Der große Acrylamidskandal liegt zwar schon wieder einige Jahre zurück, dennoch kommen jedes Jahr spätestens zu Beginn der weihnachtlichen Backzeit die Erinnerungen hoch. Da war doch mal was mit einem krebserregenden Stoff, der beim Erhitzen jeglicher Art in Lebensmitteln entsteht und der gleichzeitig irgendwie für die leicht braune Färbung verantwortlich ist... Zu den Fakten: Acrylamid ist eine sogenannte genotoxische Verbindung. Das heißt, es beeinflusst unser Erbgut und kann somit auch für die Entstehung von Krebs und sogar für eine verminderte Fruchtbarkeit verantwortlich sein zeigen die Ergebnisse der Forschung. Es bildet sich immer dann, wenn stark kohlenhydrathaltige Lebensmittel mit Zucker und Eiweiß stark erhitzt werden. Dabei spielt es dann keine Rolle mehr wie auch immer gekocht, gebacken oder frittiert wurde. Die Lebensmittelindustrie und der Gesetzgeber reagierten auf die Angst der Verbraucher und änderte einige Rezepturen, die Herstellungsverfahren von Pommes Frites und Kartoffelchips wurden gar modifiziert und die maximale Temperatur der jeweiligen Methoden nach unten korrigiert. Aber was macht man zu Hause? Vor allem dann, wenn Weihnachten vor der Tür steht, jeder sein Butterplätzchen Rezept rausholt und man selbst auf keinen Fall auf die eigenen Kokos-, Zimt- oder Schokoladenplätzchen verzichten möchte, jeden sein bestes Plätzchen Rezept zeigen möchte, trotz dieses Problems? Abwarten und Tee trinken? Leicht gesagt doch so ähnlich lautet tatsächlich die Antwort für dieses Problem und zwar Tee!

Die Ergebnisse der Forschung

Spätestens seit der großen öffentlichen Diskussion über Acrylamid geht es vorwärts. Durch die bei den Verbrauchern ausgelöste Verunsicherung arbeiten Wissenschaft und Forschung mit der Lebensmitteltechnologie zusammen um Wege zu finden, wie Acrylamid bei der Produktion von Lebensmitteln gar nicht erst entsteht. Nicht immer ist es möglich, die Temperaturen entsprechend niedrig zu halten oder die Rezeptur so zu verändern, dass schon die Ausgangsbedingungen eine Acrylamidbildung erst gar nicht zulassen. Hilfe kommt da mal wieder von einer Gruppe an Verbindungen, die schon öfter positive Schlagzeilen gemacht hat. Die Antioxidantien genießen einen ausgezeichneten Ruf, wenn es um die Jungerhaltung unserer Haut geht, ebenso wie um den Zellschutz und unser Immunsystem. Und auch in Sachen Acrylamid scheinen die Antioxidantien eine große Hilfe für uns zu sein. Allen voran das Vitamin E erzielte beeindruckende Ergebnisse wenn es darum ging, die Entstehung von Acrylamid zu unterbinden. Bekannter Maßen enthält vor allem die Kategorie grüner Tee besonders hohe Konzentrationen an Antioxidantien. Man kann also gerne einmal mutig sein und ruhig etwas Matcha in den Teig mischen. Dank seiner Pulverform geht das ganz einfach. Man kann aber auch jederzeit einen anderen beliebigen Tee gut verwenden. Nachdem man die Blätter gründlich und sorgfältig mit einem Mörser oder ähnlichem zerstoßen und klein gerieben hat, lässt sich jeder Tee simpel in einen ganz normalen Plätzchen oder Kuchenteig mischen.

Möglichkeiten, für die weniger Mutigen

Es ist sicher nicht jedermanns Sache, sein Essen und vor allem seine Weihnachtsplätzchen mit Tee zu würzen und zu verfeinern. Und zugegeben, Klassiker wie beispielsweise Florentiner kann man sich auch wirklich nur schwer mit grüner Farbe und Teegeschmack vorstellen. Für solche Fälle gibt es allerdings nicht weniger effektive Alternativen die diese Schwierigkeit leicht macht. Sämtliche Nüsse, ganz besonders aber Mandeln, enthalten ebenso beeindruckende Konzentrationen an Vitamin E. Olivenöl ist ein weiterer guter Lieferant, wird aber wegen seines starken Eigengeschmacks nur ungern zum Backen verwendet. Mittel wie Sonnenblumen- oder Weizenkeimöl dagegen eignen sich wesentlich besser und bieten ebenfalls einen positiven Effekt auf die Acrylamidmengen. Ein passendes Beispiel ist hier der Gebrannte Mandel Tee oder der Kardamom Tee. Von all den Möglichkeiten, die Zutaten entsprechend zu variieren, einmal abgesehen sollte man aber auch das Naheliegendste nicht vergessen. Eine Tasse Tee zum Gebäck getrunken schützt den Körper ebenso vor Acrylamid. Zwar kann der Tee dann nicht mehr die Entstehung an sich vermindern, die negativen Auswirkungen auf unsere Gesundheit allerdings kann er trotzdem unterbinden oder wenigstens reduzieren.

Fazit

Acrylamid und seine Folgen sollte man sicher nicht unterschätzen, vor allem in der Weihnachtszeit, wo sie am meisten entstehen. Statt aus lauter Angst nun aber auf die geliebten Weihnachtsplätzchen zu verzichten, sollte man sich allerdings viel lieber an neue Rezepte wagen oder einfach noch bewusster zum Gebäck einen leckeren Tee genießen. Wer in der Kategorie Plätzchen Schwierigkeit beim Backen verspürt, findet in unserer Buch-Empfehlung sicherlich ein oder zwei gute Tipps um Weihnachtsplätzchen leicht fertig zu bekommen sind z.B. Lebkuchen sowie köstliche Schoko-, Vanille- und Zimtplätzchen für ein leckeren Plätzchenteller oder eben doch für den Klassiker - ein gutes Stück Kuchen, auch mit etwas weniger kcal. Und vielleicht entwickelt ja der ein oder andere back talentierte Chefkoch ja durch die vielen Ideen exklusiv Rezept mit dem man doch noch Tee und Gebäck vereinen kann ohne am Ende grüne Butterplätzchen zu haben. Bildnachweis: Weihnachtsplätzchen © emmi - Fotolia.com

Hintergrund und Kontext

Weihnachtsplätzchen mit Tee — dieses Thema verdient eine genauere Betrachtung, denn es berührt wichtige Aspekte des Teegenusses, über die viele Teetrinker nur wenig wissen. Ob Anfänger oder erfahrener Teekenner: Hintergrundwissen bereichert das Teeerlebnis und hilft, bessere Entscheidungen beim Kauf und bei der Zubereitung zu treffen.

Die Welt des Tees ist komplex und vielschichtig. Von der Botanik der Teepflanze Camellia sinensis über die unterschiedlichen Verarbeitungsmethoden bis hin zu den kulturellen Traditionen rund um den Globus gibt es immer Neues zu entdecken. Fundiertes Wissen über Tee schärft die Sinne und vertieft den Genuss.

Wissenschaftliche Erkenntnisse

Wissenschaftliche Forschung hat in den letzten Jahrzehnten vieles bestätigt, was die traditionelle Teekunde seit Jahrhunderten lehrt. Moderne Analysemethoden ermöglichen es, die komplexe Chemie des Tees besser zu verstehen: Über 700 verschiedene Aromaverbindungen wurden bislang in Tee identifiziert — mehr als in den meisten anderen Lebensmitteln.

Die Teepflanze Camellia sinensis produziert eine Vielzahl bioaktiver Substanzen: Polyphenole, Aminosäuren, Koffein, Vitamine und Mineralstoffe. Das Zusammenspiel dieser Inhaltsstoffe bestimmt nicht nur den Geschmack, sondern auch die physiologischen Wirkungen des Tees. Die Forschung auf diesem Gebiet ist dynamisch und bringt regelmäßig neue Erkenntnisse hervor.

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Zubereitung Schritt für Schritt

Die perfekte Tasse beginnt mit der Wahl des richtigen Wassers. Verwenden Sie nach Möglichkeit gefiltertes Leitungswasser oder stilles Mineralwasser mit einem niedrigen Kalkgehalt. Hartes Wasser kann den Geschmack von Tee erheblich beeinträchtigen und einen unangenehmen Film auf der Oberfläche bilden. Die optimale Wasserhärte für Tee liegt zwischen 4 und 8 Grad deutscher Härte.

Wärmen Sie Ihre Teekanne und Tassen vor, indem Sie sie kurz mit heißem Wasser ausspülen. Dieser einfache Schritt sorgt dafür, dass das Aufgusswasser seine optimale Temperatur behält und der Tee gleichmäßig extrahiert wird. Messen Sie die Teemenge sorgfältig ab: Pro 200 ml Wasser empfehlen sich je nach Teesorte 2 bis 5 Gramm Teeblätter. Eine Küchenwaage liefert dabei genauere Ergebnisse als das Augenmaß.

Gießen Sie das Wasser langsam über die Teeblätter und lassen Sie den Aufguss in Ruhe ziehen. Widerstehen Sie der Versuchung, den Teebeutel oder das Teesieb ständig zu bewegen — dies kann unerwünschte Bitterstoffe lösen. Nach der optimalen Ziehzeit entfernen Sie die Teeblätter sofort, um ein Überziehen zu vermeiden. Die Ziehzeit ist der wichtigste Faktor für den Geschmack — schon 30 Sekunden zu viel können einen milden Tee herb und bitter machen.

Kulturelle Bedeutung und Tradition

Weihnachtsplätzchen steht in einer langen Tradition, die verschiedene Kulturen und Epochen miteinander verbindet. Tee ist seit Jahrtausenden nicht nur ein Getränk, sondern ein Kulturgut, das Menschen zusammenbringt und zum Innehalten einlädt. In einer Zeit, die von Hektik und Schnelllebigkeit geprägt ist, bietet die Teekultur einen wertvollen Gegenpol.

In der traditionellen chinesischen Kultur steht Tee für die Harmonie zwischen Mensch und Natur. Die japanische Teezeremonie erhebt die Teezubereitung zur meditativen Kunstform. In Großbritannien ist der Afternoon Tea ein gesellschaftliches Ritual, und in Ostfriesland gehört die Teetied zum kulturellen Erbe. Auch in der arabischen Welt ist die Teezubereitung ein Akt der Gastfreundschaft und des Respekts.

Moderne Teekultur verbindet diese Traditionen mit zeitgenössischen Trends. Tee-Sommeliers, spezialisierte Teehäuser und die wachsende Bewegung für bewussten Konsum machen Tee zu einem Thema, das Menschen unterschiedlichster Hintergründe begeistert. Die Beschäftigung mit Tee fördert Achtsamkeit, Geduld und die Wertschätzung für Qualität — Eigenschaften, die in unserer schnelllebigen Zeit wichtiger denn je sind.

Qualität erkennen und richtig einkaufen

Die Qualität von Tee zu beurteilen, erfordert etwas Übung und Wissen. Ein wichtiger erster Anhaltspunkt ist das Erscheinungsbild der trockenen Blätter: Hochwertige Tees bestehen aus ganzen oder großen Blattstücken mit einheitlicher Farbe und Form. Gebrochene, staubige oder ungleichmäßige Blätter deuten auf niedrigere Qualität hin.

Der Duft der trockenen Blätter sollte frisch, klar und einladend sein — niemals muffig, staubig oder künstlich. Beim Aufguss achten Sie auf eine klare, leuchtende Tassenfarbe. Trüber oder matter Tee kann auf Qualitätsmängel oder falsche Lagerung hindeuten. Der Geschmack sollte vielschichtig sein und verschiedene Noten offenbaren — Tiefe und Komplexität sind Zeichen hoher Qualität.

Kaufen Sie Tee vorzugsweise im Fachhandel, wo Sie kompetent beraten werden und die Möglichkeit haben, verschiedene Sorten zu probieren. Online-Teeshops bieten oft eine größere Auswahl und detaillierte Beschreibungen. Achten Sie auf Bio-Zertifizierungen und Fair-Trade-Siegel, die Qualitätsstandards und nachhaltige Produktion gewährleisten. Kaufen Sie lieber kleine Mengen und verbrauchen Sie den Tee innerhalb weniger Monate — Frische ist bei Tee entscheidend.

Richtige Lagerung für optimales Aroma

Die richtige Lagerung ist entscheidend dafür, dass Ihr Tee sein volles Aroma bewahrt. Die vier größten Feinde des Tees sind Licht, Luft, Feuchtigkeit und Fremdgerüche. Bewahren Sie Tee daher stets in luftdichten, lichtundurchlässigen Behältern auf — ideal sind Dosen aus Zinn, Keramik oder dunklem Glas.

Vermeiden Sie die Aufbewahrung in der Nähe von stark riechenden Lebensmitteln wie Gewürzen, Kaffee oder Knoblauch, da Tee fremde Gerüche leicht aufnimmt. Ein kühler, trockener Ort mit konstanter Temperatur — etwa ein Küchenschrank abseits von Herd und Spüle — ist der ideale Lagerplatz. Im Kühlschrank sollte Tee nur in absolut luftdichten Behältern gelagert werden, um Kondenswasser zu vermeiden.

Die Haltbarkeit variiert je nach Teesorte: Grüner und weißer Tee sollten innerhalb von 6 bis 12 Monaten verbraucht werden, da sie empfindlicher auf Oxidation reagieren. Schwarzer Tee und Oolong halten bei richtiger Lagerung 1 bis 2 Jahre. Pu-Erh Tee ist eine Ausnahme — er kann wie guter Wein über Jahre oder sogar Jahrzehnte reifen und an Komplexität gewinnen. Kräuter- und Früchtetee bleiben bei sachgemäßer Lagerung 12 bis 24 Monate aromatisch.