Inhaltsstoffe
Sencha enthält besonders große Mengen Theanin, einer sehr seltenen Aminosäure von der vermutet wird, dass sie tatsächlich nur in der Teepflanze vorkommt. Dank des Theanins wird die aufputschende Wirkung des Koffeins abgemildert, ja sogar die Entspannung wird unterstützt, da durch diese spezielle Aminosäure Stress sowohl auf physischer, als auch auf psychischer Ebene abgebaut und reduziert wird. Da der milde Geschmack des Tees ebenfalls dem Theanin zu verdanken ist, verwundert es nicht, dass der Sencha umso hochwertiger eingestuft wird, je höher sein Theanin-Gehalt ist. Doch auch die Liste der in Sencha enthaltenen Vitamine und Mieralstoffe liest sich wie die zahlreichen Empfehlungen für eine gesunde, ausgewogene Ernährung. Vitamin A, B1, C und E, sowie Kalzium und Magnesium, um nur die wichtigsten zu nennen. Dem Sencha wird auch hinterher gesagt das er gut gegen die Bekämpfung vom Krebs sein soll, was aber noch nicht bewiesen wurde. Selbstverständlich enthält Sencha auch eine nicht unbedeutende Menge an Koffein. Man sollte dazu jedoch wissen, dass das Koffein in diesem Fall anders wirkt. Es wird langsamer vom Körper aufgenommen, breitet sich somit auch gleichmäßiger in unserer Blutbahn aus, entfaltet so eine angenehm anregende Wirkung auf das zentrale Nervensystem und kann somit tatsächlich positiv auf unsere Konzentrationsfähigkeit wirken. Das heißt der Tee eignet sich nicht nur für Krankheiten sondern ist auch ein super Mittel gegen Konzentrationschwierigkeiten.Anbaugebiete
Sencha wächst grundsätzlich nur mit hoher Lichteinwirkung und stammt deshalb ausschließlich von offenen Teeplantagen in der Stadt Kirishima welche sich in Kagoshima befindet. Ständiger Schatten würde dem Geschmack des Tees nur schaden. Erst wenige Wochen vor der Ernte werden die Teepflanzen mit Netzen beschattet um den Katechingehalt zu senken und dem Tee somit einen milderen Geschmack zu verleihen. Dadurch versteht sich aber auch, dass Sencha nicht an Hängen oder Bergausläufern angebaut wird, sondern in den Ebenen, zum Meer hin, also meistens im Zentrum.Herstellung
Sencha wird als sogenannter "second flush" im Frühsommer bei milder Temperatur geerntet , wie bereits erwähnt, nachdem die Pflanzen zwei Wochen zuvor mit Netzen beschattet wurden. Die früheste Ernte als sogenannter Shincha In Japan ist es üblich, die Teeblätter mit dieser Methode zum bearbeiten direkt nach der Ernte zu dämpfen um die Fermentation zu unterbinden. Dieser Prozess verleiht japanischen Grüntees ihr typisches grasig- frisches Aroma. Im Anschluss an den Dämpfvorgang werden die Blätter gerollt und erhalten dadurch ihre charakteristische Nadelform. Nun ist der Sencha soweit, dass er trocknen und seinen Reifeprozess abschließen kann.Fazit
Egal, ob man ein Stück Jahrhunderte gute alte japanische Teetradition genießen, oder seinem Körper etwas Gutes tun möchte und mehr Getränke mit Geschmack mag, mit grünem Sencha liegt man richtig. Nicht ohne Grund erfreut sich diese spezielle Sorte einer solch großen Beliebtheit und ist auch bei uns ohne Probleme in guter premium Qualität zu finden. Jeder Grüntee Liebhaber trinkt gerne hin und wieder ein gutes Glas mit grünem Sencha. Beachtet man nun noch die Merkmale und Angaben der typischen Zubereitung, können die Teeblätter ihren vollen Geschmack und das charakteristische Aroma entfalten. Oft wird der Sencha mit propolis Honig oder eine Brise Lavendel verfeinert mit einem Gusseisen serviert. Für diejenigen die den Tee gerne mal mit einem etwas stärkeren Geschmack trinken möchten eignet sich der Sencha ebenfalls super. Bildnachweis: Sencha - © usbfco - Fotolia.comHerkunft und Anbaugebiete
Sencha — grüner Tee gehört zu den ältesten und vielseitigsten Getränken der Welt. Seine Geschichte reicht über 5.000 Jahre zurück bis ins alte China, wo der Legende nach Kaiser Shen Nung die ersten Teeblätter zufällig entdeckte. Heute wird grüner Tee hauptsächlich in China, Japan, Korea und Indien angebaut.
Die wichtigsten Anbaugebiete für grünen Tee befinden sich in den Hochlandregionen Asiens. In China sind die Provinzen Zhejiang, Fujian und Anhui bekannt für ihre erstklassigen grünen Tees. Japan ist berühmt für Sorten wie Sencha, Gyokuro und Matcha, die in den Regionen Shizuoka, Kagoshima und Uji angebaut werden. Das Klima, der Boden und die Höhenlage spielen eine entscheidende Rolle für die Qualität und den Geschmack des Tees.
Herstellung und Verarbeitung
Der entscheidende Unterschied zwischen grünem und schwarzem Tee liegt in der Verarbeitung. Grüner Tee wird nach der Ernte durch Hitzeeinwirkung an der Oxidation gehindert — ein Prozess, den man als Fixierung bezeichnet. In China geschieht dies traditionell durch Rösten in großen Woks (Pfannen-Fixierung), während in Japan Dampf verwendet wird (Dampf-Fixierung).
Nach der Fixierung werden die Blätter gerollt, um die Zellstrukturen aufzubrechen und die spätere Geschmacksentfaltung beim Aufguss zu ermöglichen. Anschließend folgt eine schonende Trocknung. Die Art der Verarbeitung bestimmt maßgeblich das Geschmacksprofil: Japanische grüne Tees schmecken typischerweise frischer und grasiger, während chinesische Sorten oft nussige und blumige Noten aufweisen.
Inhaltsstoffe und Wirkung
Grüner Tee ist ein wahres Kraftpaket an gesundheitsfördernden Inhaltsstoffen. Das Zusammenspiel von Catechinen (insbesondere EGCG), L-Theanin, Koffein, Vitaminen und Mineralstoffen macht ihn zu einem der am besten erforschten Lebensmittel weltweit. Sencha enthält diese Wirkstoffe in konzentrierter Form.
L-Theanin ist eine Aminosäure, die fast ausschließlich in der Teepflanze vorkommt. Sie fördert die Bildung von Alpha-Gehirnwellen und sorgt für einen Zustand entspannter Aufmerksamkeit. In Kombination mit Koffein entsteht eine sanfte, langanhaltende Wachheit ohne die Nervosität, die Kaffee manchmal verursacht.
Die Catechine im grünen Tee, allen voran Epigallocatechingallat (EGCG), sind starke Antioxidantien. Sie können oxidativen Stress reduzieren und werden in der Forschung intensiv hinsichtlich ihrer potenziellen gesundheitlichen Vorteile untersucht.
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Zubereitung Schritt für Schritt
Die perfekte Tasse beginnt mit der Wahl des richtigen Wassers. Verwenden Sie nach Möglichkeit gefiltertes Leitungswasser oder stilles Mineralwasser mit einem niedrigen Kalkgehalt. Hartes Wasser kann den Geschmack von Tee erheblich beeinträchtigen und einen unangenehmen Film auf der Oberfläche bilden. Die optimale Wasserhärte für Tee liegt zwischen 4 und 8 Grad deutscher Härte.
Wärmen Sie Ihre Teekanne und Tassen vor, indem Sie sie kurz mit heißem Wasser ausspülen. Dieser einfache Schritt sorgt dafür, dass das Aufgusswasser seine optimale Temperatur behält und der Tee gleichmäßig extrahiert wird. Messen Sie die Teemenge sorgfältig ab: Pro 200 ml Wasser empfehlen sich je nach Teesorte 2 bis 5 Gramm Teeblätter. Eine Küchenwaage liefert dabei genauere Ergebnisse als das Augenmaß.
Gießen Sie das Wasser langsam über die Teeblätter und lassen Sie den Aufguss in Ruhe ziehen. Widerstehen Sie der Versuchung, den Teebeutel oder das Teesieb ständig zu bewegen — dies kann unerwünschte Bitterstoffe lösen. Nach der optimalen Ziehzeit entfernen Sie die Teeblätter sofort, um ein Überziehen zu vermeiden. Die Ziehzeit ist der wichtigste Faktor für den Geschmack — schon 30 Sekunden zu viel können einen milden Tee herb und bitter machen.
Kulturelle Bedeutung und Tradition
Sencha steht in einer langen Tradition, die verschiedene Kulturen und Epochen miteinander verbindet. Tee ist seit Jahrtausenden nicht nur ein Getränk, sondern ein Kulturgut, das Menschen zusammenbringt und zum Innehalten einlädt. In einer Zeit, die von Hektik und Schnelllebigkeit geprägt ist, bietet die Teekultur einen wertvollen Gegenpol.
In der traditionellen chinesischen Kultur steht Tee für die Harmonie zwischen Mensch und Natur. Die japanische Teezeremonie erhebt die Teezubereitung zur meditativen Kunstform. In Großbritannien ist der Afternoon Tea ein gesellschaftliches Ritual, und in Ostfriesland gehört die Teetied zum kulturellen Erbe. Auch in der arabischen Welt ist die Teezubereitung ein Akt der Gastfreundschaft und des Respekts.
Moderne Teekultur verbindet diese Traditionen mit zeitgenössischen Trends. Tee-Sommeliers, spezialisierte Teehäuser und die wachsende Bewegung für bewussten Konsum machen Tee zu einem Thema, das Menschen unterschiedlichster Hintergründe begeistert. Die Beschäftigung mit Tee fördert Achtsamkeit, Geduld und die Wertschätzung für Qualität — Eigenschaften, die in unserer schnelllebigen Zeit wichtiger denn je sind.
Qualität erkennen und richtig einkaufen
Die Qualität von Tee zu beurteilen, erfordert etwas Übung und Wissen. Ein wichtiger erster Anhaltspunkt ist das Erscheinungsbild der trockenen Blätter: Hochwertige Tees bestehen aus ganzen oder großen Blattstücken mit einheitlicher Farbe und Form. Gebrochene, staubige oder ungleichmäßige Blätter deuten auf niedrigere Qualität hin.
Der Duft der trockenen Blätter sollte frisch, klar und einladend sein — niemals muffig, staubig oder künstlich. Beim Aufguss achten Sie auf eine klare, leuchtende Tassenfarbe. Trüber oder matter Tee kann auf Qualitätsmängel oder falsche Lagerung hindeuten. Der Geschmack sollte vielschichtig sein und verschiedene Noten offenbaren — Tiefe und Komplexität sind Zeichen hoher Qualität.
Kaufen Sie Tee vorzugsweise im Fachhandel, wo Sie kompetent beraten werden und die Möglichkeit haben, verschiedene Sorten zu probieren. Online-Teeshops bieten oft eine größere Auswahl und detaillierte Beschreibungen. Achten Sie auf Bio-Zertifizierungen und Fair-Trade-Siegel, die Qualitätsstandards und nachhaltige Produktion gewährleisten. Kaufen Sie lieber kleine Mengen und verbrauchen Sie den Tee innerhalb weniger Monate — Frische ist bei Tee entscheidend.
Richtige Lagerung für optimales Aroma
Die richtige Lagerung ist entscheidend dafür, dass Ihr Tee sein volles Aroma bewahrt. Die vier größten Feinde des Tees sind Licht, Luft, Feuchtigkeit und Fremdgerüche. Bewahren Sie Tee daher stets in luftdichten, lichtundurchlässigen Behältern auf — ideal sind Dosen aus Zinn, Keramik oder dunklem Glas.
Vermeiden Sie die Aufbewahrung in der Nähe von stark riechenden Lebensmitteln wie Gewürzen, Kaffee oder Knoblauch, da Tee fremde Gerüche leicht aufnimmt. Ein kühler, trockener Ort mit konstanter Temperatur — etwa ein Küchenschrank abseits von Herd und Spüle — ist der ideale Lagerplatz. Im Kühlschrank sollte Tee nur in absolut luftdichten Behältern gelagert werden, um Kondenswasser zu vermeiden.
Die Haltbarkeit variiert je nach Teesorte: Grüner und weißer Tee sollten innerhalb von 6 bis 12 Monaten verbraucht werden, da sie empfindlicher auf Oxidation reagieren. Schwarzer Tee und Oolong halten bei richtiger Lagerung 1 bis 2 Jahre. Pu-Erh Tee ist eine Ausnahme — er kann wie guter Wein über Jahre oder sogar Jahrzehnte reifen und an Komplexität gewinnen. Kräuter- und Früchtetee bleiben bei sachgemäßer Lagerung 12 bis 24 Monate aromatisch.