Inhaltsstoffe
Aber welche Substanzen verstecken sich denn nun hinter dieser so viel gelobten Wirksamkeit der Traubensilberkerze? Bitterstoffe, Isoflavone, Harze, Gerbstoffe, Glykoside und ätherisches Öl sind quasi schon alte Bekannte, auch, wenn das Naturheilmittel, wie in diesem Fall, von einem anderen Kontinent stammt. Auch von der Salicylsäure hat man meist schon gehört. Doch damit ist die Liste der wertvollen Inhaltsstoffe die dieses kleine Wunder enthält noch lange nicht komplett. Die Heilkräuter finden große Verwendung sei es als Kapseln, Tinktur oder eben als Tee, die Wirkung scheint überall stark zu sein. Das Hauptanwendungsgebiet der Traubensilberkerze liegt vor allem bei den Schmerzen der Frauen, dazu gehören Probleme wie Wechseljahrsbeschwerden oder Menstruationsbeschwerden. Auch bei Geburten kann sie zur Schmerzlinderung eingesetzt werden. Laut Studien hilft die Trauebnsilberkerze auch Effektiv bei Asthma, Depressionen, Fieber, Herzbeschwerden, leichtem Diabetes, Epilepsie, Rheuma, Übergewicht, Schlafstörungen und selbst bei Reizbarkeit hilft dieses Mittel. Es scheint, die Liste der möglichen Einsatzgebiete ist noch länger, als die der Inhaltsstoffe.Anbaugebiete
Die Heimat der Traubensilberkerze liegt in Nordamerika. Die Ureinwohner dort ernteten sie grundsätzlich zu unterschiedlichen Tageszeiten, weil sie daran glaubten, dass auch die Wirksamkeit dann unterschiedlich sei. Wenn die Inhaltsstoffe im Laufe eines Tages in ihren Konzentrationen schwanken, würde dies wohl auch eine Tatsache sein. Die Taubensilberkerze gehört zur Gattung Actaea (früher Cimicifuga Racemosa). Irgendwann im Laufe des 19. Jahrhunderts brachte man die Traubensilberkerze schließlich auch nach Europa. Dort wurde sie allerdings zunächst nur als Zierpflanze verwendet. Schließlich sind die kerzenförmigen Blüten mit ihren silbern glänzenden Blättern wirklich ein schöner Anblick. Die Traubensilberkerze wird bis zu zweieinhalb Meter hoch, riecht aber leider recht unangenehm. Als Standort bevorzugt sie Wälder oder zumindest schattige Plätze. Die mehrjährige Pflanze verzweigt unterirdisch sehr stark und bildet so schnell ein buschiges Gewächs.Herstellung
Für den Tee werden die Wurzeln der Traubensilberkerze getrocknet, pro Tasse ein bis zwei Teelöffel davon mit heißem Wasser übergossen und nach 15 Minuten abgeseiht. In kleinen Schlucken getrunken sollte man maximal ein bis drei Tassen pro Tag trinken. Wie so oft im Bereich der Naturheilkunde gilt es auch hier, unerwünschte Langzeitwirkungen und vor allem eine Gewöhnung zu verhindern. Deshalb sollte man nach spätestens sechs Wochen eine Pause einlegen und im Zweifelsfall immer Rücksprache mit seinem Arzt halten. Um die Droge herzustellen wird die Traubensilberkerzenwurzel und die Wurzeln des Rhizom (Rhizoma Cimicifugae racemosae ) verwendet.Fazit
Nach ihrer Einführung nach Europa wurden die Wurzel dieser Kräuter auch bei uns als natürliches Heilmittel vor allem eben bei Frauen die östrogenartige Probleme wie z.B. Regelschmerzen hatten eingesetzt. Mangelnde Kenntnis allerdings war wohl der Grund, weshalb diese Heilpflanze zu jener Zeit meist zu hoch dosiert meist als Tinktur extrakt eingesetzt wurde. Die Folge waren äußerst unangenehme Nebenwirkungen, wie Übelkeit oder auch Kopfschmerzen. So geriet die Traubensilberkerze leider recht schnell wieder in Vergessenheit. Inzwischen allerdings erlebt die ganze Naturheilkunde einen neuen Boom. Viele züchten sich die wichtigsten Vertreter der Heilkräuter in ihren Gärten und so erinnerte man sich auch wieder an die Traubensilberkerze. Wer ihre Wirkung ebenfalls testen möchte, wendet sich am besten an seinen Apotheker. Bildnachweis: Traubensilberkerzen Tee ©Thinkstock: iStockphotoHerkunft und Geschichte
Traubensilberkerzen Tee hat eine lange Tradition in der Naturheilkunde. Bereits in der Antike wussten Heiler um die besonderen Eigenschaften dieser Pflanze. In vielen Kulturen weltweit wird Traubensilberkerzen Tee seit Jahrhunderten als Heilmittel und Genussmittel geschätzt. Die Pflanze stammt ursprünglich aus gemäßigten Klimazonen und wird heute in zahlreichen Ländern kultiviert.
Die Geschichte des Kräutertees reicht weit zurück. Schon die alten Ägypter, Griechen und Römer nutzten Kräuteraufgüsse zu therapeutischen Zwecken. Im Mittelalter waren es vor allem Klostergärten, in denen Heilkräuter systematisch angebaut und ihre Wirkungen dokumentiert wurden. Hildegard von Bingen und Paracelsus gehören zu den bekanntesten Vertretern der Kräuterheilkunde jener Zeit.
Inhaltsstoffe und Wirkung
Die Inhaltsstoffe von Traubensilberkerzen Tee sind vielfältig und wissenschaftlich gut erforscht. Ätherische Öle, Flavonoide, Gerbstoffe und Bitterstoffe bilden das komplexe Wirkstoffprofil dieser Teepflanze. Diese sekundären Pflanzenstoffe entfalten ihre Wirkung sowohl einzeln als auch in Kombination miteinander — man spricht hier vom sogenannten Entourage-Effekt.
Flavonoide sind besonders wertvolle Antioxidantien, die freie Radikale im Körper neutralisieren können. Gerbstoffe (Tannine) wirken zusammenziehend auf die Schleimhäute und können bei Magen-Darm-Beschwerden lindernd wirken. Die ätherischen Öle tragen nicht nur zum charakteristischen Aroma bei, sondern besitzen auch antimikrobielle Eigenschaften.
Zubereitung und Dosierung
Für die optimale Zubereitung von Traubensilberkerzen Tee empfiehlt sich frisches, weiches Wasser, das auf etwa 100 °C erhitzt wird. Pro Tasse (250 ml) verwenden Sie einen gehäuften Teelöffel getrockneter Kräuter oder einen Esslöffel frischer Kräuter. Die ideale Ziehzeit beträgt zwischen fünf und zehn Minuten — je nach gewünschter Intensität.
Ein häufiger Fehler bei der Zubereitung von Kräutertee ist eine zu kurze Ziehzeit. Im Gegensatz zu grünem oder schwarzem Tee sollten Kräutertees ausreichend lange ziehen, damit sich die wertvollen Inhaltsstoffe vollständig lösen können. Decken Sie die Tasse während des Ziehens ab, damit die flüchtigen ätherischen Öle nicht entweichen.
Kräutertees können sowohl heiß als auch kalt genossen werden. Als Eistee-Variante bereiten Sie den Aufguss doppelt so stark zu und gießen ihn über Eiswürfel. So erhalten Sie ein erfrischendes und gesundes Sommergetränk.
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Zubereitung Schritt für Schritt
Die perfekte Tasse beginnt mit der Wahl des richtigen Wassers. Verwenden Sie nach Möglichkeit gefiltertes Leitungswasser oder stilles Mineralwasser mit einem niedrigen Kalkgehalt. Hartes Wasser kann den Geschmack von Tee erheblich beeinträchtigen und einen unangenehmen Film auf der Oberfläche bilden. Die optimale Wasserhärte für Tee liegt zwischen 4 und 8 Grad deutscher Härte.
Wärmen Sie Ihre Teekanne und Tassen vor, indem Sie sie kurz mit heißem Wasser ausspülen. Dieser einfache Schritt sorgt dafür, dass das Aufgusswasser seine optimale Temperatur behält und der Tee gleichmäßig extrahiert wird. Messen Sie die Teemenge sorgfältig ab: Pro 200 ml Wasser empfehlen sich je nach Teesorte 2 bis 5 Gramm Teeblätter. Eine Küchenwaage liefert dabei genauere Ergebnisse als das Augenmaß.
Gießen Sie das Wasser langsam über die Teeblätter und lassen Sie den Aufguss in Ruhe ziehen. Widerstehen Sie der Versuchung, den Teebeutel oder das Teesieb ständig zu bewegen — dies kann unerwünschte Bitterstoffe lösen. Nach der optimalen Ziehzeit entfernen Sie die Teeblätter sofort, um ein Überziehen zu vermeiden. Die Ziehzeit ist der wichtigste Faktor für den Geschmack — schon 30 Sekunden zu viel können einen milden Tee herb und bitter machen.
Kulturelle Bedeutung und Tradition
Traubensilberkerzen steht in einer langen Tradition, die verschiedene Kulturen und Epochen miteinander verbindet. Tee ist seit Jahrtausenden nicht nur ein Getränk, sondern ein Kulturgut, das Menschen zusammenbringt und zum Innehalten einlädt. In einer Zeit, die von Hektik und Schnelllebigkeit geprägt ist, bietet die Teekultur einen wertvollen Gegenpol.
In der traditionellen chinesischen Kultur steht Tee für die Harmonie zwischen Mensch und Natur. Die japanische Teezeremonie erhebt die Teezubereitung zur meditativen Kunstform. In Großbritannien ist der Afternoon Tea ein gesellschaftliches Ritual, und in Ostfriesland gehört die Teetied zum kulturellen Erbe. Auch in der arabischen Welt ist die Teezubereitung ein Akt der Gastfreundschaft und des Respekts.
Moderne Teekultur verbindet diese Traditionen mit zeitgenössischen Trends. Tee-Sommeliers, spezialisierte Teehäuser und die wachsende Bewegung für bewussten Konsum machen Tee zu einem Thema, das Menschen unterschiedlichster Hintergründe begeistert. Die Beschäftigung mit Tee fördert Achtsamkeit, Geduld und die Wertschätzung für Qualität — Eigenschaften, die in unserer schnelllebigen Zeit wichtiger denn je sind.
Qualität erkennen und richtig einkaufen
Die Qualität von Tee zu beurteilen, erfordert etwas Übung und Wissen. Ein wichtiger erster Anhaltspunkt ist das Erscheinungsbild der trockenen Blätter: Hochwertige Tees bestehen aus ganzen oder großen Blattstücken mit einheitlicher Farbe und Form. Gebrochene, staubige oder ungleichmäßige Blätter deuten auf niedrigere Qualität hin.
Der Duft der trockenen Blätter sollte frisch, klar und einladend sein — niemals muffig, staubig oder künstlich. Beim Aufguss achten Sie auf eine klare, leuchtende Tassenfarbe. Trüber oder matter Tee kann auf Qualitätsmängel oder falsche Lagerung hindeuten. Der Geschmack sollte vielschichtig sein und verschiedene Noten offenbaren — Tiefe und Komplexität sind Zeichen hoher Qualität.
Kaufen Sie Tee vorzugsweise im Fachhandel, wo Sie kompetent beraten werden und die Möglichkeit haben, verschiedene Sorten zu probieren. Online-Teeshops bieten oft eine größere Auswahl und detaillierte Beschreibungen. Achten Sie auf Bio-Zertifizierungen und Fair-Trade-Siegel, die Qualitätsstandards und nachhaltige Produktion gewährleisten. Kaufen Sie lieber kleine Mengen und verbrauchen Sie den Tee innerhalb weniger Monate — Frische ist bei Tee entscheidend.
Richtige Lagerung für optimales Aroma
Die richtige Lagerung ist entscheidend dafür, dass Ihr Tee sein volles Aroma bewahrt. Die vier größten Feinde des Tees sind Licht, Luft, Feuchtigkeit und Fremdgerüche. Bewahren Sie Tee daher stets in luftdichten, lichtundurchlässigen Behältern auf — ideal sind Dosen aus Zinn, Keramik oder dunklem Glas.
Vermeiden Sie die Aufbewahrung in der Nähe von stark riechenden Lebensmitteln wie Gewürzen, Kaffee oder Knoblauch, da Tee fremde Gerüche leicht aufnimmt. Ein kühler, trockener Ort mit konstanter Temperatur — etwa ein Küchenschrank abseits von Herd und Spüle — ist der ideale Lagerplatz. Im Kühlschrank sollte Tee nur in absolut luftdichten Behältern gelagert werden, um Kondenswasser zu vermeiden.
Die Haltbarkeit variiert je nach Teesorte: Grüner und weißer Tee sollten innerhalb von 6 bis 12 Monaten verbraucht werden, da sie empfindlicher auf Oxidation reagieren. Schwarzer Tee und Oolong halten bei richtiger Lagerung 1 bis 2 Jahre. Pu-Erh Tee ist eine Ausnahme — er kann wie guter Wein über Jahre oder sogar Jahrzehnte reifen und an Komplexität gewinnen. Kräuter- und Früchtetee bleiben bei sachgemäßer Lagerung 12 bis 24 Monate aromatisch.