzen auch antimikrobielle Eigenschaften.

Zubereitung und Dosierung

Für die optimale Zubereitung von Rosen Tee empfiehlt sich frisches, weiches Wasser, das auf etwa 100 °C erhitzt wird. Pro Tasse (250 ml) verwenden Sie einen gehäuften Teelöffel getrockneter Kräuter oder einen Esslöffel frischer Kräuter. Die ideale Ziehzeit beträgt zwischen fünf und zehn Minuten — je nach gewünschter Intensität.

Ein häufiger Fehler bei der Zubereitung von Kräutertee ist eine zu kurze Ziehzeit. Im Gegensatz zu grünem oder schwarzem Tee sollten Kräutertees ausreichend lange ziehen, damit sich die wertvollen Inhaltsstoffe vollständig lösen können. Decken Sie die Tasse während des Ziehens ab, damit die flüchtigen ätherischen Öle nicht entweichen.

Kräutertees können sowohl heiß als auch kalt genossen werden. Als Eistee-Variante bereiten Sie den Aufguss doppelt so stark zu und gießen ihn über Eiswürfel. So erhalten Sie ein erfrischendes und gesundes Sommergetränk.

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Zubereitung Schritt für Schritt

Die perfekte Tasse beginnt mit der Wahl des richtigen Wassers. Verwenden Sie nach Möglichkeit gefiltertes Leitungswasser oder stilles Mineralwasser mit einem niedrigen Kalkgehalt. Hartes Wasser kann den Geschmack von Tee erheblich beeinträchtigen und einen unangenehmen Film auf der Oberfläche bilden. Die optimale Wasserhärte für Tee liegt zwischen 4 und 8 Grad deutscher Härte.

Wärmen Sie Ihre Teekanne und Tassen vor, indem Sie sie kurz mit heißem Wasser ausspülen. Dieser einfache Schritt sorgt dafür, dass das Aufgusswasser seine optimale Temperatur behält und der Tee gleichmäßig extrahiert wird. Messen Sie die Teemenge sorgfältig ab: Pro 200 ml Wasser empfehlen sich je nach Teesorte 2 bis 5 Gramm Teeblätter. Eine Küchenwaage liefert dabei genauere Ergebnisse als das Augenmaß.

Gießen Sie das Wasser langsam über die Teeblätter und lassen Sie den Aufguss in Ruhe ziehen. Widerstehen Sie der Versuchung, den Teebeutel oder das Teesieb ständig zu bewegen — dies kann unerwünschte Bitterstoffe lösen. Nach der optimalen Ziehzeit entfernen Sie die Teeblätter sofort, um ein Überziehen zu vermeiden. Die Ziehzeit ist der wichtigste Faktor für den Geschmack — schon 30 Sekunden zu viel können einen milden Tee herb und bitter machen.

Kulturelle Bedeutung und Tradition

Rosen steht in einer langen Tradition, die verschiedene Kulturen und Epochen miteinander verbindet. Tee ist seit Jahrtausenden nicht nur ein Getränk, sondern ein Kulturgut, das Menschen zusammenbringt und zum Innehalten einlädt. In einer Zeit, die von Hektik und Schnelllebigkeit geprägt ist, bietet die Teekultur einen wertvollen Gegenpol.

In der traditionellen chinesischen Kultur steht Tee für die Harmonie zwischen Mensch und Natur. Die japanische Teezeremonie erhebt die Teezubereitung zur meditativen Kunstform. In Großbritannien ist der Afternoon Tea ein gesellschaftliches Ritual, und in Ostfriesland gehört die Teetied zum kulturellen Erbe. Auch in der arabischen Welt ist die Teezubereitung ein Akt der Gastfreundschaft und des Respekts.

Moderne Teekultur verbindet diese Traditionen mit zeitgenössischen Trends. Tee-Sommeliers, spezialisierte Teehäuser und die wachsende Bewegung für bewussten Konsum machen Tee zu einem Thema, das Menschen unterschiedlichster Hintergründe begeistert. Die Beschäftigung mit Tee fördert Achtsamkeit, Geduld und die Wertschätzung für Qualität — Eigenschaften, die in unserer schnelllebigen Zeit wichtiger denn je sind.

Qualität erkennen und richtig einkaufen

Die Qualität von Tee zu beurteilen, erfordert etwas Übung und Wissen. Ein wichtiger erster Anhaltspunkt ist das Erscheinungsbild der trockenen Blätter: Hochwertige Tees bestehen aus ganzen oder großen Blattstücken mit einheitlicher Farbe und Form. Gebrochene, staubige oder ungleichmäßige Blätter deuten auf niedrigere Qualität hin.

Der Duft der trockenen Blätter sollte frisch, klar und einladend sein — niemals muffig, staubig oder künstlich. Beim Aufguss achten Sie auf eine klare, leuchtende Tassenfarbe. Trüber oder matter Tee kann auf Qualitätsmängel oder falsche Lagerung hindeuten. Der Geschmack sollte vielschichtig sein und verschiedene Noten offenbaren — Tiefe und Komplexität sind Zeichen hoher Qualität.

Kaufen Sie Tee vorzugsweise im Fachhandel, wo Sie kompetent beraten werden und die Möglichkeit haben, verschiedene Sorten zu probieren. Online-Teeshops bieten oft eine größere Auswahl und detaillierte Beschreibungen. Achten Sie auf Bio-Zertifizierungen und Fair-Trade-Siegel, die Qualitätsstandards und nachhaltige Produktion gewährleisten. Kaufen Sie lieber kleine Mengen und verbrauchen Sie den Tee innerhalb weniger Monate — Frische ist bei Tee entscheidend.

Richtige Lagerung für optimales Aroma

Die richtige Lagerung ist entscheidend dafür, dass Ihr Tee sein volles Aroma bewahrt. Die vier größten Feinde des Tees sind Licht, Luft, Feuchtigkeit und Fremdgerüche. Bewahren Sie Tee daher stets in luftdichten, lichtundurchlässigen Behältern auf — ideal sind Dosen aus Zinn, Keramik oder dunklem Glas.

Vermeiden Sie die Aufbewahrung in der Nähe von stark riechenden Lebensmitteln wie Gewürzen, Kaffee oder Knoblauch, da Tee fremde Gerüche leicht aufnimmt. Ein kühler, trockener Ort mit konstanter Temperatur — etwa ein Küchenschrank abseits von Herd und Spüle — ist der ideale Lagerplatz. Im Kühlschrank sollte Tee nur in absolut luftdichten Behältern gelagert werden, um Kondenswasser zu vermeiden.

Die Haltbarkeit variiert je nach Teesorte: Grüner und weißer Tee sollten innerhalb von 6 bis 12 Monaten verbraucht werden, da sie empfindlicher auf Oxidation reagieren. Schwarzer Tee und Oolong halten bei richtiger Lagerung 1 bis 2 Jahre. Pu-Erh Tee ist eine Ausnahme — er kann wie guter Wein über Jahre oder sogar Jahrzehnte reifen und an Komplexität gewinnen. Kräuter- und Früchtetee bleiben bei sachgemäßer Lagerung 12 bis 24 Monate aromatisch.