Aber welche Alternativen gibt es?
Früher wurden in China spezielle Warmhaltekörbe verwendet. Die Kanne wurde in diese gepolsterten und gefütterten Behälter gegeben, nur noch der Ausguss war zu sehen. Darin blieb der Tee lange Zeit warm. Doch heutzutage findet man solch ein Exemplar selbst in seiner Heimat kaum noch. Eine gute Alternative könnte etwa eine Porzellankanne mit einer Filzummantelung sein. Seit Stricken und Häkeln eine regelrechte Renaissance erleben, sieht man bei uns auch wieder häufiger sogenannte "Teemützen". Diese Wollhauben werden über die Kanne gestülpt und sind gleichzeitig ein bunter Farbtupfer und Blickfang. In China dagegen ist es bis heute üblich, vor allem Grüntee, Oolong, aromatisierte und ganz besondere Sorten aus einer sogenannten Deckeltasse zu trinken. Diese Tassen sind quasi Kanne und Tasse in einem, sie bestehen aus einer Schale oder einem Unterteller, einer Tasse und einem Deckel. Möchte man nun einen Tee genießen, bei dem ohnehin empfohlen wird, mehrere Aufgüsse zu machen, gibt man einfach die gewünschte Menge Teeblätter in die Tasse, gießt sie mit heißem Wasser auf und lässt den Tee zugedeckt ziehen. Das heiße Wasser kann übrigens ohne Probleme aus einer Thermoskanne stammen. Hat man die Tasse geleert, kann man sie so ganz schnell und einfach wieder füllen.Und welche Tricks gibt es noch?
Bei Teezeremonien beispielsweise ist es üblich, die Tassen, bevor man den Tee eingießt, mit heißem Wasser auszuspülen und dies hat auch einen guten Grund. So sind die Tassen schon etwas vorgewärmt und der Tee hält tatsächlich etwas länger warm. Zum anderen gilt hier wohl auch ganz klar der Leitsatz: "Weniger ist manchmal mehr!" Sicher ist es schön und angenehm, Tee möglichst schnell trinken zu können, wenn man möchte. Beginnt man allerdings die Zubereitung bereits als Teil des Teegenusses, statt als notwendiges Übel zu sehen, empfindet man es sicher nicht als lästig, sich seinen Tee in entsprechend kleinen Mengen frisch zuzubereiten. Einen halben Liter etwa kann man ohne Hast und Eile trinken, ohne dass er zu kalt wird. So muss man weder jeder Tasse einzeln zubereiten, noch hat man das Gefühl, den Tee so schnell trinken zu müssen, dass für den Genuss gar keine Zeit bleibt.Fazit
Es liegt wohl in der Natur des Menschen, ob Teekanne, Thermos oder ähnliches. Alles, was wir möchten, am liebsten jederzeit und in unbegrenzter Menge verfügbar haben wollen. Manchmal ist es aber der eigene Geschmack, der darunter leidet.Bildnachweis: Tee richtig warmhalten © Martina Berg - Fotolia.comVerwandte Artikel
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