Der White Monkey aus China gilt als perfekter Einsteigertee, wenn man die Welt der weißen Tees kennen lernen möchte. Doch auch von diesem Tee werden jährlich nur recht geringe Mengen produziert. Der White Monkey ist ein sehr hochwertiger Tee. Daher sind die Ansprüche an die Qualität der Knospen und Blätter so hoch, dass nur ein äußerst geringes Zeitfenster für die Ernte in Frage kommt. Allein deswegen ist es unmöglich, die Produktionsmengen nennenswert zu steigern.

Inhaltsstoffe

Wie bei zahlreichen anderen Sorten auch, so sind es beim White Monkey in erster Linie die Geschmacks- und Aromastoffe, die bei dem Punkt Inhaltsstoffe hervorstechen. Dieser Tee besticht durch einen ganz zarten, leichten Geschmack. Er ist alles andere als aufdringlich, nur ein Hauch von süßen Frucht- und Blumenaromen umspielt die Geschmacksknospen.Dennoch schafft es der White Monkey weit mehr als nur eine Ahnung in der Tasse und am Gaumen zu sein. Diese gleichzeitige Zartheit und doch starke Präsenz machen den Reiz und das gewisse Etwas dieses weißen Tees aus.

Anbaugebiete

Der White Monkey stammt ausschließlich aus der chinesischen Provinz Jiangxi. Dort, südlich des Jangtsekiang, ist der Boden dank des Flusses sehr fruchtbar und die Bevölkerung lebt zum größten Teil vom Reisanbau oder sonstiger Landwirtschaft. Dort stehen auch die berühmten "Sieben Berge", ein im Vergleich zu anderen eher kleines Teeanbaugebiet. Dafür ist es aber für absolute Spitzentees bekannt. Von den sieben Bergen Chinas kommen nur Tees der Extraklasse.

Herstellung

Die hohe Qualität und der feine Geschmack des White Monkey sind zum einen in seiner Herkunft begründet. Der Rest ist nicht etwa einem speziellen Herstellungsverfahren zu verdanken. Vielmehr entscheidet der Erntezeitpunkt. Einzig und allein Teeknospen und -blätter, die im April geerntet werden, werden zum White Monkey verarbeitet. Denn nur zu diesem Zeitpunkt im Frühjahr enthalten sie bereits ausreichend Geschmacks- und Aromastoffe damit der Aufguss später mehr als nur heißes Wasser mit einer Ahnung von fruchtig süßen Nuancen zu sein. Bei einem späteren Erntezeitpunkt wiederum, wären die Konzentrationen dagegen viel zu hoch und mächtig. Der White Monkey würde seine Leichtigkeit verlieren.

Fazit

Vielen fällt es anfangs etwas schwer den Unterschied zwischen einem grünen und einem weißen Tee zu erschmecken. Eine Sorte wie der White Monkey macht es einem dagegen recht leicht. Diese Zartheit und Leichtigkeit lässt sofort erkennen, für was weiße Tees stehen. Und gerade deshalb überrascht es viele wohl aber auch, dass der Geschmack dieses Tees trotzdem zeitgleich ganz real und kräftig ist. Wahrscheinlich kann man das erst nachvollziehen, wenn man den Tee probiert hat. Bildnachweis: White Monkey © dusk - Fotolia.com

Die edelste Teesorte der Welt

White Monkey — weißer Tee gilt als die edelste und am wenigsten verarbeitete Teesorte der Welt. Nur die jüngsten Knospen und Blätter der Teepflanze werden für die Herstellung verwendet. Die feinen, silbrig-weißen Härchen auf den Knospen geben dieser Teesorte ihren Namen.

Die bekanntesten Sorten weißen Tees sind Silver Needle (Bai Hao Yin Zhen), der ausschließlich aus Knospen besteht, und White Peony (Bai Mu Dan), der aus Knospen und den obersten beiden Blättern hergestellt wird. Das Hauptanbaugebiet ist die Provinz Fujian im Südosten Chinas, wo weißer Tee seit der Song-Dynastie (960–1279) produziert wird.

Herstellung und Verarbeitung

Die Herstellung von weißem Tee zeichnet sich durch ihre Einfachheit und Natürlichkeit aus. Nach dem sorgfältigen Pflücken werden die Blätter lediglich gewelkt und an der Luft getrocknet — ohne Rollen, ohne kontrollierte Oxidation, ohne Röstung. Dieser minimalistische Prozess bewahrt die natürlichen Inhaltsstoffe bestmöglich.

Die Qualität des weißen Tees hängt maßgeblich vom Erntezeitpunkt ab. Die erste Pflückung im Frühjahr (um das Qingming-Fest Anfang April) liefert die hochwertigsten Blätter. An einem einzigen Tag kann ein erfahrener Pflücker nur wenige hundert Gramm der wertvollen Knospen sammeln — was den hohen Preis von Premium-Weißtee erklärt.

Inhaltsstoffe und Antioxidantien

Weißer Tee enthält die höchste Konzentration an Antioxidantien unter allen Teesorten. Durch die minimale Verarbeitung bleiben Catechine, Polyphenole und andere bioaktive Verbindungen nahezu unverändert erhalten. Studien zeigen, dass weißer Tee bis zu dreimal mehr Antioxidantien enthalten kann als grüner Tee.

Der Koffeingehalt von weißem Tee variiert stark je nach Sorte und Zubereitung. Silver Needle enthält weniger Koffein als oft angenommen (15–30 mg pro Tasse), da nur Knospen verwendet werden. White Peony kann aufgrund der zusätzlichen Blätter etwas mehr Koffein enthalten.

Zubereitung und Genuss

Weißer Tee verlangt eine besonders behutsame Zubereitung. Die Wassertemperatur sollte 70 bis 85 °C betragen — zu heißes Wasser zerstört die feinen Aromen und macht den Tee bitter. Verwenden Sie 3 bis 5 Gramm Teeblätter auf 200 ml Wasser und lassen Sie den Tee 2 bis 4 Minuten ziehen.

Hochwertiger weißer Tee kann problemlos drei bis fünf Mal aufgegossen werden. Verlängern Sie die Ziehzeit mit jedem Aufguss um etwa 30 Sekunden. Der Geschmack von weißem Tee ist subtil und delikat — blumig, honig-süß mit einem seidigen Mundgefühl. Trinken Sie ihn pur, um diese feinen Nuancen wahrzunehmen.

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Zubereitung Schritt für Schritt

Die perfekte Tasse beginnt mit der Wahl des richtigen Wassers. Verwenden Sie nach Möglichkeit gefiltertes Leitungswasser oder stilles Mineralwasser mit einem niedrigen Kalkgehalt. Hartes Wasser kann den Geschmack von Tee erheblich beeinträchtigen und einen unangenehmen Film auf der Oberfläche bilden. Die optimale Wasserhärte für Tee liegt zwischen 4 und 8 Grad deutscher Härte.

Wärmen Sie Ihre Teekanne und Tassen vor, indem Sie sie kurz mit heißem Wasser ausspülen. Dieser einfache Schritt sorgt dafür, dass das Aufgusswasser seine optimale Temperatur behält und der Tee gleichmäßig extrahiert wird. Messen Sie die Teemenge sorgfältig ab: Pro 200 ml Wasser empfehlen sich je nach Teesorte 2 bis 5 Gramm Teeblätter. Eine Küchenwaage liefert dabei genauere Ergebnisse als das Augenmaß.

Gießen Sie das Wasser langsam über die Teeblätter und lassen Sie den Aufguss in Ruhe ziehen. Widerstehen Sie der Versuchung, den Teebeutel oder das Teesieb ständig zu bewegen — dies kann unerwünschte Bitterstoffe lösen. Nach der optimalen Ziehzeit entfernen Sie die Teeblätter sofort, um ein Überziehen zu vermeiden. Die Ziehzeit ist der wichtigste Faktor für den Geschmack — schon 30 Sekunden zu viel können einen milden Tee herb und bitter machen.

Kulturelle Bedeutung und Tradition

White Monkey steht in einer langen Tradition, die verschiedene Kulturen und Epochen miteinander verbindet. Tee ist seit Jahrtausenden nicht nur ein Getränk, sondern ein Kulturgut, das Menschen zusammenbringt und zum Innehalten einlädt. In einer Zeit, die von Hektik und Schnelllebigkeit geprägt ist, bietet die Teekultur einen wertvollen Gegenpol.

In der traditionellen chinesischen Kultur steht Tee für die Harmonie zwischen Mensch und Natur. Die japanische Teezeremonie erhebt die Teezubereitung zur meditativen Kunstform. In Großbritannien ist der Afternoon Tea ein gesellschaftliches Ritual, und in Ostfriesland gehört die Teetied zum kulturellen Erbe. Auch in der arabischen Welt ist die Teezubereitung ein Akt der Gastfreundschaft und des Respekts.

Moderne Teekultur verbindet diese Traditionen mit zeitgenössischen Trends. Tee-Sommeliers, spezialisierte Teehäuser und die wachsende Bewegung für bewussten Konsum machen Tee zu einem Thema, das Menschen unterschiedlichster Hintergründe begeistert. Die Beschäftigung mit Tee fördert Achtsamkeit, Geduld und die Wertschätzung für Qualität — Eigenschaften, die in unserer schnelllebigen Zeit wichtiger denn je sind.

Qualität erkennen und richtig einkaufen

Die Qualität von Tee zu beurteilen, erfordert etwas Übung und Wissen. Ein wichtiger erster Anhaltspunkt ist das Erscheinungsbild der trockenen Blätter: Hochwertige Tees bestehen aus ganzen oder großen Blattstücken mit einheitlicher Farbe und Form. Gebrochene, staubige oder ungleichmäßige Blätter deuten auf niedrigere Qualität hin.

Der Duft der trockenen Blätter sollte frisch, klar und einladend sein — niemals muffig, staubig oder künstlich. Beim Aufguss achten Sie auf eine klare, leuchtende Tassenfarbe. Trüber oder matter Tee kann auf Qualitätsmängel oder falsche Lagerung hindeuten. Der Geschmack sollte vielschichtig sein und verschiedene Noten offenbaren — Tiefe und Komplexität sind Zeichen hoher Qualität.

Kaufen Sie Tee vorzugsweise im Fachhandel, wo Sie kompetent beraten werden und die Möglichkeit haben, verschiedene Sorten zu probieren. Online-Teeshops bieten oft eine größere Auswahl und detaillierte Beschreibungen. Achten Sie auf Bio-Zertifizierungen und Fair-Trade-Siegel, die Qualitätsstandards und nachhaltige Produktion gewährleisten. Kaufen Sie lieber kleine Mengen und verbrauchen Sie den Tee innerhalb weniger Monate — Frische ist bei Tee entscheidend.

Richtige Lagerung für optimales Aroma

Die richtige Lagerung ist entscheidend dafür, dass Ihr Tee sein volles Aroma bewahrt. Die vier größten Feinde des Tees sind Licht, Luft, Feuchtigkeit und Fremdgerüche. Bewahren Sie Tee daher stets in luftdichten, lichtundurchlässigen Behältern auf — ideal sind Dosen aus Zinn, Keramik oder dunklem Glas.

Vermeiden Sie die Aufbewahrung in der Nähe von stark riechenden Lebensmitteln wie Gewürzen, Kaffee oder Knoblauch, da Tee fremde Gerüche leicht aufnimmt. Ein kühler, trockener Ort mit konstanter Temperatur — etwa ein Küchenschrank abseits von Herd und Spüle — ist der ideale Lagerplatz. Im Kühlschrank sollte Tee nur in absolut luftdichten Behältern gelagert werden, um Kondenswasser zu vermeiden.

Die Haltbarkeit variiert je nach Teesorte: Grüner und weißer Tee sollten innerhalb von 6 bis 12 Monaten verbraucht werden, da sie empfindlicher auf Oxidation reagieren. Schwarzer Tee und Oolong halten bei richtiger Lagerung 1 bis 2 Jahre. Pu-Erh Tee ist eine Ausnahme — er kann wie guter Wein über Jahre oder sogar Jahrzehnte reifen und an Komplexität gewinnen. Kräuter- und Früchtetee bleiben bei sachgemäßer Lagerung 12 bis 24 Monate aromatisch.