Inhaltsstoffe
Bei den Inhaltsstoffen der Rosskastanie trifft man mit Gerbstoff und -säure sowie Bitterstoff auf alte Bekannte. Auch Saponine und Flavone findet man auch in anderen Heilpflanzen. Die Liste wird ergänzt durch Cumarine, Kampferöl, Cholin, Flavonglykoside, Angelinsäure und nicht zuletzt auch pflanzliche Farbstoffe. Dieser Mix ist dafür verantwortlich, dass die Kastanie als Tee nicht nur Venenschwächen verbessert, sondern auch den Arterien Gutes tut. Sie werden dabei nicht nur gestärkt, sondern regelrecht "durchgeputzt" und von Ablagerungen befreit. Zudem sind Dank Kastanien-Tee die allerfeinsten der Kapillaren besser in der Lage Gewebsflüssigkeit aufzunehmen und über den Weg zum Herzen zu entsorgen. Schwellungen oder Wassereinlagerungen klingen somit ab. Dies gilt zumindest für Tee, der aus den Früchten bzw. den Samen der Rosskastanie hergestellt wurde. Tee aus den Blüten und/oder den Blättern dagegen helfen in erster Linie bei Husten, sogar bei Keuchhusten und Fieber. Die Kastanie ist also äußerst vielseitig hilfreich, je nachdem, aus welchem Pflanzenteil man sich seinen Tee zubereitet.Anbaugebiete
Ganz zu Anfang ihrer Geschichte war die Rosskastanie bereits in Mitteleuropa heimisch. Die letzte Eiszeit dauerte allerdings zu lange, als dass sich die Bestände in diesen Breitengraden davon erholen konnten. Erst durch die Osmanen wurde die Kastanie wieder zurück in ihre alte Heimat gebracht, wo sie sich allerdings sofort wieder wohl fühlte. Zunächst nur zufällig gewachsen, wurde die Kastanie wegen ihrer Größe und Robustheit schnell zu einem der beliebtesten Bäume für Parkanlagen, Alleen und Gärten.Herstellung
Die Samen bzw. die Früchte der Rosskastanie können etwa von September bis Oktober gesammelt werden. Allerdings dürfte jedem einleuchten, dass die Kastanien mit ihrer glänzenden Schale viel zu fest und auch zu groß sind, um einfach so mit heißem Wasser übergossen einen wirkungsvollen Tee zu ergeben. In diesem Falle sollte man besser in einer Apotheke gezielt nachfragen. Dort können vielleicht gleich noch geeignete Heilpflanzen zur Ergänzung der Wirksamkeit empfohlen werden. Die Blüten im Mai bzw. die Blätter der Kastanie kann man dagegen nicht nur ganz einfach sammeln, sondern auch trocknen und zerkleinern.Fazit
Die Kastanie gehört zu den häufigsten und beliebtesten Bäumen bei uns und wir meinen, viel darüber zu wissen. Doch oft kann man ganz schnell feststellen, dass es eben doch noch mehr zu wissen gibt. So lange unsere Gesundheit davon profitiert, ist das aber auch gut so. Bildnachweis: Rosskastanie ©eyetronic - Fotolia.comVerwandte Artikel
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