Das wachsende Problem mit dunklen Stimmungen
Konkret formuliert, geht es um eine Erkrankung namens Anhedonie. Das Hauptsymptom dieser Erkrankung ist ein reduziertes Glücksempfinden. Die Patienten sind dabei nicht mehr in der Lage, Emotionen wie Spaß, Zufriedenheit, Glück oder auch Genuss in vollem Maße zu spüren. Schuld daran sind die Konzentrationen einiger Neurotransmitter im Gehirn, die wegen der Depression oder auch wegen des Burn Outs reduziert sind. Aber auch bei großem Stress über einen längeren Zeitraum oder etwa akutem Schlafmangel können die Neurotransmitter entsprechend negativ beeinflusst werden uns somit die Gesundheit und das Wohlbefinden der Betroffenen beeinträchtigen. Dabei ist erschreckend, wie Jahr für Jahr die Erkrankungen dieser Art zunehmen. Zwar ist noch nicht eindeutig geklärt, ob inzwischen wegen einer verbesserten Aufklärung und Aufmerksamkeit diesem Problem gegenüber diese psychischen Krankheitsformen einfach eher nachgewiesen werden und somit die "Dunkelziffer" reduziert wird, oder ob tatsächlich mehr Menschen als früher mit Depressionen und ähnlichem zu kämpfen haben. Ein Mittel dagegen zu haben, kann aber so oder so nur sinnvoll sein.Die Studie
Im Rahmen der Studie wurden die Teilnehmer in zwei Gruppen eingeteilt. Wissenschaftlich korrekt, handelte es sich um eine sog. Doppel-Blind-Studie, da weder die Teilnehmer, noch die wissenschaftlichen Mitarbeiter wussten, welche Gruppe das Grüntee-Präparat erhielt und welche das Placebo. Bei dem Grüntee-Präparat handelte es sich um je 400mg Grüntee-Pulver, dass die Patienten dreimal täglich nach den Mahlzeiten zu sich nahmen. Die Kontrollgruppe erhielt entsprechend ein wirkungsloses Pulver. Um die Veränderungen auch entsprechend dokumentieren zu können, musste sich jeder Teilnehmer bereits vor Beginn zahlreichen psychologischen Tests und Befragungen unterziehen. Der Schwerpunkt dabei lag zum einen auf den Symptomen einer Depression oder einer Anhedonie, zusätzlich wurde das individuelle "Belohnungsverhalten" der Patienten festgehalten. Das Ergebnis der Studie fiel so eindeutig aus, dass selbst die größten Grüntee-Anhänger überrascht waren. In der Gruppe, die das Grüntee-Präparat zu sich genommen hatte, waren in allen untersuchten Punkten eindeutige und signifikante Verbesserungen festzustellen. Sowohl die Symptome einer Anhedonie, als auch die vorhandenen Neigungen zu einer Depression waren deutlich verbessert. Selbst auf Belohnungen sprachen die Teilnehmer dieser Gruppe viel intensiver an, als die der Kontrollgruppe. So kamen die Forscher zusammenfassend zu dem Ergebnis, dass grüner Tee nicht nur antidepressiv wirkt, sondern zudem unsere Lernleistung verbessert.Fazit
Teeliebhaber mit langjähriger Erfahrung ahnen es sicher bereits: es sind wieder einmal die wertvollen Katechine, die für diese grandiose Wirkung des Tees verantwortlich sind. Sicher soll das Ergebnis der Studie keinesfalls bedeuten, dass jemand, der Symptome eines Burn Out Syndroms zeigt oder sogar unter einer handfesten Depression leidet, einfach nur grünen Tee zu trinken braucht, anstatt bei Ärzten und Therapeuten nach Hilfe zu suchen. Zumindest kann grüner Tee den Kampf gegen diese Erkrankungen aber unterstützen. Und für all diejenigen, die sich hin und wieder "einfach ein bisschen schlapp" fühlen, müde oder auch angespannt sind, kann grüner Tee vielleicht das Mittel sein, dass schlimmeres verhindert und zur Verbesserung des allgemeinen Wohlbefindens beiträgt. Besonders hohe Konzentrationen an Katechinen finden sich in Gyokuro, Sincha, Matcha und auch Sencha, vorausgesetzt er hat eine entsprechend gute Qualität. Tees aus China, Japan und Indien werden oft traditionell hergestellt und weisen häufig eine hohe Qualität auf. Der Vollständigkeit halber muss aber unbedingt noch erwähnt werden, dass auch einige Sorten weißer Tee ähnliche Katechinwerte besitzen. Silver Neddle beispielsweise hat auf unsere Gehirnfunktionen vergleichbare Effekte, wie grüner Tee. Also, statt sich immer weiter stressen zu lassen, die Welt immer schwärzer zu sehen und sich über nichts mehr so richtig freuen zu können, sollte man lieber jeden Tag ganz bewusst seinen Tee genießen, die gesund ist und uns wohl tut. Und schon wird die Welt sprichwörtlich wieder bunter. Bildquelle: Group Of Women Meeting In Cafe/micromonkey/fotolia.comHintergrund und Kontext
Trink dich glücklich - mit grünem Tee — dieses Thema verdient eine genauere Betrachtung, denn es berührt wichtige Aspekte des Teegenusses, über die viele Teetrinker nur wenig wissen. Ob Anfänger oder erfahrener Teekenner: Hintergrundwissen bereichert das Teeerlebnis und hilft, bessere Entscheidungen beim Kauf und bei der Zubereitung zu treffen.
Die Welt des Tees ist komplex und vielschichtig. Von der Botanik der Teepflanze Camellia sinensis über die unterschiedlichen Verarbeitungsmethoden bis hin zu den kulturellen Traditionen rund um den Globus gibt es immer Neues zu entdecken. Fundiertes Wissen über Tee schärft die Sinne und vertieft den Genuss.
Wissenschaftliche Erkenntnisse
Wissenschaftliche Forschung hat in den letzten Jahrzehnten vieles bestätigt, was die traditionelle Teekunde seit Jahrhunderten lehrt. Moderne Analysemethoden ermöglichen es, die komplexe Chemie des Tees besser zu verstehen: Über 700 verschiedene Aromaverbindungen wurden bislang in Tee identifiziert — mehr als in den meisten anderen Lebensmitteln.
Die Teepflanze Camellia sinensis produziert eine Vielzahl bioaktiver Substanzen: Polyphenole, Aminosäuren, Koffein, Vitamine und Mineralstoffe. Das Zusammenspiel dieser Inhaltsstoffe bestimmt nicht nur den Geschmack, sondern auch die physiologischen Wirkungen des Tees. Die Forschung auf diesem Gebiet ist dynamisch und bringt regelmäßig neue Erkenntnisse hervor.
Praktische Anwendung
Theorie ist wichtig, aber letztendlich zählt die praktische Umsetzung. Hier sind einige bewährte Grundregeln, die für nahezu alle Teesorten gelten: Verwenden Sie stets frisches, gefiltertes Wasser — Kalk und Chlor können den Geschmack erheblich beeinträchtigen. Die Wasserqualität macht einen deutlich größeren Unterschied als viele Teetrinker vermuten.
Investieren Sie in eine gute Teekanne aus Porzellan, Glas oder Gusseisen. Jedes Material hat seine Vorzüge: Porzellan ist neutral und eignet sich für alle Teesorten, Glas ermöglicht die optische Bewertung des Aufgusses, und Gusseisen hält die Temperatur besonders lange. Vermeiden Sie Plastik, da es Geschmacksstoffe aufnehmen und abgeben kann.
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Zubereitung Schritt für Schritt
Die perfekte Tasse beginnt mit der Wahl des richtigen Wassers. Verwenden Sie nach Möglichkeit gefiltertes Leitungswasser oder stilles Mineralwasser mit einem niedrigen Kalkgehalt. Hartes Wasser kann den Geschmack von Tee erheblich beeinträchtigen und einen unangenehmen Film auf der Oberfläche bilden. Die optimale Wasserhärte für Tee liegt zwischen 4 und 8 Grad deutscher Härte.
Wärmen Sie Ihre Teekanne und Tassen vor, indem Sie sie kurz mit heißem Wasser ausspülen. Dieser einfache Schritt sorgt dafür, dass das Aufgusswasser seine optimale Temperatur behält und der Tee gleichmäßig extrahiert wird. Messen Sie die Teemenge sorgfältig ab: Pro 200 ml Wasser empfehlen sich je nach Teesorte 2 bis 5 Gramm Teeblätter. Eine Küchenwaage liefert dabei genauere Ergebnisse als das Augenmaß.
Gießen Sie das Wasser langsam über die Teeblätter und lassen Sie den Aufguss in Ruhe ziehen. Widerstehen Sie der Versuchung, den Teebeutel oder das Teesieb ständig zu bewegen — dies kann unerwünschte Bitterstoffe lösen. Nach der optimalen Ziehzeit entfernen Sie die Teeblätter sofort, um ein Überziehen zu vermeiden. Die Ziehzeit ist der wichtigste Faktor für den Geschmack — schon 30 Sekunden zu viel können einen milden Tee herb und bitter machen.
Kulturelle Bedeutung und Tradition
Trink dich glücklich steht in einer langen Tradition, die verschiedene Kulturen und Epochen miteinander verbindet. Tee ist seit Jahrtausenden nicht nur ein Getränk, sondern ein Kulturgut, das Menschen zusammenbringt und zum Innehalten einlädt. In einer Zeit, die von Hektik und Schnelllebigkeit geprägt ist, bietet die Teekultur einen wertvollen Gegenpol.
In der traditionellen chinesischen Kultur steht Tee für die Harmonie zwischen Mensch und Natur. Die japanische Teezeremonie erhebt die Teezubereitung zur meditativen Kunstform. In Großbritannien ist der Afternoon Tea ein gesellschaftliches Ritual, und in Ostfriesland gehört die Teetied zum kulturellen Erbe. Auch in der arabischen Welt ist die Teezubereitung ein Akt der Gastfreundschaft und des Respekts.
Moderne Teekultur verbindet diese Traditionen mit zeitgenössischen Trends. Tee-Sommeliers, spezialisierte Teehäuser und die wachsende Bewegung für bewussten Konsum machen Tee zu einem Thema, das Menschen unterschiedlichster Hintergründe begeistert. Die Beschäftigung mit Tee fördert Achtsamkeit, Geduld und die Wertschätzung für Qualität — Eigenschaften, die in unserer schnelllebigen Zeit wichtiger denn je sind.
Qualität erkennen und richtig einkaufen
Die Qualität von Tee zu beurteilen, erfordert etwas Übung und Wissen. Ein wichtiger erster Anhaltspunkt ist das Erscheinungsbild der trockenen Blätter: Hochwertige Tees bestehen aus ganzen oder großen Blattstücken mit einheitlicher Farbe und Form. Gebrochene, staubige oder ungleichmäßige Blätter deuten auf niedrigere Qualität hin.
Der Duft der trockenen Blätter sollte frisch, klar und einladend sein — niemals muffig, staubig oder künstlich. Beim Aufguss achten Sie auf eine klare, leuchtende Tassenfarbe. Trüber oder matter Tee kann auf Qualitätsmängel oder falsche Lagerung hindeuten. Der Geschmack sollte vielschichtig sein und verschiedene Noten offenbaren — Tiefe und Komplexität sind Zeichen hoher Qualität.
Kaufen Sie Tee vorzugsweise im Fachhandel, wo Sie kompetent beraten werden und die Möglichkeit haben, verschiedene Sorten zu probieren. Online-Teeshops bieten oft eine größere Auswahl und detaillierte Beschreibungen. Achten Sie auf Bio-Zertifizierungen und Fair-Trade-Siegel, die Qualitätsstandards und nachhaltige Produktion gewährleisten. Kaufen Sie lieber kleine Mengen und verbrauchen Sie den Tee innerhalb weniger Monate — Frische ist bei Tee entscheidend.
Richtige Lagerung für optimales Aroma
Die richtige Lagerung ist entscheidend dafür, dass Ihr Tee sein volles Aroma bewahrt. Die vier größten Feinde des Tees sind Licht, Luft, Feuchtigkeit und Fremdgerüche. Bewahren Sie Tee daher stets in luftdichten, lichtundurchlässigen Behältern auf — ideal sind Dosen aus Zinn, Keramik oder dunklem Glas.
Vermeiden Sie die Aufbewahrung in der Nähe von stark riechenden Lebensmitteln wie Gewürzen, Kaffee oder Knoblauch, da Tee fremde Gerüche leicht aufnimmt. Ein kühler, trockener Ort mit konstanter Temperatur — etwa ein Küchenschrank abseits von Herd und Spüle — ist der ideale Lagerplatz. Im Kühlschrank sollte Tee nur in absolut luftdichten Behältern gelagert werden, um Kondenswasser zu vermeiden.
Die Haltbarkeit variiert je nach Teesorte: Grüner und weißer Tee sollten innerhalb von 6 bis 12 Monaten verbraucht werden, da sie empfindlicher auf Oxidation reagieren. Schwarzer Tee und Oolong halten bei richtiger Lagerung 1 bis 2 Jahre. Pu-Erh Tee ist eine Ausnahme — er kann wie guter Wein über Jahre oder sogar Jahrzehnte reifen und an Komplexität gewinnen. Kräuter- und Früchtetee bleiben bei sachgemäßer Lagerung 12 bis 24 Monate aromatisch.