Inhaltsstoffe
Bei einem Blick auf die Liste der Inhaltsstoffe der Teufelskralle könnten einem Kämpferol, Sterol, Selenium oder auch Histidin bekannt vorkommen. Auch Glutamin-Säure klingt aus unserer Sicht nicht allzu exotisch. Andere Substanzen dagegen, wie beispielsweise Iridoidglykoside, Phytosterine oder Ursol-Säure dürfte bei uns wohl nur jemand kennen, der entsprechend große Chemie-Kenntnisse besitzt.Dabei zählt eigentlich eh nur, dass man weiß, dass die Teufelskralle eine sehr starke entzündungshemmende Wirkung hat bei bestimmten Erkrankungen. Da sie zusätzlich Schmerzen stillt und abschwellend wirkt, ist sie bei Arthrose oder jeglichen anderen Arten von Gelenksschmerzen ein hervorragendes Naturheilmittel.Das Mittel ist trotz allem mit Vorsicht zu genießen. Schuppenflechte, Gürtelrose und Ekzeme lassen sich mit diesem Sesamgewächs ebenso erfolgreich behandeln, wie Leber- und Nierenschwäche oder selbst Wechseljahrsbeschwerden. Auch der Eisprung wird durch die Teufelskralle unterstützt. Selbst ein Hexenschuss soll sich dadurch lindern lassen. Wie bei allen stark wirksamen Heilkräutern sollte man nach sechs Wochen Daueranwendung eine Pause einlegen und vorübergehend einen anderen Tee mit ähnlicher Wirkung trinken. Bei Wechseljahrsbeschwerden darf an dieser Stelle auch auf den Schafgarbentee aufmerksam gemacht werden.Anbaugebiete
Die Heilkräuter ist in Südafrika und Namibia zuhause und hat sich nicht nur bestens an die heißen Klimabedingungen dort angepasst, sie besteht sogar darauf. Es ist bisher nicht gelungen, die Teufelskralle in anderen Klimazonen dauerhaft zu kultivieren. Überhaupt ist es sehr schwer, diese Pflanze irgendwo gezielt zu züchten und so wesentlich einfacher wirtschaftlich zu nutzen. Bis heute gibt es die Teufelskralle also fast ausschließlich als Wildpflanze. Neben einer großen, dicken Hauptwurzel bildet die Teufelskralle sogenannte Sekundärwurzeln aus. Diese sind nicht nur besonders reich an den wertvollen Inhaltsstoffen, sie sorgen auch dafür, dass sich die Teufelskralle über ein unterirdisches Geflecht weiter ausbreitet. Inzwischen ist die Teufelskralle aber wegen ihrer vermehrten Nutzung teilweise schon recht selten geworden. Leider können viele nicht widerstehen und ernten deshalb selbst die Hauptwurzel, was aber langfristig gesehen nur einen zusätzlichen verringerten Bestand zur Folge hat.Herstellung
Wie bereits erwähnt werden für sämtliche medizinischen Produkte der Teufelskralle die Wurzeln dieser Pflanze verwendet. Für den Tee werden die Wurzeln von Erdrückständen gereinigt, getrocknet und anschließend zerkleinert.Man kann eine Teufelskrallen- Tinktur selber herstellen, mit der Teufelskrallen- Wurzel.Anweisungen und Tipps und die benötigten Mittel findet man im Internet. Wer sich einen Tee kochen möchte, übergießt etwa ein bis zwei Teelöffel pro Tasse mit kochendem Wasser. Dann allerdings muss der Tee stolze fünf Stunden ziehen. erst dann wird abgeseiht und der Tee mit kleinen Schlucken getrunken. Mehr als ein bis maximal drei Tassen sollte man täglich nicht zu sich nehmen und nach spätestens sechs Wochen wird ohnehin empfohlen, eine Pause einzulegen.Fazit
Die Teufelskralle schmeckt extrem bitter.Trotzdem findet man es oft Anwendung. Wem das zu heftig ist, der kann gerne auch auf Mischungen zurückgreifen. Diese sind zwar in der Regel von der Wirkung her nicht ganz so effektiv, dafür aber besser im Geschmack und auch Nebenwirkungen stellen sich ebenso, wenn überhaupt, nur in abgeschwächter Form ein. Im Zweifelsfalle sollte man aber bitte immer nochmal einen Apotheker oder Arzt zu Rate ziehen.Bildnachweis: Teufelskrallen Tee © rampion flowerheads/patjo/shutterstock.comVerwandte Artikel
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