Als vor einigen Jahren der Markt für Bio-Produkte immer größer wurde, nahm auch das Angebot an Lebensmitteln und Getränken, die bisher bei uns unüblich waren, zu. Ein gutes Beispiel dafür ist der Yogi Tee. Er stammt ursprünglich aus Indien und wird nach den Lehren des Ayurveda zubereitet. Diese traditionelle Heilkunst wird nach wie vor vor allem in Indien, Nepal und Sri Lanka angewendet. Aber auch bei uns findet sie immer mehr Anhänger. Vor allem ayurvedische Massagen erfreuen sich zunehmender Beliebtheit. Doch auch das Wissen über eine gesunde Ernährung nach ayurvedischen Regeln verbreitet sich zunehmend. Da nach dem Ayurveda ausschließlich Wasser und Kräutertees getrunken werden sollen, ist naheliegend, dass diese speziellen Teemischungen längst auch bei uns zu kaufen sind. In der Regel beinhalten sie stets den Begriff Yogi Tee im Namen.

Was ist drin?

Streng genommen handelt es sich bei Yogi Tee nicht unbedingt um Kräuter-, sondern mehr um Gewürztee. Dabei werden Zimt, Nelken, Kardamom, Ingwer und meist auch schwarzer Pfeffer für die Grundrezeptur gemischt. Je nachdem finden sich aber auch Süßholz und Hibiskusblüten häufig auf den Zutatenlisten. Neben dieser Basismischung finden sich aber auch Yogi Tees, die ganz gezielt in einem bestimmten Bereich wirken sollen. So gibt es beispielsweise für Frauen mit Regelschmerzen etwa Mischungen mit zusätzlich Himbeerblättern und Angelikawurzel. Zur Stimmungsaufhellung werden gerne Bockshornklee, Orangenschalen, Schafgarbe (Vgl. Schafgarbentee) und Basilikum zugemischt. Bei Halsbeschwerden helfen Thymian, Eibischwurzel und Königskerze. Die Vielfalt ist riesig und die Liste der Hersteller und der verschiedenen Yogi Tees hört auch nicht bei rein gesundheitsorientierten Produkten auf. So finden sich mittlerweile auch längst so populäre Mischungen wie Yogi Tee Schokolade, Weihnachts Yogi Tee oder Yogi Tee mit Rotbusch, schwarzem oder grünem Tee, auf dem Markt. Üblicher Weise wird Yogi Tee leicht gesüßt mit einem Schuss Milch getrunken. Letzen Endes bleibt dies aber den individuellen Vorlieben überlassen.

Fazit

Die Zeiten, in denen Yogi Tee nur was für "die Ökos" war, sind längst vorbei. Sicher trinken viele gerade Yogi Tee auch wegen einer speziellen Lebensphilosophie. Schon allein die Geschichte, die hinter dem Tee steckt, bringt dies mit sich. Es geht dabei eben um eine traditionelle Heilkunst und auch um Spiritualität. Doch selbstverständlich kann man diesen Tee auch einfach deshalb trinken, weil er schmeckt, weil seine würzige Note etwas ganz anderes bietet als andere Tees, weil er so schön wärmt. Wenn man dann, quasi ganz nebenbei, noch etwas Gutes für seine Gesundheit tut, ist das doch umso besser. Ob als loser Tee oder als Teebeutel, der Yogi Tee ist etwas besonderes. Bildnachweis: Yogi Tee - © Sarka - Fotolia.com

Zusammensetzung und Zutaten

Yogi Tee — Teemischungen vereinen verschiedene Zutaten zu einem harmonischen Geschmackserlebnis. Die Kunst der Teemischung besteht darin, einzelne Komponenten so aufeinander abzustimmen, dass sie sich gegenseitig ergänzen und ein Ganzes ergeben, das mehr ist als die Summe seiner Teile.

Klassische Teemischungen basieren oft auf einer Tee-Basis (grüner, schwarzer oder Kräutertee), die mit Gewürzen, Blüten, Fruchtteilen oder ätherischen Ölen verfeinert wird. Bekannte Beispiele sind Earl Grey (schwarzer Tee mit Bergamotte), Chai (schwarzer Tee mit indischen Gewürzen) und Ostfriesische Mischung (kräftige Assam-Tees). Jede Mischung erzählt eine Geschichte und spiegelt kulturelle Traditionen wider.

Geschmacksprofil

Das Geschmacksprofil einer guten Teemischung ist komplex und vielschichtig. Es entsteht durch das Zusammenspiel verschiedener Geschmackskomponenten: Süße, Herbe, Würze, Frische und Blumigkeit. Ein erfahrener Teeblender (Mischmeister) berücksichtigt bei der Zusammenstellung nicht nur den Geschmack, sondern auch Farbe, Duft und Mundgefühl.

Die Qualität einer Teemischung erkennen Sie an natürlichen Aromen und sichtbaren Zutaten. Hochwertige Mischungen verwenden echte Gewürze, getrocknete Blüten und Fruchtteile statt künstlicher Aromen. Beim Aufguss sollten Sie die einzelnen Komponenten sowohl optisch als auch geschmacklich wahrnehmen können.

Die perfekte Zubereitung

Die Zubereitung von Teemischungen richtet sich nach der Basis-Teesorte. Mischungen auf schwarzer Tee-Basis vertragen kochendes Wasser (95–100 °C) und eine Ziehzeit von 3 bis 5 Minuten. Mischungen mit grünem Tee sollten bei 70 bis 80 °C und 2 bis 3 Minuten zubereitet werden. Kräuter- und Früchtemischungen benötigen kochendes Wasser und 5 bis 10 Minuten Ziehzeit.

Bei Gewürztees wie Chai empfiehlt sich ein längeres Köcheln der Gewürze in Wasser oder Milch, um die Aromen optimal zu extrahieren. Verwenden Sie pro Tasse einen gehäuften Teelöffel der Mischung. Für einen intensiveren Geschmack können Sie die Dosierung erhöhen, statt die Ziehzeit zu verlängern.

Variationen und Alternativen

Teemischungen laden zum Experimentieren ein. Sie können jede Grundmischung nach Ihrem persönlichen Geschmack variieren: Ein Stück frischer Ingwer im Kräutertee, ein Zimtstick im schwarzen Tee oder frische Minzblätter im grünen Tee — kleine Ergänzungen können große Geschmacksunterschiede bewirken.

Auch die Trinktemperatur bietet Variationsmöglichkeiten. Viele Teemischungen schmecken als Eistee-Variante hervorragend. Bereiten Sie den Tee doppelt stark zu und gießen Sie ihn über Eiswürfel. Verfeinern Sie den Eistee mit frischen Früchten, Kräutern oder einem Spritzer Zitronensaft für ein erfrischendes Sommergetränk.

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Zubereitung Schritt für Schritt

Die perfekte Tasse beginnt mit der Wahl des richtigen Wassers. Verwenden Sie nach Möglichkeit gefiltertes Leitungswasser oder stilles Mineralwasser mit einem niedrigen Kalkgehalt. Hartes Wasser kann den Geschmack von Tee erheblich beeinträchtigen und einen unangenehmen Film auf der Oberfläche bilden. Die optimale Wasserhärte für Tee liegt zwischen 4 und 8 Grad deutscher Härte.

Wärmen Sie Ihre Teekanne und Tassen vor, indem Sie sie kurz mit heißem Wasser ausspülen. Dieser einfache Schritt sorgt dafür, dass das Aufgusswasser seine optimale Temperatur behält und der Tee gleichmäßig extrahiert wird. Messen Sie die Teemenge sorgfältig ab: Pro 200 ml Wasser empfehlen sich je nach Teesorte 2 bis 5 Gramm Teeblätter. Eine Küchenwaage liefert dabei genauere Ergebnisse als das Augenmaß.

Gießen Sie das Wasser langsam über die Teeblätter und lassen Sie den Aufguss in Ruhe ziehen. Widerstehen Sie der Versuchung, den Teebeutel oder das Teesieb ständig zu bewegen — dies kann unerwünschte Bitterstoffe lösen. Nach der optimalen Ziehzeit entfernen Sie die Teeblätter sofort, um ein Überziehen zu vermeiden. Die Ziehzeit ist der wichtigste Faktor für den Geschmack — schon 30 Sekunden zu viel können einen milden Tee herb und bitter machen.

Kulturelle Bedeutung und Tradition

Yogi steht in einer langen Tradition, die verschiedene Kulturen und Epochen miteinander verbindet. Tee ist seit Jahrtausenden nicht nur ein Getränk, sondern ein Kulturgut, das Menschen zusammenbringt und zum Innehalten einlädt. In einer Zeit, die von Hektik und Schnelllebigkeit geprägt ist, bietet die Teekultur einen wertvollen Gegenpol.

In der traditionellen chinesischen Kultur steht Tee für die Harmonie zwischen Mensch und Natur. Die japanische Teezeremonie erhebt die Teezubereitung zur meditativen Kunstform. In Großbritannien ist der Afternoon Tea ein gesellschaftliches Ritual, und in Ostfriesland gehört die Teetied zum kulturellen Erbe. Auch in der arabischen Welt ist die Teezubereitung ein Akt der Gastfreundschaft und des Respekts.

Moderne Teekultur verbindet diese Traditionen mit zeitgenössischen Trends. Tee-Sommeliers, spezialisierte Teehäuser und die wachsende Bewegung für bewussten Konsum machen Tee zu einem Thema, das Menschen unterschiedlichster Hintergründe begeistert. Die Beschäftigung mit Tee fördert Achtsamkeit, Geduld und die Wertschätzung für Qualität — Eigenschaften, die in unserer schnelllebigen Zeit wichtiger denn je sind.

Qualität erkennen und richtig einkaufen

Die Qualität von Tee zu beurteilen, erfordert etwas Übung und Wissen. Ein wichtiger erster Anhaltspunkt ist das Erscheinungsbild der trockenen Blätter: Hochwertige Tees bestehen aus ganzen oder großen Blattstücken mit einheitlicher Farbe und Form. Gebrochene, staubige oder ungleichmäßige Blätter deuten auf niedrigere Qualität hin.

Der Duft der trockenen Blätter sollte frisch, klar und einladend sein — niemals muffig, staubig oder künstlich. Beim Aufguss achten Sie auf eine klare, leuchtende Tassenfarbe. Trüber oder matter Tee kann auf Qualitätsmängel oder falsche Lagerung hindeuten. Der Geschmack sollte vielschichtig sein und verschiedene Noten offenbaren — Tiefe und Komplexität sind Zeichen hoher Qualität.

Kaufen Sie Tee vorzugsweise im Fachhandel, wo Sie kompetent beraten werden und die Möglichkeit haben, verschiedene Sorten zu probieren. Online-Teeshops bieten oft eine größere Auswahl und detaillierte Beschreibungen. Achten Sie auf Bio-Zertifizierungen und Fair-Trade-Siegel, die Qualitätsstandards und nachhaltige Produktion gewährleisten. Kaufen Sie lieber kleine Mengen und verbrauchen Sie den Tee innerhalb weniger Monate — Frische ist bei Tee entscheidend.

Richtige Lagerung für optimales Aroma

Die richtige Lagerung ist entscheidend dafür, dass Ihr Tee sein volles Aroma bewahrt. Die vier größten Feinde des Tees sind Licht, Luft, Feuchtigkeit und Fremdgerüche. Bewahren Sie Tee daher stets in luftdichten, lichtundurchlässigen Behältern auf — ideal sind Dosen aus Zinn, Keramik oder dunklem Glas.

Vermeiden Sie die Aufbewahrung in der Nähe von stark riechenden Lebensmitteln wie Gewürzen, Kaffee oder Knoblauch, da Tee fremde Gerüche leicht aufnimmt. Ein kühler, trockener Ort mit konstanter Temperatur — etwa ein Küchenschrank abseits von Herd und Spüle — ist der ideale Lagerplatz. Im Kühlschrank sollte Tee nur in absolut luftdichten Behältern gelagert werden, um Kondenswasser zu vermeiden.

Die Haltbarkeit variiert je nach Teesorte: Grüner und weißer Tee sollten innerhalb von 6 bis 12 Monaten verbraucht werden, da sie empfindlicher auf Oxidation reagieren. Schwarzer Tee und Oolong halten bei richtiger Lagerung 1 bis 2 Jahre. Pu-Erh Tee ist eine Ausnahme — er kann wie guter Wein über Jahre oder sogar Jahrzehnte reifen und an Komplexität gewinnen. Kräuter- und Früchtetee bleiben bei sachgemäßer Lagerung 12 bis 24 Monate aromatisch.

Häufig gestellte Fragen

Wie viel Koffein enthält Tee im Vergleich zu Kaffee? Eine Tasse Tee enthält durchschnittlich 30 bis 70 mg Koffein, während eine Tasse Kaffee 80 bis 120 mg enthält. Das Koffein im Tee wird durch L-Theanin und Gerbstoffe abgemildert, was zu einer sanfteren, langanhaltenden Wirkung führt.

Kann ich Tee mehrfach aufgießen? Ja, viele hochwertige Tees können mehrfach aufgegossen werden. Grüner Tee, Oolong und weißer Tee eignen sich besonders gut für mehrere Aufgüsse. Jeder Aufguss offenbart dabei unterschiedliche Geschmacksnuancen. Verlängern Sie die Ziehzeit mit jedem Aufguss um etwa 30 Sekunden.

Ist Tee gesund? Tee enthält zahlreiche bioaktive Substanzen wie Antioxidantien, Vitamine und Mineralstoffe. Regelmäßiger Teegenuss wird in wissenschaftlichen Studien mit verschiedenen gesundheitlichen Vorteilen in Verbindung gebracht. Allerdings ist Tee kein Medikament und ersetzt nicht eine ausgewogene Ernährung und einen gesunden Lebensstil.

Wie bewahre ich Tee am besten auf? Lagern Sie Tee in luftdichten, lichtundurchlässigen Behältern an einem kühlen, trockenen Ort. Vermeiden Sie Feuchtigkeit, Wärme und starke Gerüche. So bleibt Ihr Tee je nach Sorte 6 Monate bis 2 Jahre aromatisch.