Prävention ist die bessere Alternative von Heilung
Schnelle und gute medizinische Hilfe im Falle eines Schlaganfalles sind eine Sache, viel besser ist es aber natürlich, wenn es gar nicht erst so weit kommt. Aber wie kann man einem Schlaganfall vorbeugen. Ein gesunder Lebenswandel und nicht zu viel Stress sind sicher gut, aber leider auch nicht immer so umzusetzen, wie man sich das wünscht. Die Teeliebhaber ahnen die Antwort auf diese Frage sicher schon: es ist mal wieder der gute, alte Grüne Tee, der uns auch hier einmal wieder helfen kann. Die angesehene Fachzeitschrift zum Thema Schlaganfall namens "Stroke" hat kürzlich die Ergebnisse einen sehr groß angelegten und ungewöhnlich langen Studie veröffentlicht. Tatsächlich wurden im Rahmen dieser Untersuchung mehr als 83.000 Menschen im Alter zwischen 45 und 74 Jahren über 13 Jahre hinweg immer wieder befragt und vor allem ihre Lebensgewohnheiten genauestens dokumentiert. Selbstverständlich gehörten auch Punkte wie der Konsum von Tabak oder Alkohol, sowie das sportliche Verhalten zu den für die Mediziner interessanten Aspekten. Zusammenfassen muss man ganz klar anerkennen: der eindeutige Sieger heißt Grüner Tee. Je mehr Grüntee die Teilnehmer dieser Studie tranken, desto geringer war ganz offensichtlich ihr Schlaganfallrisiko. Bereits zwei bis drei Tassen täglich reduzierten die Gefahr diese ernsthafte Erkrankung zu erleiden um beachtliche 14 Prozent. Mit vier oder mehr Tassen waren es sogar 20 Prozent, also ein Fünftel weniger als ohne Grünen Tee. Fast schon nebenbei wurde dabei ebenfalls bestätigt, dass auch das Risiko von Herz-Kreislauferkrankungen mit steigendem Grünteekonsum abnimmt. Dies bestätigte die Ergebnisse einiger vorhergehender Studien nochmals.Fazit
Schlaganfall - dieses Stichwort hat viel mit einem Schreckgespenst gemeinsam. Je mehr auch immer jüngere Menschen davon betroffen sind, umso eher hat man den Eindruck, sich nicht wirklich davor schützen zu können. Wie schön und vor allem auch beruhigend zu wissen, dass man es eben doch kann. Und umso schöner zu wissen, dass man es mit der täglichen Routine einen leckeren Grüntee zu trinken ohnehin schon die ganze Zeit getan hat. Nicht, dass wahre Teefans einen Grund für ihr liebstes Hobby bräuchten, vom guten Geschmack mal abgesehen, aber das Ergebnis dieser Studie ist einfach eine wunderbare Bestätigung dafür, dass diejenigen, die bereits vor hunderten von Jahren sagten, dass Grüner Tee unheimlich gesund sei, auch ganz ohne moderne Studien und Techniken recht hatten und im wahrsten Sinne des Wortes mit ihrem "Bauchgefühl" richtig lagen. Vielleicht war es damals auch einfach nur üblich, seine Mitmenschen, ihre Gewohnheiten, die Natur im Allgemeinen und auch den eigenen Körper im Speziellen, genauer und aufmerksamer zu beobachten und die richtigen Schlüsse daraus zu ziehen. Bildquelle: Apoplectic And Epileptic Stroke/Style Media & Design/fotolia.comWissenschaftlicher Hintergrund
Tee als Schlaganfall-Prophylaxe — die Beziehung zwischen Tee und Gesundheit ist eines der am intensivsten erforschten Gebiete der Ernährungswissenschaft. Tausende von Studien weltweit untersuchen die Wirkungen verschiedener Teeinhaltsstoffe auf den menschlichen Körper. Dabei zeigt sich immer deutlicher, dass regelmäßiger Teegenuss Teil einer gesunden Lebensweise sein kann.
Es ist jedoch wichtig, zwischen nachgewiesenen Effekten und übertriebenen Gesundheitsversprechen zu unterscheiden. Tee ist kein Wundermittel und kein Ersatz für eine ausgewogene Ernährung, ausreichend Bewegung und ärztliche Versorgung. Er kann aber einen wertvollen Beitrag zur allgemeinen Gesundheit und zum Wohlbefinden leisten.
Inhaltsstoffe und ihre Wirkung
Die gesundheitlich relevanten Inhaltsstoffe des Tees lassen sich in mehrere Gruppen einteilen. Polyphenole — darunter Catechine, Theaflavine und Flavonole — sind die wichtigste Gruppe. Sie wirken als Antioxidantien und können oxidativen Stress im Körper reduzieren, der mit zahlreichen chronischen Erkrankungen in Verbindung gebracht wird.
L-Theanin, eine Aminosäure, die fast ausschließlich in der Teepflanze vorkommt, hat eine beruhigende Wirkung, ohne müde zu machen. In Kombination mit Koffein fördert es einen Zustand entspannter Wachheit. Darüber hinaus enthält Tee Mineralstoffe wie Fluorid (für die Zahngesundheit), Mangan (für den Knochenstoffwechsel) und Kalium (für die Herzfunktion).
Studien und Forschungsergebnisse
Epidemiologische Studien aus Asien zeigen konsistente Zusammenhänge zwischen regelmäßigem Teekonsum und verschiedenen Gesundheitsparametern. Eine große japanische Studie mit über 40.000 Teilnehmern beobachtete, dass Personen, die mindestens fünf Tassen grünen Tee pro Tag tranken, ein deutlich reduziertes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen aufwiesen.
Allerdings ist bei der Interpretation solcher Studien Vorsicht geboten. Korrelation bedeutet nicht Kausalität — Teetrinker pflegen möglicherweise insgesamt einen gesünderen Lebensstil. Randomisierte kontrollierte Studien liefern belastbarere Ergebnisse, sind aber aufgrund der langen Studiendauer und der Kosten seltener.
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Zubereitung Schritt für Schritt
Die perfekte Tasse beginnt mit der Wahl des richtigen Wassers. Verwenden Sie nach Möglichkeit gefiltertes Leitungswasser oder stilles Mineralwasser mit einem niedrigen Kalkgehalt. Hartes Wasser kann den Geschmack von Tee erheblich beeinträchtigen und einen unangenehmen Film auf der Oberfläche bilden. Die optimale Wasserhärte für Tee liegt zwischen 4 und 8 Grad deutscher Härte.
Wärmen Sie Ihre Teekanne und Tassen vor, indem Sie sie kurz mit heißem Wasser ausspülen. Dieser einfache Schritt sorgt dafür, dass das Aufgusswasser seine optimale Temperatur behält und der Tee gleichmäßig extrahiert wird. Messen Sie die Teemenge sorgfältig ab: Pro 200 ml Wasser empfehlen sich je nach Teesorte 2 bis 5 Gramm Teeblätter. Eine Küchenwaage liefert dabei genauere Ergebnisse als das Augenmaß.
Gießen Sie das Wasser langsam über die Teeblätter und lassen Sie den Aufguss in Ruhe ziehen. Widerstehen Sie der Versuchung, den Teebeutel oder das Teesieb ständig zu bewegen — dies kann unerwünschte Bitterstoffe lösen. Nach der optimalen Ziehzeit entfernen Sie die Teeblätter sofort, um ein Überziehen zu vermeiden. Die Ziehzeit ist der wichtigste Faktor für den Geschmack — schon 30 Sekunden zu viel können einen milden Tee herb und bitter machen.
Kulturelle Bedeutung und Tradition
Schlaganfall Prophylaxe steht in einer langen Tradition, die verschiedene Kulturen und Epochen miteinander verbindet. Tee ist seit Jahrtausenden nicht nur ein Getränk, sondern ein Kulturgut, das Menschen zusammenbringt und zum Innehalten einlädt. In einer Zeit, die von Hektik und Schnelllebigkeit geprägt ist, bietet die Teekultur einen wertvollen Gegenpol.
In der traditionellen chinesischen Kultur steht Tee für die Harmonie zwischen Mensch und Natur. Die japanische Teezeremonie erhebt die Teezubereitung zur meditativen Kunstform. In Großbritannien ist der Afternoon Tea ein gesellschaftliches Ritual, und in Ostfriesland gehört die Teetied zum kulturellen Erbe. Auch in der arabischen Welt ist die Teezubereitung ein Akt der Gastfreundschaft und des Respekts.
Moderne Teekultur verbindet diese Traditionen mit zeitgenössischen Trends. Tee-Sommeliers, spezialisierte Teehäuser und die wachsende Bewegung für bewussten Konsum machen Tee zu einem Thema, das Menschen unterschiedlichster Hintergründe begeistert. Die Beschäftigung mit Tee fördert Achtsamkeit, Geduld und die Wertschätzung für Qualität — Eigenschaften, die in unserer schnelllebigen Zeit wichtiger denn je sind.
Qualität erkennen und richtig einkaufen
Die Qualität von Tee zu beurteilen, erfordert etwas Übung und Wissen. Ein wichtiger erster Anhaltspunkt ist das Erscheinungsbild der trockenen Blätter: Hochwertige Tees bestehen aus ganzen oder großen Blattstücken mit einheitlicher Farbe und Form. Gebrochene, staubige oder ungleichmäßige Blätter deuten auf niedrigere Qualität hin.
Der Duft der trockenen Blätter sollte frisch, klar und einladend sein — niemals muffig, staubig oder künstlich. Beim Aufguss achten Sie auf eine klare, leuchtende Tassenfarbe. Trüber oder matter Tee kann auf Qualitätsmängel oder falsche Lagerung hindeuten. Der Geschmack sollte vielschichtig sein und verschiedene Noten offenbaren — Tiefe und Komplexität sind Zeichen hoher Qualität.
Kaufen Sie Tee vorzugsweise im Fachhandel, wo Sie kompetent beraten werden und die Möglichkeit haben, verschiedene Sorten zu probieren. Online-Teeshops bieten oft eine größere Auswahl und detaillierte Beschreibungen. Achten Sie auf Bio-Zertifizierungen und Fair-Trade-Siegel, die Qualitätsstandards und nachhaltige Produktion gewährleisten. Kaufen Sie lieber kleine Mengen und verbrauchen Sie den Tee innerhalb weniger Monate — Frische ist bei Tee entscheidend.
Richtige Lagerung für optimales Aroma
Die richtige Lagerung ist entscheidend dafür, dass Ihr Tee sein volles Aroma bewahrt. Die vier größten Feinde des Tees sind Licht, Luft, Feuchtigkeit und Fremdgerüche. Bewahren Sie Tee daher stets in luftdichten, lichtundurchlässigen Behältern auf — ideal sind Dosen aus Zinn, Keramik oder dunklem Glas.
Vermeiden Sie die Aufbewahrung in der Nähe von stark riechenden Lebensmitteln wie Gewürzen, Kaffee oder Knoblauch, da Tee fremde Gerüche leicht aufnimmt. Ein kühler, trockener Ort mit konstanter Temperatur — etwa ein Küchenschrank abseits von Herd und Spüle — ist der ideale Lagerplatz. Im Kühlschrank sollte Tee nur in absolut luftdichten Behältern gelagert werden, um Kondenswasser zu vermeiden.
Die Haltbarkeit variiert je nach Teesorte: Grüner und weißer Tee sollten innerhalb von 6 bis 12 Monaten verbraucht werden, da sie empfindlicher auf Oxidation reagieren. Schwarzer Tee und Oolong halten bei richtiger Lagerung 1 bis 2 Jahre. Pu-Erh Tee ist eine Ausnahme — er kann wie guter Wein über Jahre oder sogar Jahrzehnte reifen und an Komplexität gewinnen. Kräuter- und Früchtetee bleiben bei sachgemäßer Lagerung 12 bis 24 Monate aromatisch.