Das Für und Wider bei Tee
Wie wohl nahezu alles im Leben, gibt es sowohl bei Tee, als auch bei Kaffee zwei Seiten. Zum einen können zahlreiche Inhaltsstoffe des Tees, wie es aussieht einige Krebsarten vorbeugen, Entzündungen hemmen und wirken präventiv bei Herzkrankheiten. Bereits drei bis vier Tasse Tee pro Tag reichen aus, um das Risiko auf ein Minimum zu reduzieren. Sogar ein gewisser Anti-Aging-Effekt wird Tee immer wieder zugesprochen. Davon abgesehen kann Tee die Bildung neuer Fettzellen unterbinden oder zumindest erschweren und kann somit Übergewicht vorbeugen. Vor allem der weiße Tee wird in entsprechenden Veröffentlichungen immer wieder besonders positiv erwähnt. Einer Erkrankung an Diabetes Typ 1 kann der regelmäßige Konsum von Tee ebenfalls vorbeugen. Und die Zähne profitieren ebenfalls, dank der hohen Konzentrationen an Fluorid im Tee. Vier Tassen schwarzer Tee täglich über einen Zeitraum von sechs Wochen getrunken, senkt die Konzentration des Stresshormons Kortisol in unserem Blut. Die Vorteile von Tee sind vielseitig und zahlreich. Dennoch gibt es einige Studien, die dafür sprechen, dass Tee, wenn man ihn zu heiß trinkt, Speiseröhrenkrebs begünstigen soll. Außerdem finden sich bei Kontrollen immer wieder hohe Mengen an Pestiziden im Tee, sogar bei Proben mit einem Biosiegel. Davon abgesehen blockieren die zum Teil beträchtlichen Mengen an Tannin die Aufnahme von Eisen im Blut, was zu einer Anämie führen kann. Und zu allem Übel gibt es Untersuchungen, die belegen, dass man wohl sämtliche positiven Effekte des Tees zunichtemacht, sobald man Milch dazu gibt.Das Für und Wider bei Kaffee
Selbstverständlich kann man aber auch bei Kaffee solch eine Auflistung von positivem und negativem machen. Einige Wissenschaftler sind inzwischen davon überzeugt, dass man aus den Inhaltsstoffen des Kaffee Medikamente gegen Herzerkrankungen und Schlafstörungen herstellen könnte. Zudem wurde in Studien nachgewiesen, dass Menschen, die regelmäßig Kaffee trinken, signifikant seltener an Alzheimer erkranken und seltener an Herzerkrankungen sterben, als Menschen, die auf Kaffee verzichten oder nur hin und wieder eine Tasse trinken. Im Gegenzug zu Tee, der Diabetes Typ 1 vorbeugt, kann man mit Kaffee das Risiko für Diabetes Typ 2 reduzieren und Männer senken gar die Wahrscheinlichkeit an Gicht zu erkranken. Darüber hinaus verbessert Kaffeegenuss das Kurzzeitgedächtnis und die Reaktionszeit. Vor allem ältere Personen profitieren besonders auffallend von diesem Effekt. Aber von den etwa 1000 Verbindungen im Kaffee sind 19 bekannte Karzinogene, also Stoffe, die Krebserkrankungen fördern. Auch der Cholesterinspiegel kann durch Kaffeegenuss steigen. Davon abgesehen verfärben sich durch Kaffee die Zähne nach und nach. In Dänemark wurde gar nachgewiesen, dass eine werdende Mutter mit acht oder noch mehr Tassen Kaffee pro Tag das Risiko für eine Totgeburt enorm steigert. Und auch nicht schwanger bewirkt Kaffee eine Verminderung des Blutflusses zum Herzen.Fazit
Genau betrachtet, sind sich viele der Vor- und Nachteile recht ähnlich, einen eindeutigen "Sieger" oder "Verlierer" gibt es sicher nicht. Am Ende sollte man am besten den eigenen Geschmack entscheiden lassen. Anstatt auf der Suche nach dem heiligen Gral und dem ewigen Leben in Gesundheit und Jugend zu sein, sollte man wieder öfter den Genuss in den Vordergrund stellen. Nur Nutzen und positives gibt es nie. Wirklich schade, wenn man dann noch nicht mal mit Freuden seine Tasse leer trinkt. Bildnachweis: Teeliebhaber vs. Kaffeefans © g-konzept.de - Fotolia.comHintergrund und Kontext
Teeliebhaber vs. Kaffeefans — dieses Thema verdient eine genauere Betrachtung, denn es berührt wichtige Aspekte des Teegenusses, über die viele Teetrinker nur wenig wissen. Ob Anfänger oder erfahrener Teekenner: Hintergrundwissen bereichert das Teeerlebnis und hilft, bessere Entscheidungen beim Kauf und bei der Zubereitung zu treffen.
Die Welt des Tees ist komplex und vielschichtig. Von der Botanik der Teepflanze Camellia sinensis über die unterschiedlichen Verarbeitungsmethoden bis hin zu den kulturellen Traditionen rund um den Globus gibt es immer Neues zu entdecken. Fundiertes Wissen über Tee schärft die Sinne und vertieft den Genuss.
Wissenschaftliche Erkenntnisse
Wissenschaftliche Forschung hat in den letzten Jahrzehnten vieles bestätigt, was die traditionelle Teekunde seit Jahrhunderten lehrt. Moderne Analysemethoden ermöglichen es, die komplexe Chemie des Tees besser zu verstehen: Über 700 verschiedene Aromaverbindungen wurden bislang in Tee identifiziert — mehr als in den meisten anderen Lebensmitteln.
Die Teepflanze Camellia sinensis produziert eine Vielzahl bioaktiver Substanzen: Polyphenole, Aminosäuren, Koffein, Vitamine und Mineralstoffe. Das Zusammenspiel dieser Inhaltsstoffe bestimmt nicht nur den Geschmack, sondern auch die physiologischen Wirkungen des Tees. Die Forschung auf diesem Gebiet ist dynamisch und bringt regelmäßig neue Erkenntnisse hervor.
Praktische Anwendung
Theorie ist wichtig, aber letztendlich zählt die praktische Umsetzung. Hier sind einige bewährte Grundregeln, die für nahezu alle Teesorten gelten: Verwenden Sie stets frisches, gefiltertes Wasser — Kalk und Chlor können den Geschmack erheblich beeinträchtigen. Die Wasserqualität macht einen deutlich größeren Unterschied als viele Teetrinker vermuten.
Investieren Sie in eine gute Teekanne aus Porzellan, Glas oder Gusseisen. Jedes Material hat seine Vorzüge: Porzellan ist neutral und eignet sich für alle Teesorten, Glas ermöglicht die optische Bewertung des Aufgusses, und Gusseisen hält die Temperatur besonders lange. Vermeiden Sie Plastik, da es Geschmacksstoffe aufnehmen und abgeben kann.
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Zubereitung Schritt für Schritt
Die perfekte Tasse beginnt mit der Wahl des richtigen Wassers. Verwenden Sie nach Möglichkeit gefiltertes Leitungswasser oder stilles Mineralwasser mit einem niedrigen Kalkgehalt. Hartes Wasser kann den Geschmack von Tee erheblich beeinträchtigen und einen unangenehmen Film auf der Oberfläche bilden. Die optimale Wasserhärte für Tee liegt zwischen 4 und 8 Grad deutscher Härte.
Wärmen Sie Ihre Teekanne und Tassen vor, indem Sie sie kurz mit heißem Wasser ausspülen. Dieser einfache Schritt sorgt dafür, dass das Aufgusswasser seine optimale Temperatur behält und der Tee gleichmäßig extrahiert wird. Messen Sie die Teemenge sorgfältig ab: Pro 200 ml Wasser empfehlen sich je nach Teesorte 2 bis 5 Gramm Teeblätter. Eine Küchenwaage liefert dabei genauere Ergebnisse als das Augenmaß.
Gießen Sie das Wasser langsam über die Teeblätter und lassen Sie den Aufguss in Ruhe ziehen. Widerstehen Sie der Versuchung, den Teebeutel oder das Teesieb ständig zu bewegen — dies kann unerwünschte Bitterstoffe lösen. Nach der optimalen Ziehzeit entfernen Sie die Teeblätter sofort, um ein Überziehen zu vermeiden. Die Ziehzeit ist der wichtigste Faktor für den Geschmack — schon 30 Sekunden zu viel können einen milden Tee herb und bitter machen.
Kulturelle Bedeutung und Tradition
Teeliebhaber Kaffeefans steht in einer langen Tradition, die verschiedene Kulturen und Epochen miteinander verbindet. Tee ist seit Jahrtausenden nicht nur ein Getränk, sondern ein Kulturgut, das Menschen zusammenbringt und zum Innehalten einlädt. In einer Zeit, die von Hektik und Schnelllebigkeit geprägt ist, bietet die Teekultur einen wertvollen Gegenpol.
In der traditionellen chinesischen Kultur steht Tee für die Harmonie zwischen Mensch und Natur. Die japanische Teezeremonie erhebt die Teezubereitung zur meditativen Kunstform. In Großbritannien ist der Afternoon Tea ein gesellschaftliches Ritual, und in Ostfriesland gehört die Teetied zum kulturellen Erbe. Auch in der arabischen Welt ist die Teezubereitung ein Akt der Gastfreundschaft und des Respekts.
Moderne Teekultur verbindet diese Traditionen mit zeitgenössischen Trends. Tee-Sommeliers, spezialisierte Teehäuser und die wachsende Bewegung für bewussten Konsum machen Tee zu einem Thema, das Menschen unterschiedlichster Hintergründe begeistert. Die Beschäftigung mit Tee fördert Achtsamkeit, Geduld und die Wertschätzung für Qualität — Eigenschaften, die in unserer schnelllebigen Zeit wichtiger denn je sind.
Qualität erkennen und richtig einkaufen
Die Qualität von Tee zu beurteilen, erfordert etwas Übung und Wissen. Ein wichtiger erster Anhaltspunkt ist das Erscheinungsbild der trockenen Blätter: Hochwertige Tees bestehen aus ganzen oder großen Blattstücken mit einheitlicher Farbe und Form. Gebrochene, staubige oder ungleichmäßige Blätter deuten auf niedrigere Qualität hin.
Der Duft der trockenen Blätter sollte frisch, klar und einladend sein — niemals muffig, staubig oder künstlich. Beim Aufguss achten Sie auf eine klare, leuchtende Tassenfarbe. Trüber oder matter Tee kann auf Qualitätsmängel oder falsche Lagerung hindeuten. Der Geschmack sollte vielschichtig sein und verschiedene Noten offenbaren — Tiefe und Komplexität sind Zeichen hoher Qualität.
Kaufen Sie Tee vorzugsweise im Fachhandel, wo Sie kompetent beraten werden und die Möglichkeit haben, verschiedene Sorten zu probieren. Online-Teeshops bieten oft eine größere Auswahl und detaillierte Beschreibungen. Achten Sie auf Bio-Zertifizierungen und Fair-Trade-Siegel, die Qualitätsstandards und nachhaltige Produktion gewährleisten. Kaufen Sie lieber kleine Mengen und verbrauchen Sie den Tee innerhalb weniger Monate — Frische ist bei Tee entscheidend.
Richtige Lagerung für optimales Aroma
Die richtige Lagerung ist entscheidend dafür, dass Ihr Tee sein volles Aroma bewahrt. Die vier größten Feinde des Tees sind Licht, Luft, Feuchtigkeit und Fremdgerüche. Bewahren Sie Tee daher stets in luftdichten, lichtundurchlässigen Behältern auf — ideal sind Dosen aus Zinn, Keramik oder dunklem Glas.
Vermeiden Sie die Aufbewahrung in der Nähe von stark riechenden Lebensmitteln wie Gewürzen, Kaffee oder Knoblauch, da Tee fremde Gerüche leicht aufnimmt. Ein kühler, trockener Ort mit konstanter Temperatur — etwa ein Küchenschrank abseits von Herd und Spüle — ist der ideale Lagerplatz. Im Kühlschrank sollte Tee nur in absolut luftdichten Behältern gelagert werden, um Kondenswasser zu vermeiden.
Die Haltbarkeit variiert je nach Teesorte: Grüner und weißer Tee sollten innerhalb von 6 bis 12 Monaten verbraucht werden, da sie empfindlicher auf Oxidation reagieren. Schwarzer Tee und Oolong halten bei richtiger Lagerung 1 bis 2 Jahre. Pu-Erh Tee ist eine Ausnahme — er kann wie guter Wein über Jahre oder sogar Jahrzehnte reifen und an Komplexität gewinnen. Kräuter- und Früchtetee bleiben bei sachgemäßer Lagerung 12 bis 24 Monate aromatisch.