Den Begriff "Tanztee" haben wir, wenn überhaupt, nur noch irgendwo in unseren Hinterköpfen abgespeichert. Erfunden wurde der Tanztee Anfang des 19. Jahrhunderts in England. Damals traf man sich im privaten Rahmen üblicher Weise zur Tea Time um 17 Uhr. Es wurden neben Tee auch kleine Häppchen und das übliche Gebäck gereicht. Zudem gab es, wie der Name schon vermuten lässt, Musik und es wurde getanzt. Spätestens nach eineinhalb Stunden war so ein Tanztee aber schon wieder beendet. Irgendwann kam der Trend von England auch zu uns und schließlich wurde aus den privaten Veranstaltungen eine öffentliche Tanzgesellschaft. Es war damals nahezu die einzige Möglichkeit für junge Menschen, in einer ungezwungenen, lockeren Atmosphäre Gleichaltrige kennen zu lernen und vielleicht sogar mal einen kleinen Flirt zu riskieren. In den Teehäusern waren diese Tanztees vor allem in den berühmten "Goldenen 20ern" der Renner. In England waren diese Veranstaltungen sogar bis zum Zweiten Weltkrieg ungebrochen beliebt.Es entstand eine gewisse Liebe zu diesem Trend. Aber heutzutage sind Tanztees völlig aus der Mode gekommen. Die Jugendlichen wachsen viel freier und offener auf, es gibt unzählige Möglichkeiten sich kennen zu lernen und getanzt wird längst in Diskotheken. Tee an sich kommt zwar immer mehr in Mode, auch bei jüngeren, aber Standardtänze, wie sie beim Tanztee nun mal dazugehören?

Legende oder Wahrheit?

Tatsächlich erleben auch die Tanztees gerade eine eigene kleine Renaissance. Zum einen ist es für Familien mit kleinen Kindern eine wunderbare Gelegenheit, einmal wieder auszugehen, ohne gleichzeitig ein kleines Vermögen in einen Babysitter investieren zu müssen. Die Uhrzeiten am späten Nachmittag sind sehr Kleinkinder-freundlich. Es gibt zwar mittlerweile auch zahlreiche alkoholische Cocktails mit Tee, aber selbstverständlich auch immer noch eine große Bandbreite "ganz normalen Tees". Zum anderen ist so ein Tanz Tee eine inzwischen doch recht selten gewordene Gelegenheit einmal Standardtänze zu tanzen. Und diese neue Generation der Tanz Tees gibt es schon seit über zehn Jahren. Zunächst nur ganz vereinzelt in größeren Städten, aber das Angebot wird immer flächendeckender. Und die Vorstellung klingt doch wirklich sehr ansprechend und verlockend: An einem Sonntagnachmittag bei guter Life-Musik und leckerem Tee anregende Gespräche führen, tanzen, lachen, einfach das Leben genießen. Selbst die Kleinsten haben ihren Spaß dabei und man selbst muss keine Angst haben, am nächsten Tag wegen einer durchtanzten Nacht, immer noch mit einem Pfeifen in den Ohren, viel zu früh und vielleicht sogar noch verkatert wieder aufzuwachen. Heutige Tanztees sind also absolut familienfreundlich. Und wer dennoch möchte, bekommt zu späterer Stunde auch die Gelegenheit den Teetanz in eine Teedisco übergehen zu lassen. Spätestens dann sollte man auch unbedingt einmal einen der kreativen neuen Tee-Cocktails probieren.

Fazit

Tanztee oder Teetanz, wie auch immer man möchte, klingt für die meisten von uns wahnsinnig "angestaubt" und von vorgestern. Bei diesen Begriffen haben wir automatisch schüchterne, vielleicht auch etwas verklemmte junge Erwachsene der Vorkriegszeit vor Augen, die steif und unbeholfen versuchen, einander nahe zu kommen. Auch, wenn Tee längst sein Image vom Getränk alter oder kranker Leute verloren hat und gerade bei jüngeren immer beliebter wird, einen wirklichen Grund für einen Tanztee gab es deswegen noch lange nicht. Heutzutage geht man meist in gemischte Klassen, chattet nachmittags stundenlang und hat mehr als genug Möglichkeiten, jemanden vom anderen Geschlecht kennen zu lernen. Und zum Tanzen geht man ohnehin nur in die angesagtesten Clubs und das grundsätzlich nie vor Einbruch der Dunkelheit bzw. vor 22 Uhr. Doch ein Hamburger Teehaus hat bereits Anfang des neuen Jahrhunderts den absolut besten Grund gefunden, die Tradition der Tanztees in einer neuen Version wieder aufleben zu lassen: es macht Spaß! Und der Erfolg gibt ihnen Recht! Die Nachfrage ist groß, das Publikum begeistert und wer einmal dort war, wird schnell zum Wiederholungstäter. Da ließen Anfragen aus anderen Städten nicht lange auf sich warten. Wer sagt denn, dass man nur abends und nachts Spaß am Tanzen haben kann? Und dass man sich nur gut unterhalten kann, wenn man Alkohol trinkt, auf keinen Fall aber Tee? Wir haben in den letzten Jahren schon einiger unserer Vorurteile über Tee zurücknehmen müssen oder besser dürfen. Tee ist längst ein cooles In-Getränk. Tee beweist, dass man eine Jahrtausende alte Tradition haben und trotzdem wandelbar und modern sein kann. Weshalb sollte das Gleiche nicht auch für die Tanz Tees gelten? Also, einfach hin, ausprobieren und sich selbst eine Meinung bilden. Bildnachweis: Gesellschaftstanz ©Thinkstock: iStockphoto

Historischer Hintergrund

Die Geschichte rund um Tanztee gestern ist eng mit der jahrtausendealten Kulturgeschichte des Tees verwoben. Tee ist mehr als nur ein Getränk — er ist ein Spiegel der Gesellschaften, die ihn kultiviert haben. Von den Nebelbergen Chinas über die Tempelgärten Japans bis zu den kolonialen Teeplantagen Indiens hat jede Epoche ihre eigenen Geschichten hervorgebracht.

Viele der heute bekannten Tee-Mythen haben ihren Ursprung in mündlichen Überlieferungen, die über Generationen weitergegeben wurden. Sie verbinden historische Fakten mit symbolischen Elementen und bieten so einen einzigartigen Einblick in die Denkweise und Werte vergangener Kulturen.

Die Legende im Detail

Diese Erzählung gehört zu den faszinierendsten Geschichten der Teekultur. Wie bei vielen Legenden gibt es verschiedene Versionen, die je nach Region und Erzähltradition variieren. Allen gemeinsam ist die tiefe Wertschätzung für den Tee als Geschenk der Natur und als Bindeglied zwischen Menschen und ihrer Umwelt.

Legenden wie diese erinnern uns daran, dass Tee seit jeher mehr war als ein einfaches Getränk. Er diente als Medium für Meditation, als Zeichen der Gastfreundschaft und als Katalysator für philosophische Gespräche. In vielen asiatischen Kulturen gilt der Tee als Brücke zwischen der materiellen und der spirituellen Welt.

Kulturelle Bedeutung

Die kulturelle Bedeutung von Tee lässt sich kaum überschätzen. In China symbolisiert er Harmonie, Respekt, Reinheit und Stille — die vier Grundpfeiler der Teezeremonie nach dem Philosophen Lu Yu. In Japan wurde die Teezeremonie (Chado, „Weg des Tees") zu einer eigenen Kunstform entwickelt, die buddhistische Prinzipien verkörpert.

In Großbritannien wurde der Nachmittagstee zu einem gesellschaftlichen Ritual, das Klassen überbrückte. In Marokko ist die aufwendige Zubereitung des Minztees ein Akt der Gastfreundschaft. In Russland steht der Samowar für Gemeinschaft und Wärme. Jede Kultur hat ihre eigene Beziehung zum Tee entwickelt, und Geschichten wie diese sind Ausdruck dieser vielschichtigen Verbindung.

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Zubereitung Schritt für Schritt

Die perfekte Tasse beginnt mit der Wahl des richtigen Wassers. Verwenden Sie nach Möglichkeit gefiltertes Leitungswasser oder stilles Mineralwasser mit einem niedrigen Kalkgehalt. Hartes Wasser kann den Geschmack von Tee erheblich beeinträchtigen und einen unangenehmen Film auf der Oberfläche bilden. Die optimale Wasserhärte für Tee liegt zwischen 4 und 8 Grad deutscher Härte.

Wärmen Sie Ihre Teekanne und Tassen vor, indem Sie sie kurz mit heißem Wasser ausspülen. Dieser einfache Schritt sorgt dafür, dass das Aufgusswasser seine optimale Temperatur behält und der Tee gleichmäßig extrahiert wird. Messen Sie die Teemenge sorgfältig ab: Pro 200 ml Wasser empfehlen sich je nach Teesorte 2 bis 5 Gramm Teeblätter. Eine Küchenwaage liefert dabei genauere Ergebnisse als das Augenmaß.

Gießen Sie das Wasser langsam über die Teeblätter und lassen Sie den Aufguss in Ruhe ziehen. Widerstehen Sie der Versuchung, den Teebeutel oder das Teesieb ständig zu bewegen — dies kann unerwünschte Bitterstoffe lösen. Nach der optimalen Ziehzeit entfernen Sie die Teeblätter sofort, um ein Überziehen zu vermeiden. Die Ziehzeit ist der wichtigste Faktor für den Geschmack — schon 30 Sekunden zu viel können einen milden Tee herb und bitter machen.

Kulturelle Bedeutung und Tradition

Tanztee gestern steht in einer langen Tradition, die verschiedene Kulturen und Epochen miteinander verbindet. Tee ist seit Jahrtausenden nicht nur ein Getränk, sondern ein Kulturgut, das Menschen zusammenbringt und zum Innehalten einlädt. In einer Zeit, die von Hektik und Schnelllebigkeit geprägt ist, bietet die Teekultur einen wertvollen Gegenpol.

In der traditionellen chinesischen Kultur steht Tee für die Harmonie zwischen Mensch und Natur. Die japanische Teezeremonie erhebt die Teezubereitung zur meditativen Kunstform. In Großbritannien ist der Afternoon Tea ein gesellschaftliches Ritual, und in Ostfriesland gehört die Teetied zum kulturellen Erbe. Auch in der arabischen Welt ist die Teezubereitung ein Akt der Gastfreundschaft und des Respekts.

Moderne Teekultur verbindet diese Traditionen mit zeitgenössischen Trends. Tee-Sommeliers, spezialisierte Teehäuser und die wachsende Bewegung für bewussten Konsum machen Tee zu einem Thema, das Menschen unterschiedlichster Hintergründe begeistert. Die Beschäftigung mit Tee fördert Achtsamkeit, Geduld und die Wertschätzung für Qualität — Eigenschaften, die in unserer schnelllebigen Zeit wichtiger denn je sind.

Qualität erkennen und richtig einkaufen

Die Qualität von Tee zu beurteilen, erfordert etwas Übung und Wissen. Ein wichtiger erster Anhaltspunkt ist das Erscheinungsbild der trockenen Blätter: Hochwertige Tees bestehen aus ganzen oder großen Blattstücken mit einheitlicher Farbe und Form. Gebrochene, staubige oder ungleichmäßige Blätter deuten auf niedrigere Qualität hin.

Der Duft der trockenen Blätter sollte frisch, klar und einladend sein — niemals muffig, staubig oder künstlich. Beim Aufguss achten Sie auf eine klare, leuchtende Tassenfarbe. Trüber oder matter Tee kann auf Qualitätsmängel oder falsche Lagerung hindeuten. Der Geschmack sollte vielschichtig sein und verschiedene Noten offenbaren — Tiefe und Komplexität sind Zeichen hoher Qualität.

Kaufen Sie Tee vorzugsweise im Fachhandel, wo Sie kompetent beraten werden und die Möglichkeit haben, verschiedene Sorten zu probieren. Online-Teeshops bieten oft eine größere Auswahl und detaillierte Beschreibungen. Achten Sie auf Bio-Zertifizierungen und Fair-Trade-Siegel, die Qualitätsstandards und nachhaltige Produktion gewährleisten. Kaufen Sie lieber kleine Mengen und verbrauchen Sie den Tee innerhalb weniger Monate — Frische ist bei Tee entscheidend.